Zitat
Original von Klaws
Das deutsche Wort für Interlace ist Zeilensprungverfahren. Die resultierende Vverzahung der Zeilen dient der Unterdrückung des Flimmern bei gleichzeitiger Beibehaltung der Videobandbreite. Funktioniert gut bei Film- und Videoaufnahmen, weniger gut bei Computergraphiken mit dünnen horizontalen Linien...oder Leuten, die im Fernsehen kleinkarierte Muster tragen (war früher im öffentlich-rechtlichen Fernsehen untersagt, aber inzwischen scheint's keinen mehr zu kümmern, wen der Fernsehzuschauer sich an stroboskopartigen flimmernden Artefakten erfreuen kann...naja, beim aktuellen Niveau der Sendungen ist ja auch anzunehmen, dass der durchschnittliche Zuschauer grade mal über die Intelligen eines Gänseblümchens verfügt, und da ist ja dann alles egal...).
Ja, dazu auch noch was: Ich meine "früher" gab es vor allem Probleme mit eng zusammenliegenden VERTIKALEN Linien, weil das die Chroma/Luma Trennung durcheinander brachte und zu einem Farb-Flimmern führte. Das lässt sich auch sehr leicht an einem C64 überprüfen, den man mal über composite und mal über s-video an einen Monitor (z.B. 1702 oder 1084) hängt.
Wenn man gerne Probleme mit 25Hz Flimmern hat (epileptischer Anfall oder so), dann muss man sich einen 100Hz Fernseher oder so was kaufen. Die setzen die Halbbilder mehr oder weniger schlecht wieder zusammen und das Flimmern verschwindet. Im Normalfall werden aber auch Laufschriften unbrauchbar gemacht [1]. Und irgendwelche Vollidioten haben doch tatsächlich für HDTV, den zukünftigen TV Standard wieder interlaced Formate definiert
Wäre doch endlich mal Zeit gewesen den Mist zu eliminieren. Mein PC mit DSCALER kann zwar fast perfekt deinterlacen, aber an HDTV beisst sich der die Zähne aus, auch ohne deinterlacing. Mir scheint da wird man mal 10GHz zu brauchen 
[1] das ist ne Wissenschaft für sich. Bei normalem TV-interlace sind ja die die beiden fields eines frames um 1/25s zeitlich auseinander. Das wieder zusammenzusetzen ist richtig heftig, weil man Bewegungen erkennen muss und das zu korrigieren hat. Bei Filmmaterial aus dem Kino ist das harmlos, weil das ja mal 24Hz Vollbilder waren, die man auf 25Hz gestreckt und dann auf 50Hz Halbbilder geteilt hat. Das lässt sich ganz einfach zurückübersetzen. Deswegen ist DVD deinterlacing auch oft problemlos. Bei in NTSC (60Hz) kodierten Filmen ist das geringfügig komplizierter, weil hier ein 3:2 Muster verwendet wird, aber ist immer noch einfach. Ich zweifle dass ein 100Hz Fernseher davon was weiss ... Eine Firma namens Faroudja hat sich bei geeigneten deinterlacing Chips einen Namen gemacht, und Geräte mit selbigen zeichnen sich durch einen ordentlichen Preis aus ...