In der letzten Version bei meinem MIDI-Interface habe ich auch BAV99 an den MIDI-Anschlüssen eingesetzt, und noch 1 nF Kondensator nach Masse, was auch gut für EMV ist (was aber natürlich nicht für den Expansionsport geht). Der Diodentyp wird oft als preiswerter ESD-Schutz empfohlen.
Habe hier noch was interessantes gefunden, auf Seite 22:
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Eine Funkenstrecke auf dem PCB, gebildet durch vom Lötstopplack freigestellte und passend geformte Leiterbahnen. Die leitet dann alles über 2000 V ab, und die Dioden kümmern sich um alles darunter. Zusätzlich ein 100 Ohm Serienwiderstand o.ä. könnte vielleicht noch etwas Schutz gegen Kurzschluss bieten, wenn er nicht zu lange andauert, aber müsste man wohl testen, ob das die schnellen Signale nicht zu sehr beeinflusst, sodaß dann nicht mehr alle Cartridges und Extender gehen, wenn die Lastkapazität zu hoch wird.
Der original C64 hat außerdem noch EMV-Filter an manchen Anschlüssen, wie den Joystickports. Der Kondensator dort nach Masse filtert auch ein wenig ESD-Impulse.
Ich denke BAT54S bringt nicht viel gegenüber BAV99. Für den 6502 ist als Maximum Rating 7 V angegeben, die 0,7 V sollten also kurzzeitig kein Problem sein. Wobei ich aber keine Ahnung habe, wie gut die Dioden das ableiten, wenn da wirklich ein paar kV anliegen. Zumindest für die ersten paar Nanosekunden liegt die volle Spannung an, wenn die Kapazitäten zu gering sind und bei zu niedrigen Serienwiderständen, denke ich mal. Kommt dann wahrscheinlich drauf an, wie schnell die Bonding-Drähte der CPU durchbrennen o.ä.