Beiträge von 7Saturn im Thema „Update Irrsinn mit Windows 7“

    Die Updates werden im Hintergrund heruntergeladen, davon merkt man dank QoS in der Regel nichts.

    So weit richtig. Als ich das das erste mal gesehen hatte, dachte ich noch »Och ja, sie lernen ja doch dazu.« Bloß ist das nur die halbe Wahrheit.

    Sobald der Download abgeschlossen ist wird installiert - mittlerweile brauchen die meisten kumulativen Updates keinen zwangsweisen Reboot mehr und man kann während der Installation locker weiterarbeiten. Falls doch einer nötig ist machst Du den halt, wenn es Dir passt.

    Jupp, drei Stück davon, beim letzten Update. Da haut's dem Heizkissen den Stecker aus der Dose. Was machen die da, drei mal? Ein mal ist ja eigentlich schon zu viel, aber drei? Und dann noch das Gerödel davor und danach. Gegen 2 Min Reboot hätte ich ja noch vergleichweise wenig einzuwenden. Dabei bleibt's in diesen Fällen aber nicht.

    Mehrfache Reboots gibt es nur bei den Branchupgrades.

    Die nicht weniger »verpflichtend« sind, als ihre kleineren Cousins. Irgendwann kommen sie, egal was man will. Genau das meine ich. Das kommt alle paar Wochen. Beim letzten Mal habe ich eine halbe Stunde lang darauf gewartet, dass er endlich in die Pötte kommt. Und so was ist für jeden User deutlich spürbar ein Grund, auf Updates zu verzichten. Je nach dem, wie die Prioritäten eben liegen, kommt dann raus, dass jemand das einfach knallhart ganz abschaltet.

    Durch die Definition von Nutzungszeiten und der Möglichkeit, Updates bis zu 35 Tage auszusetzen und auch Branchupgrades zu verschieben ist man meiner Meinung nach als Privatanwender mehr als flexibel genug.

    Ja, aber genau das ist ja der Punkt: Der Endanwender soll sich mit so was rum schlagen. War ja bei Win 7 schon immer nervig genug, wenn er ganz nett im Hintergrund schon mal angefangen hat. Dann aber beim Runterfahren 'ne viertel Stunde warten, bis er endlich aus ist, dann noch mal beim Hochfahren warten, bis er mal endlich fertig ist, und wenn's besonders nett ist, noch ein Neustart dazwischen, weil einer ja nicht reicht. Genau das meine ich: Warum ist das bei MS so ein Zirkus, bei dem ich neuerdings sogar zwangsweise dazu angehalten bin, Zeit für den Compi einzuplanen? Und genug Usern stinkt das einfach, gerade weil nach Murphys Law das natürlich immer genau dann kommt, wenn man gerade besonders wenig Zeit hat. Das härteste, was ich in dem Zusammenhang mal erlebt habe, war auf einer Konferenz, wo der Laptop des Vortragenden dadurch für den gesamten Vortrag unbenutzbar wurde. Klar, der hätte ja planen können. Sicher doch, ich richte mein Leben nach dem Compi aus. Will halt nicht jeder. Und andere kriegen es durchaus hin, dass das praktisch vollautomatisch und trotzdem nachvollziehbar geschieht, ohne dass man den Kalender wälzen muss, wo einem die halbe Gedenkstunde rein passt.

    Firmen nutzen eh SCCM/WSUS/GPOs um das Verhalten zu steuern, so machen wir das auch (gut 6000 Clients auf Windows 10).

    Wie gesagt, in Firmen sieht das auch noch mal ganz anders aus, das ist mir klar. Aber da hat man i. A. eben auch Leute, die sich dediziert um diese Sorte Arbeiten kümmen. Daheim gibt's keinen Home-Admin, der mir den Kram erledigt, wenn ich gerade nicht damit arbeiten will. Und das kollidiert eben. Wäre diese Kollision nicht gegeben, bin ich mir fast sicher, würde kaum noch einer die automatischen Updates ausstellen. Und damit wären automatisch auch die Gängelspielchen und der schlechte Leumund Vergangenheit. Könnte so einfach sein – ist es aber nicht.

