Beiträge von gartenzwerg im Thema „Neue C64 Hauptplatinen!“


    Ich habe mir kürzlich erst einen Arduino und einen Raspberry besorgt. Aber die sind beide nicht so mein Fall, weil sie kein BASIC beherrschen - von sich aus. Da ist mir der C64 viel lieber. Den kenne ich. Und ich mag ihn halt.


    Wenn du schon einen Raspberry Pi hast, dann versuche mal Python:
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    Soviel anders von der Syntax her ist das auch nicht als Basic, und auch viel einfacher, als das C vom Arduino. Zudem ist ein Webserver mit Überwachung des Status der Gartenbewässerung vom Urlaub aus beim Raspberry Pi mit ein paar Zeilen Python und ggf. etwas PHP schnell programmiert. Beim C64 mit RR-Net usw. ist das schon etwas mehr Arbeit.

    In der letzten Version bei meinem MIDI-Interface habe ich auch BAV99 an den MIDI-Anschlüssen eingesetzt, und noch 1 nF Kondensator nach Masse, was auch gut für EMV ist (was aber natürlich nicht für den Expansionsport geht). Der Diodentyp wird oft als preiswerter ESD-Schutz empfohlen.

    Habe hier noch was interessantes gefunden, auf Seite 22:

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    Eine Funkenstrecke auf dem PCB, gebildet durch vom Lötstopplack freigestellte und passend geformte Leiterbahnen. Die leitet dann alles über 2000 V ab, und die Dioden kümmern sich um alles darunter. Zusätzlich ein 100 Ohm Serienwiderstand o.ä. könnte vielleicht noch etwas Schutz gegen Kurzschluss bieten, wenn er nicht zu lange andauert, aber müsste man wohl testen, ob das die schnellen Signale nicht zu sehr beeinflusst, sodaß dann nicht mehr alle Cartridges und Extender gehen, wenn die Lastkapazität zu hoch wird.

    Der original C64 hat außerdem noch EMV-Filter an manchen Anschlüssen, wie den Joystickports. Der Kondensator dort nach Masse filtert auch ein wenig ESD-Impulse.

    Ich denke BAT54S bringt nicht viel gegenüber BAV99. Für den 6502 ist als Maximum Rating 7 V angegeben, die 0,7 V sollten also kurzzeitig kein Problem sein. Wobei ich aber keine Ahnung habe, wie gut die Dioden das ableiten, wenn da wirklich ein paar kV anliegen. Zumindest für die ersten paar Nanosekunden liegt die volle Spannung an, wenn die Kapazitäten zu gering sind und bei zu niedrigen Serienwiderständen, denke ich mal. Kommt dann wahrscheinlich drauf an, wie schnell die Bonding-Drähte der CPU durchbrennen o.ä.


    Ist ja voll krass!

    (sorry für OFF-Topic)


    Nicht krass, nur logisch: Bei den Grenzwerten für die CE Konformität geht es erstmal nur darum, daß die Geräte sich gegenseitig nicht stören. Wenn ein C64 im Handy-Frequenzbereich zu stark strahlen würde, dann könnte man nicht mehr telefonieren. Umgekehrt muß natürlich ein Handy in diesem Bereich relativ stark strahlen, gerade damit es andere Geräte überstrahlen kann, die die Grenzwerte in diesem Bereich einhalten. Grenzwerte ab wann es gesundheitsgefährlich wird, sind ganz andere Normen und da liegt das alles noch um viele Größenordnungen drunter was Handy oder C64 ist.

    Mit der Abstrahlung würde mich interessieren, da ich ja auch plane Module zu verkaufen. Gibt da zwar eine Webseite: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. aber da werden keine harten Fakten genannt, also ob der C64 nun die EN55022 Class B oder sonstwas Grenzwerte einhält oder nicht. In dem verlinkten Thread zum forum64 wurde auch nicht auf deine Frage geantwortet. Hast du das inzwischen mal in einem Labor messen lassen, z.B. mit und ohne Chameleon? Wenn es nur mit deiner neuen Platine eingehalten werden würde, wäre das vielleicht ein Kaufgrund für mich und ich könnte dann ruhigen Gewissens den "typischen" Anwendungsfall in der Konformitätserklärung mit einem "64 reloaded" dokumentieren :)

    Wie schauts eigentlich mit der Masse des neuen Boards aus. Braucht man hier noch die Abschirmungen, wie beim Original?


    Braucht man das denn beim Original? Kommt wahrscheinlich darauf an, ob du noch Kurzwellenradio in der Nähe hören willst :) Aber Jens hat da bestimmt drauf geachtet, auch wenn man für solch eine Platine, von der man sagen kann, daß die nur mit Fachwissen eingebaut werden kann, wohl nicht die strengen CE EMV Richtlinien einhalten müsste, da derjenige der es einbaut dann dafür zuständig ist, denke ich. Kann mich aber auch irren, die Richtlinien und Gesetze dazu sind einige Seiten lang, wenn man erstmal die richtigen gefunden hat.


