Beiträge von Gerrit im Thema „AM3+ oder FM2?“

    Ich hab hier noch einen AMD Athlon(tm) 64 X2 Dual Core Processor 5200+ (2.6 GHz, die Version mit 1MB L2-Cache pro Core). Der bringt:

    Code
    type             16 bytes     64 bytes    256 bytes   1024 bytes   8192 bytes
    aes-256 cbc      76365.15k   114917.01k   133976.36k   139939.36k   141617.49k

    Reicht mir im Fileserver immer noch mehr als aus und läuft so seit ca. 2008 problemlos.


    Tests mit "openssl speed aes-256-cbc" sind auch sehr erschreckend, da ist sogar mein alter X2 245e schneller.

    Hat diese CPU die AES-Befehle? Wenn ja, benutzt dein Benchmark sie? Openssl 1.0.1 und neuer soll es können.

    Laut Wikipedia sind die Befehle in folgenden Baureihen von AMD zu finden:

    AMD Bulldozer-based processors.
    AMD Piledriver-based processors.
    AMD Jaguar-based processors.

    Würde sowas auch gehen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Nur wenn das Interface am Rechner das kann (Handbuch lesen). Ist oft nur bei Laptops der Fall. PS/2 ist eben kein Bus sondern du hast 6 Pins von denen 4 (2 davon +5V und GND) benutzt werden, man also einen zweiten Kanal auf den zwei freien Pins unterbringen kann.

    Ich denke auch, dass der RAM richtig gut ist.

    Was ist der Unterschied zwischen 'OK', also funktioniert einwandfrei und 'richtig gut'? Ich hab an von mir verbautes RAM eigentlich keine hohen Erwartungen, es muss nur die Daten bei Anfrage wieder genauso rausrücken wie ich sie reingeschrieben habe. Mehr will ich gar nicht.

    Ich mache mir allerdings vor dem Verbauen neuer Speichermedien, ob RAM oder HD die Mühe ausgiebig zu testen. Im Moment tue ich das mit einer 3TB HD. Bevor die mit Daten befüllt wird darf sie erstmal beweisen, daß jeder Sektor OK ist. Einmal vollschreiben und wieder auslesen dauert so ca. 1 Tag.

    Dachte ich eigentlich auch, vielleicht war er deswegen so günstig , kostet wo anders überall mehr, und nen Gutschein hatte ich auch noch. Im Zweifel schick ich ihn zurück. Woran erkenn ich sicher, daß es RAMsch ist?

    Eine lange memtest86-Session laufen lassen. So 2-3 Tage. Das ist immer noch keine Garantie, aber wenn er dabei auch nur 1 Fehler findet hat der Speicher Probleme.

    Gerrit: Die peinlichen Sachen liegen nur bei mir zu Hause auf dem Server, oder externen Festplatten :) . Ich trenne grundsätzlich System und Daten, damit auch bei einem Crash nicht alles auf einmal kaputt ist. Einen Garantiefall hatte ich bislang noch nie, und bei den Preisen lohnt sich der Aufwand schon fast gar nicht mehr... Aber prinzipiell hast du natürlich recht. Andererseit denke ich mir immer, wer etwas verschlüsselt, hat etwas zu verbergen, und macht sich schon mal von Grund auf verdächtig.

    JEDER hat was zu verbergen. Nennt sich Privatsphäre. Also sollte man alles tun um diese zu schützen.

    Crypto brauch ich nicht, so sensibel sind meine Daten nicht.

    Das meinst du, über die Jahre sammelt sich in $HOME so einiges an von dem man nicht will, daß es andere erfahren. Muss nichts illegales sein, peinliches reicht.

    Mit Verschlüsselung kann ich eine defekte (ganz oder teilweise) HD guten Gewissens auf Garantie tauschen. Ohne bleibt immer ein komisches Gefühl.

    Und bei einem Laptop sollte man IMMER verschlüsseln, die bekommen viel zu schnell Beine.

    3 Cores sind problemlos zu benutzen,

    1 Core für OS incl. Crypto für die HD-Verschlüsselung.
    1 Core für die Applikation mit der du arbeitest
    1 Core für Zeug im Hintergrund wie Virenscanner, Multitasking usw.

    und sobald man anfängt virtuelle Maschinen zu benutzen kann man sowieso nicht genug Cores haben. Unterhalb von Quadcore würde ich nicht mehr neu kaufen.


    Wie unelegant - in solchen Fällen sollte das System eigentlich nur die Prozesse abschiessen, die vom Fehler betroffen sind (ich meine mich zu erinnern, dass Multics das schon konnte). In Linux ist was in der Richtung auch schon länger implementiert (hwpoison, siehe mm/memory-failure.c).

