Beiträge von x1541 im Thema „Monitor Verwirrung“

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    Original von Klaws
    Ich habe auch noch eine historische U-Matic-Kassette hier. Da bin ich beinahe ausgeflippt (also, noch mehr als ich jetzt gerade tue). Da ist auf einem Band munter Videomaterial in quasi-Progressive, top-field-first-interlace und bottom-field-interlace drauf. Unglaublich aber wahr: sogar mit Überblendungenen zwischen den diversen Verfahren! Klar, das sowas jeden Echtzeit-Deinterlacer tilt.

    Auch hierzu noch was:
    Das hab ich auch schon mal von jemandem gehört, dass so eine Sauerei sogar noch auf DVDs zu finden ist (top/bottom gemischt, Überblendung k.A.). Aber sowas sollte ja sogar zu verarbeiten sein, weil auch ein TV das packt. dazu müsste nur die Software etwas flexibler sein und das VSYNC verarbeiten können, aber genau da habe ich so meine Zweifel. Wobei das wirklich einfach wäre, wenn man nur über die Hardware das richtig abfragen kann ... Und wieder zweifle ich dass das möglich ist ...

    jo, für HDTV ist tatsächlich 1080i und 720p definiert. Und das auch noch als 50 und 60Hz, wenn es mich nicht irrt. Wie blöde kann man denn sein?

    Ich habe mir ja vor einiger Zeit eine DVB-S Karte gegönnt. Ausser für schnelles Internet in meiner DSL freien Diaspora taugt es aber nichts. Das Bild ist viel schlechter als mein analoges (Sat) TV, es ist voll von Kompressionsartefakten. Wenn ich nun bedenke dass DVB-T nochmal mit der halben Datenrate auskommen muss dann muss ich echt kotzen. Für wie blöd halten die uns eigentlich? Irgendwann klopfe ich alle Receiver in die Tonne und melde die GEZ ab. Echt. (Ich dachte ja erst dass meine Software scheisse ist, aber Pro Sieben HD kommt superscharf rein. Leider verruckelt, weil 1.5GHz nicht reichen.)

    PS: Pro Sieben HD kommt wirklich in 1920x1080i interlaced (wow, 18kbps, halt Versuchssender!)! Wie will man sonst auf Senderseite das alte Mistmaterial vom Video problemlos ausstrahlen? Wälzen wir doch den ganzen Scheiss auf den Kunden ab!

    PS: Meine Gebühren sind schon gestiegen! Grund hat mir aber niemand dafür genannt! Ich werfe echt noch den FS weg, und kaufe mir ein Projektor. Der hat keinen Tuner und kostet keine Gebühren!

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    Original von Klaws
    Das deutsche Wort für Interlace ist Zeilensprungverfahren. Die resultierende Vverzahung der Zeilen dient der Unterdrückung des Flimmern bei gleichzeitiger Beibehaltung der Videobandbreite. Funktioniert gut bei Film- und Videoaufnahmen, weniger gut bei Computergraphiken mit dünnen horizontalen Linien...oder Leuten, die im Fernsehen kleinkarierte Muster tragen (war früher im öffentlich-rechtlichen Fernsehen untersagt, aber inzwischen scheint's keinen mehr zu kümmern, wen der Fernsehzuschauer sich an stroboskopartigen flimmernden Artefakten erfreuen kann...naja, beim aktuellen Niveau der Sendungen ist ja auch anzunehmen, dass der durchschnittliche Zuschauer grade mal über die Intelligen eines Gänseblümchens verfügt, und da ist ja dann alles egal...).

    Ja, dazu auch noch was: Ich meine "früher" gab es vor allem Probleme mit eng zusammenliegenden VERTIKALEN Linien, weil das die Chroma/Luma Trennung durcheinander brachte und zu einem Farb-Flimmern führte. Das lässt sich auch sehr leicht an einem C64 überprüfen, den man mal über composite und mal über s-video an einen Monitor (z.B. 1702 oder 1084) hängt.

    Wenn man gerne Probleme mit 25Hz Flimmern hat (epileptischer Anfall oder so), dann muss man sich einen 100Hz Fernseher oder so was kaufen. Die setzen die Halbbilder mehr oder weniger schlecht wieder zusammen und das Flimmern verschwindet. Im Normalfall werden aber auch Laufschriften unbrauchbar gemacht [1]. Und irgendwelche Vollidioten haben doch tatsächlich für HDTV, den zukünftigen TV Standard wieder interlaced Formate definiert :grr: Wäre doch endlich mal Zeit gewesen den Mist zu eliminieren. Mein PC mit DSCALER kann zwar fast perfekt deinterlacen, aber an HDTV beisst sich der die Zähne aus, auch ohne deinterlacing. Mir scheint da wird man mal 10GHz zu brauchen :(

    [1] das ist ne Wissenschaft für sich. Bei normalem TV-interlace sind ja die die beiden fields eines frames um 1/25s zeitlich auseinander. Das wieder zusammenzusetzen ist richtig heftig, weil man Bewegungen erkennen muss und das zu korrigieren hat. Bei Filmmaterial aus dem Kino ist das harmlos, weil das ja mal 24Hz Vollbilder waren, die man auf 25Hz gestreckt und dann auf 50Hz Halbbilder geteilt hat. Das lässt sich ganz einfach zurückübersetzen. Deswegen ist DVD deinterlacing auch oft problemlos. Bei in NTSC (60Hz) kodierten Filmen ist das geringfügig komplizierter, weil hier ein 3:2 Muster verwendet wird, aber ist immer noch einfach. Ich zweifle dass ein 100Hz Fernseher davon was weiss ... Eine Firma namens Faroudja hat sich bei geeigneten deinterlacing Chips einen Namen gemacht, und Geräte mit selbigen zeichnen sich durch einen ordentlichen Preis aus ...