    Ja eben nicht. Es ist doch zum Teufel noch mal nicht so, als wenn sich der User denkt »Hohoho, bloß keine Updates, das macht alles viel besser.« Der denkt allenfalls noch: »Scheiße, jetzt dauert das wieder Stunden zum Runterladen und Installieren und wenn's besonders viel Spaß macht, muss ich auch noch x mal neu starten. Nee, dann schalt ich das lieber gleich ganz ab. Dann nervt's wenigstens nicht und ich kann einfach weiter arbeiten.« Das ist doch des Pudels Kern. Und die wenigsten, die ich kenne, lassen ihren Rechner über Nacht an, damit der um 3 Uhr Morgens Updates installiert. Der Haken ist, dass das eigentliche Updaten scheiße für den User gelöst ist. Und es »besser« zu machen, indem man ihm jetzt auch noch zwangsweise rein würgt, was MS sich vorstellt, ändert das Look & Feel nicht zum Positiven.

    Ich sehe schon auch ein, dass viele Probleme von Windows-Usern hausgemacht sind. Gerade das alte »Ups, wo kommt denn jetzt die Malware her?« ist ja so ein Fall. Aber wie gesagt, x mal neustarten und schon beim Runterladen dem Bart beim Wachsen zusehen können nervt eben einige so sehr, dass es nicht verwunderlich ist, dass sie das lieber abdrehen. Würde das wirklich ohne größeres Generve einfach im Hintergrund ablaufen und nur sehr selten einen Neustart verlangen, gäbe es einfach weitaus weniger Gründe, es abzustellen. Was soll denn der Vorteil vom Abdrehen sein, wenn man auch mit (fast) nichts davon merkt?

    Na vor allem wird man nicht Zwangsbeglückt mit Updates. Das ist schon noch mal ein Unterschied. Ich verstehe es eh nicht, warum zum Geier sie es nicht von Haus aus so und so einstellen, aber ein Umstellen trotzdem ermöglichen. Gerade in Firmen, die anständig™ administriert sind, hat man eh keine Rechte das zu ändern und dem Privatmensch könnte man ggf. noch eine kurze Warnung hin schmeißen, wenn er das abdreht. Wer es dann nicht rafft, ist einfach selbst schuld. Ach nein, stimmt, die Warnhinweise gibt es ja schon. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, was die Leute so daran stört Updates zu installieren, und das abstellen, damit die Leute schlicht keine oder kaum noch Gründe dafür haben, Updates auszustellen. Daran sollten sie vielleicht mal arbeiten, statt den Leuten vorzuschreiben, irgendwelche Updates zu installieren. Mir fällt da z. B. ein, wie lang und breit das Zeug manchmal zum Installieren braucht, inkl. teils drei(!) Neustarts. Darauf habe auch ich als Endanwender keinen Bock.

    Ja, die Updatepolicy in Win10 ist gewöhnungsbedürftig. Leider gibt es genug Anwender, die immer zeitkritische Themen erledigen zu haben und die Updates immer aufschieben bis Ultimo. Dann wird lauthals in Foren geschrieen, wenn ihr Windows wegen den Sicherheitslücken komrpomitiert wurden und was für ein Drecksladen Microsoft ist, weil die so spät Updates anbieten :whistling:

    Oh ja! Kann ich auch ein Lied von singen. In meiner letzten Anstellung hatte ich da auch so Kandidaten, die die automatischen Updates noch nicht mal auf Notify hatten. Und man selbst darf das dann als Admin am Ende doch wieder ausbaden. Es wäre halt schön, wenn man da genug Einstellmöglichkeiten hätte. Bin mir jetzt nicht sicher, ob die inzwischen echt komplett abgedreht wurden, oder ob es über die verschiedenen Policies, die man ja auch noch setzen kann, das am Ende bei Win 10 doch wieder so einstellen kann, wie man es gerne hätte. Hat bei den oben beschriebenen Kandidaten dann dazu geführt, dass ich ihnen damals kurzerhand die Rechte entzogen habe, das Update suchen und anzeigen abzustellen. Wenn's genug nervt, installieren sie's vielleicht auch endlich mal. Wer weiß, was Sache ist, kann das natürlich mühelos wieder zurückstellen, aber dazu ist der 08/15-User dann doch zum Glück zu unwissend. Der gibt sich dann irgendwann doch geschlagen, und kümmert sich endlich um die shice Updates. (Und für alle, die sich fragen, warum die überhaupt so viele Berechtigungen haben, daran selbst was zu ändern: Quasi Vorgabe am Arbeitsplatz, weil ein unifiziertes, vom Admin verwaltetes System gewisse praktische Probleme mit sich brächte.)