    Solaris macht das so und die Begründung ist, daß jeglicher weitere Betrieb unterbleiben muss damit 100% gewährleistet ist, daß nicht mit defekten Daten weitergearbeutet wird. Je nachdem welcher Prozess betroffen ist (I/O z.B.) ist sowieso kein brauchbarer Betrieb mehr möglich. Vom Standpunkt 'Datensicherheit geht über alles' ist die sofortige System panic die einzig richtige Strategie. Serverhardware benutzt ECC auch nicht nur im RAM sondern auf allen Datenpfaden innerhalb des Systems.

    Korrigierbare Fehler die zu oft auftreten führen nur zu einer Stillegung der betroffenen Page und einem Eintrag im syslog.


    Zitat


    Für die Nicht-ECC-RAM-Nutzer würde ich jetzt gerne noch einen Online-Hintergrund-Speichertester empfehlen, aber dummerweise ist dessen Code nicht veröffentlicht worden und insgesamt auch nur so weit gereift, dass es als Demonstration der Funktionalität taugt. ;)

    Die AMD-CPUs können das bei ECC-RAM in Hardware... Da läuft eine Schleife einstellbar langsam über den ganzen Speicher und testet jedes einzelne Byte. Kostet nicht messbar Bandbreite und man bekommt defektes RAM schneller gemeldet wenn man will.

    Die Auwahl an guten Boards finde ich sehr mager. Die Frage ist, warum die ECC Option nur im Serverbereich genutzt wird und im Desktopbereich nicht.
    Irgendwie scheint man diese Feature auch nicht wirklich zu vermissen, scheint mir so.

    Nein, es ist billiger weil eben 1 Chip weniger auf das Modul muss. Ausserdem kann man leicher RAMsch verkaufen (marginale RAMs die nur mit erhöhter Spannung leidlich stabil laufen) da einem dieser Versuch bei ECC-RAM sofort vom Controller gemeldet wird. Hin und wieder kippende Bits fallen bei Non-ECC erstmal nicht auf und meist schiebt man Crashes erstmal auf die Software ('Windows mal wieder'). Auch beim Board ist es billiger weil man weniger Leiterbahnen braucht und das BIOS weniger Funktionen haben muss.

    Nicht vergessen, der originale IBM-PC und spätere hatten Parity-Bits auf jedem Modul (Parity-Fehler -> System hält an). Das hörte erst mit den PS/2-Modulen auf, wobei es hier einige Boards gab die schon ECC konnten.

    Es steht jedem frei RAM ohne ECC in seinem PC zu verwenden. Aber wer schonmal ein instabiles System hatte und mit der Fehlersuche Stunden verbracht hat, der hätte die paar Euro auch drauflegen können, hätte die Nerven geschont und Zeit gespart.

    Richtig. Die Sache mit dem RAM ist ein interessantes Thema. Ich hatte damit bis dato auch noch keine Probleme, bei uns in der Firma ist es aber Pflicht, vor einem Release die Software 3 mal zu kompilieren und die Binarys binär zu vergleichen...
    Ob das damit was zu tun hat? *hmm*

    Würde ich schon sagen. Ist aber interessant wenn man sich diesen Aufwand macht anstatt gleich ordentliche Hardware zu kaufen. RAM-Fehler müssen nicht erst beim Compilieren der Release-Version auftreten, die können dir auch schon vorher den Source schreddern. Da man keine Software zu 100% testen kann muss sowas nicht gleich auffallen.

    Bei dem Grossteil der verfügbaren Boards beisst Du Auf Granit, da diese solch Speicher gar nicht unterstützen.

    Vorher nachforschen und dann passendes Board kaufen.. Gibts auch für Dektops, meist ist der Kram von ASUS. Da der Speichercontroller in der CPU ist muss es neben dem Board auch noch die CPU könnnen.

    Hier läuft ein ASUS M3A78-T mit 8 GB DDR2-ECC. So alle paar Monate finde ich einen korrigierbaren ECC-Event im Syslog. Als defekt gilt ECC-RAM übrigens erst wenn mehr als 3 korrigierbare Events derselben Speicherstelle in 24h auftreten bzw. wenn ein nicht korrigierbarer Fehler auftritt (Bei Erkennen wird ein Reboot erzwungen damit auf keinen Fall mit defekten Daten weitergearbeitet wird).


    Gerrit: Würde ich machen, wenn ich damit mein Geld verdienen müsste, aber als privater Arbeitsplatz finde ich das übertrieben. Hatte noch nie Probleme mit RAM...

    .... Zumindest keine die dir aufgefallen sind. RAM-Fehler können richtig gemein sein. Einzelbitkipper in großen Dateien merkt man erstmal nicht.

    memtest86(+) findet leider nicht alles.

    Auch hier... Sicherstellen, daß CPU und Board mit ECC-RAM zurechtkommen und dieses verwenden. Schliesst INTeL leider schonmal aus, da geht das erst ab den XEON.

    Wer einmal richtig Ärger mit instabilem RAM hatte gibt die paar Euro extra mit Freuden aus.