Beiträge von 1ST1 im Thema „Neue C64 Hauptplatinen!“

    1st1: Find ich cool, dass du jetzt hier so abgehst - hatteste bei 'nem ähnlichen Projekt vor so ziemlich einem Jahr ja schonmal gebracht, nur weils nicht nach deinem Willen ging 'nen 030er mit 'nem 060er zu ersetzen :)

    Verwarnung/Block? Gerne :)

    Nur weil meine Meinung hier einzelnen hier nicht passt? Schäm dich! Ich schreibe nicht beleidigend, greife niemanden persönlich an, benutze keine Schimpfworte, verstoße nicht gegen irgendwelche politischen No-Gos, keine sexistischen Inhalte usw. Es ist nur eine andere Meinung! Es gibt Staaten, wo man für eine andere Meinung ins Arbeitslager gesteckt wird, ein Block hier im Forum wäre das selbe. :abgelehnt

    Eigentlich kann mir diese Platine völlig wurscht sein, ein Blick auf die Specs, kann ich nicht gebrauchen und ignorieren. Ich finde es halt sehr schade, dass die Chance nicht genutzt wird, eine Platine zu machen, auf der sämtliche bekannten und bewährten Erweiterungen nicht schon drin sind oder zumindestens vorbereitet sind. Das hätte nämlich einen echten Mehrwert gegenüber der Originalplatine. Statt desse müsste man mal wieder Strippen ziehen, Adaptersockel aufstecken, usw. Genügend Leute die sich z.B. für eine integrierte Dual-SID- oder integrierte SD2IEC-Lösung commited haben, gabs ja im Verlauf des Threads schon. Und Profi-Platinen-Entwickler Jens wird sicherlich der Begriff "Option" ein Begriff sein - jeder, der schonmal diverse PC-Platinen in der Hand hatte, kennt das: Bestückungsvarianten, die schon im Layout vorgesehen sind, mal mit ohne Sound, Netzwerk, zusätzliche IDE/SATA-Controller usw... Der puristische Ansatz hier ist einfach verrückt, und das IMHO* nicht unbedingt im positiven Sinne, eben eine verlorene Chance. Darum geht es mir.

    Muss man hier Projekte oder Leute zwangsweise vergöttern, nur weil sie was machen, auch wenn man selbst das nicht brauchen kann? :abgelehnt

    *IMHO: Meiner bescheidenen Meinung nach, im my humble opinion

    F... auch wenn sie optisch nicht so aussieht wie das Original.

    Es wird aber extra Wert auf tolles Aussehen gelegt, schwarze Platine, goldene Kontakte, schicke Stecker, Angeber-Textool-Sockel, ...

    Zitat

    Wer hat seinen C64 denn die ganze Zeit im offenen Zustand am laufen? Ich jedenfalls nicht und sofern die neue Version genauso funktioniert wie die alte kann man doch sehr zufrieden sein.


    Wozu dann eine neue Platine, dann tuts eine alte doch genauso.

    Zitat

    Letzteres hoffe ich allerdings stark, denn durch die neu verwendeten Chips bleibt halt immer der Gedanke, das es doch noch zu ein oder anderen Problemen bei der Kompatibilität kommen könnte, insbesondere bei angeschlossener Hardware (Datasette, Cartridges, etc.).


    Wie du sicherlich gelesen hast, garantiert Jens durch die unterschiedliche Leiterbahnführung nicht für 100% Kompatiblität, deswegen übernimmt er auch keinen Support für diverse Expansionport-Erweiterungen welche am Original funktionieren. Die unterschiedliche Leiterbahnführung und Länge kann zu Timingproblemen, unvorhergesagtem Signalübersprechen etc. führen.


    Nein, sie ist hinfällig.

    Es kann niemand mehr beweisen, dass er die Rechte am C64 hat. So oft, wie Rechte von Commodore hin und herverkauft wurden, ist das mehr als schwierig.
    Abgesehen davon hatte 1994 schon keine Firma mehr Interesse am C64...

    Nein, die Frage ist nicht hinfällig. Das Urheberrecht gillt mindestens 50 Jahre. Im Falle von Arbeiten mit künstlerischem Anspruch sogar 70 Jahre. In Foren wo es z.B. um historische Fotos geht, ist die Regel, wenn der Autor noch nicht 50 oder 70 Jahre tot ist, wenn die Rechte nicht geklärt sind, dann lieber nicht veröffentlichen, schon garnicht kommerziell. (Egal ob man was daran verdient, oder nicht.)

    Eigentlich wollte ich hier noch eine ganze Menge auf die Reaktionen seit meinem letzten Posting schreiben, aber ich lasse es.

    Was bringt es, wenn ein Fiat Multipla im Museum for Modern Art in New York als gelungenes Design-Beispiel steht, wenn die Karre potthässlich ist und keiner sie kauft?

    Also, Respekt vor der tollen Arbeit, Jens das machst du richtig gut. So viel Beweihräucherung muss halt sein.