    Für mich ist die USB-Stick Lösung angenehmer, weil ich den immer wieder neu überschreiben kann. Die CDs liegen rum und dann muss ich diese im Büro unter einem Berg von Papier suchen und sie sind immer dann nicht aktuell, wenn ich sie verwenden will, da die Updates typischerweise 2x im Jahr zur Verfügung gestellt werden.

    Für das Problem hab ich ne 8 cm DVD+RW, die sind klein und handlich und liegen bei mir alle in der Diskettenbox daneben. Größe passt perfekt. =)

    Ich muss nämlich sagen, ich hätte jetzt nix dagegen, vom USB-Stick zu booten, aber irgendwie find ichs doch angenehmer, wenn ich ne dedizierte Boot-CD hab, statt nen USB-Stick extra dafür vorzuhalten, den ich auch gut für was anderes verwenden könnte. Wie macht man den eigentlich? Hab mich ja noch nicht damit beschäftigt...

    Ich habe niemals behauptet, es sei unmöglich, dass jemand die Pakete mit Malware verseucht. Fest steht für mich lediglich, dass bisher nichts dergleiches bekannt ist.

    Und genau das ists, was man dir zu sagen versucht: Das Restrisiko ist ungleich höher, als wenn du das Zeug von MS direkt beziehst. Und das lässt sich einfach nicht weg diskutieren. Bis Tschernobyl war ein Super-GAU auch nur ein theoretisches Gespinst, bis es dann eingetreten ist. Nur weil von etwas bisher noch nicht berichtet wurde, heißt das nicht, dass ausgerechnet das das Risiko kleiner macht, als es beim direkten Beziehen der Updates ist.

    Dann könnten wird das ganze wieder auf alle mögliche Programme, die man aus dem Netz bezieht projezieren. Egal ob Firefox, chrome, WinRAR, CCleaner, LibreOffice usw.

    So halb, ja. Wenn man sich das kompilierte von einer Drittquelle holt, ja richtig. Aber du bist jederzeit z. B. bei LibreOffice in der Lage, dir die Quellen zu holen, zu prüfen und selbst zu kompilieren. Diese Prüfung kannst du theoretisch auch bei den Updatepacks machen, aber irgendwie macht das dann wenig Sinn, wenn ich vor dem Installieren erst mal eine dicke Prüf-Session durch ziehen muss. Dann kann ichs auch gleich von MS holen, das kost weniger Zeit.

    Genau deshalb sind die genannte Argumente im Grunde keine. Allein durch eine Sicherheitslücke im windows selbst könnte man unterstellen, dass findige Häcker ein Fake Update über das Updatesystem anbietet und wir wären wieder beim gleichen Ergebnis.

    Es ist immer noch ein Unterschied, ob mein System von jemand unbekanntem anderem manipuliert wurde, oder ob ich jemandem blindlings vertraue, der dazu ebenfalls in der Lage ist. Oder anders ausgedrückt: Man kann das Unglück auch selbst einladen.

    Fest steht, dass bisher Nirgends über ein mit Malware verseuchtes Update Paket bei Winfuture berichtet worden ist.

    Dazu kann ich nix sagen, ich benutze sowas nicht, daher brauche ich mich auch nicht mit entsprechenden Meldungen abgeben.

    "Winfuture hostet die Updatepakete selbst, baut die Pakete selbst zusammen und kann da theoretisch auch Pakete manipulieren, weglassen, usw."

    Da finden sich schöne Begriffe wie "kann" und "theoretisch". Reicht das nicht? Fakten,die die Unterstellung belegen konnte ich in den ganzen Postings keine finden.

    Dann helf ich dir mal auf die Sprünge:

    Dazu muss noch nichteinmal der Fall winfuture-ist-böse eingetreten sein, sondern es kann auch einfach sein dass der Fall winfuture-wurde-gehackt-und-hat-es-noch-nicht-bemerkt eingetreten sein. Microsoft unterstelle ich mal, dass es gegen letzteres besser abgesichert ist als winfuture und wenn das tatsächlich jemand schaffen würde, dann würde das schon angesichts der hohen weltweiten Verbreitung auch sehr viel schneller auffallen.