    Es kann niemand mehr beweisen, dass er die Rechte am C64 hat. So oft, wie Rechte von Commodore hin und herverkauft wurden, ist das mehr als schwierig.
    Abgesehen davon hatte 1994 schon keine Firma mehr Interesse am C64...


    Ein Gericht in USA schien da keine Schwierigkeiten zu haben, den Rechteinhaber zu finden. Ende 2013 hat eine Firma 1 Millionen USD wegen Lizenzrechten zugesprochen bekommen:
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    Also am besten nicht "Commodore" draufschreiben. Ist die Frage, ob "C64" auch geschützt ist.

    Warum sollte ein SD2IEC nicht mit ins Gehäuse passen ?
    Sogar ich mit meiner beschränkten Phantasie kann mir vorstellen, einfach auf der Hauptplatine eine Stiftleiste vorzusehen, auf die als Zusatzmodul eine SD2IEC-Platine gesteckt wird, deren SD-Kartenslot dann an der Obekante des Ausschnitts für den Tape-Port sitzt.
    Das wäre vielleicht ein guter Kompromiss: Die Hauptplatine bleibt bis auf eine Stiftleiste unangetastet, und für die, die's haben wollen, gibts als Zubehör die Aufsteckplatine.


    Klingt gut. Ein SD2IEC wird wohl tatsächlich nicht jeder brauchen oder auf der Platine haben wollen, und manch andere wollen vielleicht sogar ein 1541 Ultimate einbauen. Einfach ein paar Durchkontaktierungen für eine Steckleiste für die IEC-Signale vorzusehen kostet nur ein paar Cent mehr und ist kein Aufwand für Jens, aber würde die Arbeit für handwerklich ungeschickte wesentlich vereinfachen, sowas nachzurüsten. Gibt ja sogar Leute, die ein HerMIDI und ein SD2IEC in einem normalen C64 eingebaut haben. Zusammen mit ein paar Potis und entsprechenden Programmen hat man damit einen feinen mobilen Retro-Synthesizer.


    Das Foto zeigt einen Prototypen. Die endgültige Platine bleibt nicht grün, sondern sie wird schwarz, hat vergoldete Stecker für Datasette und Userport, und außerdem weißen Bestückungsdruck.


    Was für eine Vergoldung planst du? Gibt normales ENIG und Hartgold speziell für solche Platinenstecker:
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    Ich meine sogar irgendwo mal gelesen zu haben, daß ENIG schlechter ist, als reines Kupfer, da die Goldschicht so dünn ist und wenn die weg ist, dann das Nickel draunter zum Vorschein kommt, was eine Oxidschicht bildet. Das Hartgoldverfahren ist aber ziemlich teuer, zumindest bei der Firma wo ich es mal angefragt hatte.


    Es wäre Interessant zu wissen wieviel Geld man bräuchte um z.B. den 6510 wieder aufzulegen (Kickstarter?!).


    Soviel Fans wirst du nicht finden, da man mit sechselligen Eurobeträgen rechnen muß (wenn man eins der preiswerten Programme nimmt, wie Altera Hardcopy) und midnestens 10.000 Chips abnehmen muß, die natürlich extra kosten.

    Könnte man aber bestimmt einfach in einem schnellen PIC32 o.ä. emulieren, die laufen bis 50 MHz und haben einen schnellen MIPS-Core. Oder einen modernen ARM Microcontroller nehmen, die es bis 144 MHz aus der STM32-Serie gibt und 10 Euro pro Chip oder so kosten. Da RISC läuft der mit ein Befehl pro Takt. 144 Take um einen 6510 Zyklus zu emulieren sollte dicke reichen, sogar mit dem kritischen Timing. Müsste man dann noch Level-Konverter mit vorsehen, da es viele modernen Microcontroller nicht mehr für 5V gibt.

    Gute Idee das so original wie möglich zu machen. Damit kann man dann gut kaputte C64'er reparieren.

    Ist aber noch viel Platz auf der Platine und da sowieso schon ein Microcontroller drauf ist, könnte man nicht noch eine SD-Card optional bestücken (von außen zugänglich), mit der SD2IEC Software? Muß man ja nicht nutzen, wenn man es original will, aber zumindest die Footprints und Verbindungen vorsehen, sodaß man ggf. auch später den Code im Microcontroller dafür hacken kann. Wenn's nicht mehr in den vorhanden Microcontroller passen sollte, dann einfach die gesamte SD2IEC-Schaltung als Footprint vorsehen.

    Noch ein paar Vias an strategischen Stellen wären auch nicht schlecht, z.B. um Potis einfacher direkt am Paddle-Eingang im Gehäuse verbauen zu können, oder zwei Vias um leichter Kabel für einen Reset-Taster anlöten zu können (was dann auch zum Microcontroller gehen könnte, wenn man einen sauberen Reset braucht, oder einen hard-reset implementieren möchte, falls man die Schaltregler steuern kann).