    Aber das Ding ist nichts für mich. Für mich hat diese Platinen keinen Vorteil gegenüber einem funktionsfähigen Original. Ich würde sie nichtmal nehmen, wenn sie nur so viel kosten würde, wie das Original. Denn Jens schreibt ja selbst, dass er nicht für alles an Kompatiblität garantieren kann, dass es aufgrund der veränderten Leiterbahnführung z.B. am Expansionport zzu Timigproblemen kommen kann und dass er auch nicht für alles Support leisten will/kann. Erweiterungen, die für die Originalpülatine entwickelt wurden, werden also nicht unbedingt an diesem Nachbau funktionieren. Und die Platine macht einem, wenn man einen Rechner umbauen will, ja auch nichts einfacher, nichtmal eine Kernel-Umschaltung gibts serienmäßig, da muss man wie beim Original wieder selbst basteln. Sie hilft auch nicht dabei, kompakte externe Peripherie intern unter zu bringen. Auf einen Tape-Port kann ich verzichten, mir wäre an der Stelle ein SD-Slot lieber. Auf der einen Seite soll es eine Bastlerplatine sein, was die Textool-Sockel wohl ausdrücken, auif der anderen Seite muss man genauso frickeln weil genau wie beim Original die interessanten Signale zum Basteln nicht auf Pfostenleisten für interne Erweiterungen liegen.

    Die Platine bringt mir keinen Mehrwert, und dafür werde ich keinen Cent ausgeben. Und die Originalplatine geht nichtmal kaputt, wenn man löten kann. Ich kann löten, sogar SMD und BGA. Und ich habe schon so manche verhunzte C-64- oder 1541-Platine, wo z.B. Chips mit der Durchkontaktierung und anhängenden Leiterbahnen rausgerissen wurden, mit Fädeldraht wieder zum Laufen gebracht.

    So, eigentlich schon wieder viel zu viel geschrieben, vor allem in Anbetracht dessen, dass manche hier, die diese Platine richtig toll finden, einem den Mund verbieten wollen!

    Ps: Wie sieht es denn eigentlich mit dem geistigen Eigentum am Originalschaltplan und notwendiger Lizenzsierung im Falle eines Nachbaus aus. Ooops, ich habe schon wieder gedacht... :drunk:

    Ich finde die Sache nach wie vor gut wie sie ist.
    Weitere Features würden die Sache wohl unnötig verkomplizieren und verteuern.

    Bei gleicher Platinengröße macht es preislich kaum einen Unterschied, wieviele Leiterbahnen und SMD-Lötstellen auf der Platine sind. Bohrungen für DIL und Durchkopntakierungben kosten wahrscheinlich was, aber eine wie von einigen hier vorgeschlagener erweiterte C-64-Platine mit allen denkbaren pipapo würde in der Herstellung nicht viel mehr kosten als diese hier. Die Herstellung wird anhand der Platinengröße und oft anhand der Anzahl Durchkontaktierungen/DIL-Lötpunkten berechnet. Wenn man möglichst viel in SMD macht, kann man diese Platine mit Funktionen vollknallen, ohne dass die Platinenherstellung wesentlich teurer wird. Und wenn man dann möglichst viel der Glue-Logik (TTL, PLA, usw.) in einen FPGA packt, kann man wieder massig Leiterbahnen und Kontaktierungen sparen. Statt der 8 Stück 4164 RAMs, statt des 2214 Farb-RAMs einen RAM-Baustein mit 128 kB und intelligenter C-64-kompatibler Adresslogik mit in der FPGA machts noch kompakter. Und wenn man einen 512 kB Chip nimmt, ist auch gleich noch die GEOS-RAM-Erweiterung drin. Die CIAs und noch weiteres Gedöns kann man sicher auch in den FPGA packen. Da wäre wahrscheinlich auch noch Platz für die CP/M-Z80-Karte und vieles weitere... Der C-64-Joystick und das Chameleon zeigt, wie winzig das sein kann. Oder siehe Minimig bzw. Mist.

    Bei einer vollintegrierten Platine mit allen denkbaren zu- und abschaltbaren Erweiterungen würde ich sogar auf den herausgeführten Kassettenport, Expansionport und Userport verzichten. Die Gehäuseöffnungen des Originalgehäuses könnte man dann für die zusätzlichen Anschlüsse, sprich HDMI/VGA, SD-Karten-Slot, 4-Spieler-Adapter, usw. verwenden. Das wäre dann mal wirklich sexy.

    Diese Platine soll möglichst nah am Original sein, das heißt, wer auf dieser Basis sich einen Rechner mit allem Pipapo bauen will, ist wieder auf jede Menge Zusatzkabel, Schalter, Adapterplatinen usw. angewiesen, das sieht dann nur noch schön aus, wenn man den Deckel wieder auf den Rechner drauf machen kann, und dann lohnt sich aus meiner Sicht die Investition in die neue Platine nicht. Da kann man dann auch gleich eine alte Platine nehemn, dann hat man wirklich das Original. Ich fände daher, wenn schon neu, dann inklusive allem möglichen pipapo schon in der Platine eingearbeitet viel interessanter! Das hier ist zware nette Übung zur Erlernung der Bedienung von Eagle, aber IMHO einfach eine vertane Chance! Schade.


    und du wärst dann einer von den beiden die bereit sind dafür die 500 euro zu bezahlen?