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    Original von C64doc
    Der Doc lauert öfters hinter den Kulissen :prof: und sieht das schon.

    Entweder das, oder Du hast ne Alarmglocke, die sofort losschrillt, wenn irgendwer im Forum das Wort "Doc" schreibt. Ist doch erstaunlich wie schnell man Dich hervorlocken kann. Diese (natürlich nicht ernst gemeinte) Theorie müsste man mal prüfen :winke:

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    Original von Klaws
    Menno, der x1541 war mal wieder schneller.... :D

    Dann musst Du früher aufstehen, oder einfach kürzere Beiträge schreiben :P Oder neue Strategie: erst eine Zeile antworten und dann danach den Betrag abändern. So hast Du Dir die Pole Position reserviert. Ui, wenn das nur der Doc nicht merkt.

    Etwas anders funktioniert das schon noch, die Unterschiede zwischen interlaced und non-interlaced ist wirklich nur der VSYNC zwischen zwei sogenannten "fields", also einem Halbbild. bei i sind die Fields um eine halbe Zeile (nicht ein halbes Bild!) versetzt und ergeben so einen Frame (ein Vollbild), die Wiederholfrequenz ist 50Hz für fields und eben nur 25Hz für Frames. Bei ni ist ein field gleichzeitig ein Frame, weil eben nichts versetzt wird, so ist hier die Wiederholrate eben 50Hz. Schwer zu erklären, eine kleine Illustration wäre hilfreich, hab leider keine :(

    Das Timing am C64 ist leider nicht programmierbar, deswegen bekommt man auch kein Interlaced hin, und deswegen klappt das auch mit einem Framebuffer nicht (so wie beim Amiga mit einem Flickerfixer). Der NTSC VC-20 hat übrigens einen Interlacemodus, der C128 80-Zeichen Chip auch.

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    Original von Filou
    Das Problem liegt woanders. Unsere CBM´s, Videorecorder, DVD Player usw. senden in Pal Norm. Und die ist Interlaced. D.h. es werden erst die geraden Zeilennummern übertragen und dann die ungeraden.

    Das ist nicht ganz korrekt. Die CBM Heimcomputer geben non-interlaced Signale aus, die aber kompatibel mit normalen Fernsehern sind. Aber es bleibt sich von den Frequenzen her gleich, ob ich eine Auflösung von 312 Zeilen non-interlaced mit 50Hz oder eine mit 625 Zeilen interlaced mit 25Hz ausgebe. Ein Fernseher oder Monitor kann auch nicht zwischen interlaced und non-interlaced unterscheiden, die Verschiebung um eine halbe Zeile erzeugt die Videoquelle über das VSYNC Signal. Das ist jeweils um eine halbe Zeile verzögert und erzeugt so die Verzahnung der Zeilen.

    @Klaws:
    Der ältere 1084 bzw. 1084S aus Philips Produktion (eckiges Gehäusedesign), sowie auch der 1081 im gleichen Design haben eine kleine Spezialität eingebaut: Die Vertikalstufe erkennt sowohl 50 als auch 60Hz und die Bildhöhe wird automatisch nachjustiert, so dass man ein stehendes und zentriertes Bild in beiden Modi erhält. Das ist vor allem am Amiga sehr praktisch bei der Benutzung von NTSC Software. Die Horizontalfrequenz ist aber eh ähnlich genug (15625 und 15750Hz), so dass es hier keine Unterschiede gibt. Die amerikanische 110V Variante hat aber den NTSC Farbdekoder, die europäische 220V Version dann den PAL Dekoder. Hier hört leider die Multinormunterstützung auf :(

    Ein 1084 sollte problemlos CGA anzeigen können. Ob die Farben dann aber stimmen ist noch eine andere Farbe. Commodore hat angeblich die TTL Palette etwas angepasst.

    Mit Hercules wäre ich übrigens auch vorsichtig, das arbeitet mit ca. 18 statt 15,75 kHz. Da kommt dann zwar unter Umständen ein Bild, aber auf Dauer schadet das dem Monitor. So erlebt mit Hercules Monitor an einem C128 ... Dabei war das der beste, schärfste und flimmerfreieste Monitor den ich jemals hatte. Läuft zwar wieder, aber da jedes 2te dahergelaufene Programm sich erdreistet die Timingregister im VDC neu zu schreiben, bringt nichtmal eine eigene ROM Anpassung was. Traurig.