Die Idee mit dem Kerko war wohl sicherzustellen, daß der Reset lange genug aktiv ist damit er auch passiert. Unschön, aber auch bei der 250407 und der KU steht das Bild ruhig, der erzeugte Jitter kann also nicht so schlimm sein.
Es geht weniger um Jitter, als um das Problem, dass hin und wieder mal irgendeine Oberwelle erwischt wird, und der Farbträger komplett daneben liegt. Sowas kann natürlich auch mit Alterung der Komponenten zusammenhängen - unsere Testmaschine M3 ist schon lange vor dem Chameleon als "instabil" abgestempelt worden und wurde erst von Tobias wieder in den aktiven Dienst geholt. Ich persönlich habe den als "kaputt" gesehen. Jetzt wo ich die Takterzeugung der alten 64er genauer kenne, würde ich es sogar "broken by design" nennen.
Im Datenblatt zum 74LS629 steht drin, er sei eine verbesserte Version des 74LS124. Hat jemand mal probiert ob man den damit ersetzen kann? Pinout dürfte anders sein.
Wenn Du schon einen anderen Oszillator/VCO verwenden möchtest, dann würde ich einen HCMOS nehmen, wie z.B. den 74HC4046/74HC7046, den ich auf meinem 8701-Replacement eingesetzt habe: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - das Ding ist rock solid, stabil gegen Ripple auf +5V, und der Phasenkomparator wird mit komplett syncron erzeugten Takten gefüttert.
Kondensatoren an 'wackelnden' Signalen hats einige im C64. Mir fällt da _CAS und _CASRAM ein, ebenso AEC, zumindest auf den alten Platinen. Alles Hacks, so betrachtet.
Ja, ist bekannt. Leider ist so etwas immer wieder mal erforderlich, wenn man gerade kein Taktsignal hat, das zum richtigen Zeitpunkt eine Flanke liefert. Das bemängele ich ja auch gar nicht, weil es - wenn's mit ausreichend Sicherheitsmarge gemacht ist - sogar elegant sein kann. Mein Kritikpunkt ist vielmehr, dass es an dieser Stelle ohne Not gemacht wurde. Einen 74LS163 gab es sicher 1982 schon, und mit dem kann man das Problem komplett syncron erschlagen, ganz ohne Tricks.
Jens