Beiträge von mc71 im Thema „EPROM-PLAs gesucht!“

    Man braucht auch noch ein Signal, das (zwischen RAS und CAS) die Multiplexer für den DRAM-Adreßbus umschaltet. Das wird zwar nicht in der PLA erzeugt, aber eher unkonventionell auf der Hauptplatine und vor allem mit sehr großen Toleranzen. Deshalb kommt es zu Problemen, wenn das PLA-Derivat zu schnell ist. Dumm nur, daß Eproms zwar eine maximale Reaktionszeit zusichern, aber niemand verbietet daß sie nicht auch wesentlich schneller sein dürfen. Von dabei auftretenden Überschwingern mal ganz abgesehen.

    Und das andere Problem: Eproms wollen stabile Adreßeingänge, bevor CS aktiv wird. Was die Datenleitungen machen, wenn im aktiven Zustand eine neue Adresse kommt, weiß niemand- es kann ein glatter Übergang zum neuen Muster sein, es kann aber auch jede Menge Müll auftauchen bis die Leitungen stabil sind, und es kann passieren daß die Datenleitungen wesentlich länger brauchen als bei der 'richtigen' Reihenfolge. Und die kurzfristigen Störungen wiederum können die RAM-Chips derart durcheinanderbringen, daß sie scheinbar planlos Daten im Speicher umherkopieren. (So einen Effekt hatten wir doch gerade erst an anderer Stelle?)

    Will sagen:
    - es ist erstaunlich, daß Eprom-PLA überhaupt funktionieren
    - es hängt vom Hersteller der Eproms, deren Charge, und der genauen Konstitution des Mainboards ab, ob es klappt
    - extrem kurze Zugriffszeiten sind nicht von Vorteil.

    ... ich habe sogar den Verdacht, daß manche modernen Typen der 100ns/120ns Klasse einen wesentlich schnelleren Kern und künstlich gebremste Ausgänge haben, was die besagten Probleme quasi wegfiltert...

    Zum Testen ist die Lösung ideal. :)

    Zum Testen ein Bauteil zu verwenden von dem ich weiß daß es in x Prozent aller Fälle nicht funktioniert scheint mir _etwas_ verwegen...

    (übrigens, waren es nicht tendeziell eher die besonders schnellen Eprom-Typen, die gar nicht funktionieren wollen?)