    Und das lässt sich nicht mit einem "wird schon nicht passieren" wegdiskutieren. Wir reden hier auch nicht von einem "wird ganz sicher so vorkommen", sondern von einem Vergleich: Was ist wohl besser gesichert, der MS-Update-Server, oder der Winfuture-Download-Server? Und genau an dem Vergleich hängt das ganze schon zu Lasten von Winfuture. Da sind absichtlich oder aus Fehlern resultierend problematische Updatepacks noch gar nicht mit eingerechnet.

    Ich glaub, man muss da unterscheiden zwischen einem gelegentlichen Nachpatchen und dem großen Patchen, wenn man das OS neu aufgesetzt hat. Bei letzterem ist son Updatepack sicher eine Bereicherung, aber dass das überhaupt so attraktiv ist, liegt eben vorrangig daran, dass der "normale" Weg es eben gerade nicht ist. Ich hab nach meiner letzten Windows 7 Installation ca. 2 h lang nur Patches und Updates nachgeladen und installiert, das war nicht mehr feierlich. Sowas macht einfach keinen Spaß, vor allem weil man eben ständig Händchen halten muss, weil es ja nicht einfach mal auf einen Rutsch geht, sondern alle 15-30 Min nen Neustart braucht, nachdem man die Updatesuche usw. wieder neu an der Backe hat.

    Im Gegensatz dazu melden sich manche Linux-Distributionen teils täglich, dass irgendwas aktualisiert werden sollte,

    Ist richtig. Allerdings dauert das bei mir i. A. weniger als eine Minute und ich muss nicht wegen jedem Shice Update mal eben das System neu starten. Das relativiert die Sache wieder deutlich.

    und bei Linux sind die Paketabhängigkeiten so groß, dass auch hier teils Updates weitere Updates nachziehen,

    Was wiederum auch kein Problem ist, weil das bei der Updatesuche mit einbezogen wird, sodass nur ein einziger Update-Vorgang nötig ist, anders als bei dem MS-Schmarrn, der auch an besagten Patch-Days manchmal bis zu zwei Neustarts mit neuen Updates gefunden produziert.

    oder manche Pakete gar gegen Alternativen getauscht werden müssen, was dann im Zweifelsfall wieder Tests mit den verwendeten Anwendungen nach sich zieht.

    Was mir bei Windows durchaus auch schon so gegangen ist. Das Problem haben beide (und ja, das ist beschissen).

    (Von den Paketen von Winfuture halte ich nicht so viel, da man die einzelnen Patches als Paket von Winfuture herunterlädt. Die könnten manipuliert oder nicht vollständig sein.

    Gut, dass den Aspekt doch wer anspricht, ich habs mir bisher gespart. Da könnte Gott weiß was dabei sein, aber jeder freut sich über sein externes Updatepack. Schon alleine deswegen sollte sowas nicht "notwendig" sein.

    Das Problem ist, dass man mal wieder Drittmittel braucht, damit der Schmarrn macht, was er soll. Das ist als wenn ich in die Vertragswerkstatt fahre um meine Reifen wechseln zu lassen und die Herren können immer nur einen Reifen auf ein mal wechseln. Dann ändert es auch nichts, wenn die kleine Privat-Werkstatt umme Ecke mir die Reifen auf ein mal wechselt, die Vertragswerkstatt ist dann immer noch unter aller Sau.

    Was mich auch gewaltig nervt ist die Anzahl der Update-Vorgänge bzw. Neustarts. Wer in den letzten Wochen schon mal ein Windows 7 ohne SP aufgesetzt hat, weiß was ich meine: Selbst nach dem fünften Neustart findet er immer noch neue Updates, die er gerade eben noch nicht finden wollte. Was soll das? Bei meinem Ubuntu war das ein einmaliger Vorgang. Updates suchen, installieren, neustarten, gut wars. Warum klappt das nach über 20 Jahren Windows immer noch nicht, in einem Rutsch Updates zu suchen und Abhängigkeiten aufzulösen?