    Eher als für eine Platine für 150, die ich in der Bucht funktionsfähig als 30Jahre altes Original inklusive originalem Netzteil, Gehäuse und Tastatur für 1/10tel oder weniger bekommen kann! So eine Platine, auf der alle denkbaren Hardware-Erweiterungen schon drauf sind, das wäre doch viel interessanter! Ob das aber wirklich 500 Euro kosten würde, würde ich nach Betrachtung eines Chameleon 64 eher bezweifeln.


    Bis sich bei einem Textoolsockel die Wärme überträgt, dauert das schon etwas...


    Metalle sind gute Wärmeleiter. Und in jedem Textool-Sockel stecken 24, 28, 32 oder 40 Metallverbindungen vom eingesetzten Chip zur Platine! Außerdem finde ich die Textool-Sockel auf der Platine pure Verschwendung!


    Der Bereich um den Spannungsregler wird sich verfärben, der Rest aber nicht. Abgesehen davon sieht man das beim geschlossenen Gehäuse sowieso nicht ;)

    Die Wärme der aufgelöteten Chips überträgt sich schon auf die Platien. Ich habe das wie gesagt schonmal an einem Protoypen für ein PC-Mainboard gesehen. Das sah schon interessant aus. Es erfordert halt ein durchsichtiges Gehäuse...

    Außerdem könnte man noch den TDA 3810 Chip an den SID Audio-Ausgang dran hängen, der macht eimn Pseudo-Stereo-Signal und Stereo-Basis-Verbreiterung. Sowas ist in meinem C-64DD (PC-Gehäuse) mit drin, und ich fand das zumindestens damals recht gut. Habe den 64er seit damals nicht mehr an der Stereo-Anlage dran gehabt, deswegen weiß ich nicht wie ich das heute im Vergleich zum einfachen Mono-Signal finde.


    Es gibt auf dem C64 Reloaded mehrere Jumper für den SID:

    Für 6582 oder 8580 muss die Spannung auf 9V gesenkt werden (also voltage-Jumper entfernen) und die Filterkondensatoren auf 22nF gestellt werden (beide Filter-Jumper schließen).

    Für den 6581 muss die Spannung auf 12V (Voltage-Jumper schließen) und die Filterkondensatoren auf 470pF (beide Filter-Jumper offen).

    Bei falscher Voltage-Einstellung kann ein 8580 oder 6582 kaputt gehen. Zweimal hingucken ist also ne gute Idee :wink:

    Jens

    Das ist viel zu kompliziert und fehleranfällig! 2-3 Sockel, für die verschiedenen SIDs, entsprechend beschaltet und gut ists.


    - den SID 6581, 6582 oder 8580 (hier auch ein leerer Textoolsockel)

    Brauchen die nicht verschiedene externe Beschaltungen? Verschiedene Spannungen? Bei dem vielen Platz der da noch auf der Platine frei ist, wären doch 2-3 SID-Sockel mit entpsrechender Beschaltung und Umschaltung über das _CS-Signal bequemer! Da ließe sich auch mit wenig Aufwand (Adressdecoder) ein Stereo-SID realisieren.


    Nein, nur 12V aus einem Steckernetzteil - übrigens kein USB-Netzteil, denn die l iefern nur 5V.

    Die 5V werden auf dem C64 Reloaded mit einem 4-Ampere DC-DC Wandler lokal generiert.

    Jens

    Die Eingangsspannung sollte auch bis zu 20V betragen können, da kann man nämlich unzählige 19V-Laptop-Netzteile benutzen! Gegebenenfalls muss man denen nur neue Stecker verpassen!


    Ich wollte in der Schaltung nicht zu weit vom Original abweichen. Ein zweiter SID ist nie wirklich in einem C64 drin gewesen, und es gibt auch kaum existierende Anwendungen, die einen zweiten SID rechtfertigen würden. Die paar Titel die nen zweiten SID wirklich nutzen, sind meiner Meinung nach nicht der Rede wert. Dafür werde ich *nicht* vom Original-Schaltplan abweichen.

    Jens

    Das ist eigentlich schade. Warum soll man sich solch eine Platine kaufen, wenn sie sich funktional nicht vom Original unterscheidet? 150 Euro oder mehr für etwas, was ich in der Bucht im Original für einen Bruchteil inklusive Gehäuse drumherum bekomme?!?

    Interessanter wäre doch solch eine Platine, wenn darauf schon Kernelumschalter, SD2IEC/ARM2IEC, 1541Ultimate, Chameleon, diverse Cardridges (um und abschaltbar), Stereo-Sid, umschaltbare RAM-Bänke, RAM-Erweietrung für GEOS, abschaltbarer 4-Spieler-Adapter, usw. integriert wären! Vielleicht sogar ein direktes Interface für den Anschluss von TFT-Displays, sei es DVI, HDMI oder intern. Evtl. auch noch eine Ladeschaltung für Stromversorgung mit Akkus (C-64-Netbook) ...?