Beiträge von Gerrit im Thema „Wie lange hat CSG bzw. MOS...“

    jo, aber 3451? Die 3 war dann wohl mal ne 8, dann ist es plausibler.

    Nein, das würde ich eher als 345 lesen wobei die '8' weggelassen wurde. Also real 45. Woche 1983.

    Wobei japanische Chips auch manchmal Datecodes hatten die sich nicht an 'nach Christus' orientieren oder nicht das übliche Format aus YYWW oder WWYY haben:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Commodore hat ROMs in Japan produzieren lassen, ich habe ein paar Char-ROMs bei denen der Aufdruck (Font) und das Gehäuse einem 6116 von Hitachi SEHR ähnlich sehen. Es ist also wahrscheinlich, daß auf solchen Chips japanische Datecodes verwendet wurden.

    Ich habe heute auch beim Durchsehen meiner Cevis eine etwas seltsame Beschriftung an den ROM's entdeckt, möchte jetzt dafür aber keinen extra Thread aufmachen. Vorallem fehlt mir am Basic irgendwie der Datecode...

    ROMs hat Commodore auch von anderen Herstellern produzieren lassen, die waren teilweise sogar besser (soll heissen wurden weniger heiss) als die Eigenprodukte. Im Gegensatz zu den Custom-Chips (CPU, VIC, SID, CIA...) die nur MOS selbst produziert hat waren ROMs damals kein Geheimnis.

    Der Datecode ist auf dem Chip schon drauf, nur eben nicht in der üblichen, von MOS gewohnten Form.

    MOS hat nur die wenigsten ICs selbst verpackt sondern nach der Produktion die Dies an alle möglichen IC-Hersteller zur Verpackung verschickt. Die haben dann auch gestempelt und nicht alle hatten einen Stempel mit MOS-Logo, zumindest am Anfang.

    Man kann teilweise aus dem Gehäusedesign und dem Stempel erkennen, wo ein bestimmter IC verpackt wurde.

    Laserbeschriftung ist allerdings kein Stempel sondern eher sowas wie ein Drucker, damit kann man ohne zusätzliche werkzeugkosten jedes beliebige Logo erzeugen wenn man eine Vorlage als Datei hat.

    Laserbeschriftung hat MOS nie gemacht, das ist also alles später passiert.

    Zusammen mit abbröselnder Beschriftung (die ich auch schon hatte) sind solche Fehler erklärbar.

    Anscheinend werden bei einigen Recyclern die ICs einfach alle neu beschriftet und auch die Pins verzinnt. So kann man dann, wenn man will, auch ausgelötete ICs als NOS verkaufen (wenn deren Pins nicht gekürzt wurden).