Beiträge von Unseen im Thema „AM3+ oder FM2?“

    Gibt auch cpufreq-info nicht die 4 GHz aus? Steht in der Ausgabe von dmesg irgendwo was von Boost bzw. boost?


    Sowohl Intel als auch AMD haben ihre Turbo-Features irgendwie "durch die Hintertür" in die CPU gebastelt, damit die auch funktionieren wenn das Betriebssystem nur die normalen Stromsparmechanismen zum Runterdrehen der Taktfrequenzen kennen. Lästiger Seiteneffekt ist dabei, dass das dafür auch nicht in diesen Anzeigen auftaucht, aber es würde mich sehr wundern wenn es nicht irgendwo Tools gäbe um trotzdem nachzuschauen.

    Da ist dann wohl schon die leichte Übertaktung, welche vom Prozessor von Haus aus unterstützt wird, mit drin. Werd ich aber wieder abschalten, frisst nur unnötig Strom, und macht das Kraut nicht fett.


    Wenn du damit das "Turbo Core"-Feature der CPU meinst: Wenn dein Betriebssystem nicht total falsch eingestellt ist, taktet die CPU nur dann höher wenn irgendwas die Rechenleistung gerade auch braucht. Das kann insgesamt auch Energie sparen wenn der Mehrverbrauch durch den höheren Takt vom Laufzeitgewinn ausgeglichen wird.

    Da bin ich noch am überlegen, im Moment hab ich noch ne 250GB HD, die bringt aber gute 100MB/s, das genügt doch.


    Die maximale Lesegeschwindigkeit ist nicht unbedingt das interessante an SSDs - deine Festplatte mag zwar >100MByte/s liefern können wenn man die Daten linear ausliest, aber wenn kleine, nicht hintereinanderliegende Datenstücke gelesen werden sollen dürften nur um die 100 Lesezugriffe pro Sekunde (IOPS, I/O operations per second) drin sein weil die Zugriffszeit der Festplatte im Bereich von ungefähr 10 Millisekunden liegt. Bei SSDs sind die Zugriffszeiten irgendwo im Mikrosekundenbereich, daher schaffen die je nach Modell einige 10.000 bis 100.000 IOPS. Wenn das Betriebssystem bei einem Programmstart (oder beim Starten) diverse Fragmente von verschiedenen DLLs laden muss macht das einen spürbaren Unterschied - für die "gefühlte Geschwindigkeit" eines PCs bewirkt der Wechsel von Festplatte zu SSD mehr als ein schnellerer Prozessor oder mehr RAM (falls die Kiste vorher nicht ständig swappte - aber selbst das würde schneller werden).

    Zitat

    Ich bin da halt auch noch sehr skeptisch, allgemein mit Chipbasierten Datenträgern, weil da im Falle eines Defekts meist gar nichts mehr zu retten ist, gegenüber von Magnet- oder Optischen Medien, da kann man meist noch einen Teil zumindest retten.


    Wie, du hast keine Backups?

    Ich meinte jetzt speziell den Grafikchip da drin, da ich ein Display mit 2048x1152 hab, was nicht jede Karte problemlos unterstützt.


    Die Grafikkarte im Prozessor sollte es können, das Board auf dem der steckt sollte allerdings entweder einen Displayport-Anschluss (wenn dein Display das hat) oder einen Dual-Link-DVI-Anschluss haben. Mit HDMI gehts nicht und ich würde mich nicht wundern wenn ein paar Hersteller etwas sparsam sind und nur Single-Link-DVI verbauen.

    wenn ein nicht korrigierbarer Fehler auftritt (Bei Erkennen wird ein Reboot erzwungen damit auf keinen Fall mit defekten Daten weitergearbeitet wird).


    Wie unelegant - in solchen Fällen sollte das System eigentlich nur die Prozesse abschiessen, die vom Fehler betroffen sind (ich meine mich zu erinnern, dass Multics das schon konnte). In Linux ist was in der Richtung auch schon länger implementiert (hwpoison, siehe mm/memory-failure.c).

    Für die Nicht-ECC-RAM-Nutzer würde ich jetzt gerne noch einen Online-Hintergrund-Speichertester empfehlen, aber dummerweise ist dessen Code nicht veröffentlicht worden und insgesamt auch nur so weit gereift, dass es als Demonstration der Funktionalität taugt. ;)

    Zum Stromverbrauch hab ich immer cpufreq am Laufen, das taktet den dann runter, wenn er nichts zu tun hat, da wird sich das dann schon in Grenzen halten.


    Ist der Idle-Stromverbrauch für dich ein Faktor? Das würde wieder für Intel statt AMD sprechen.