Beiträge von Retrofan im Thema „Windows-8-Frust zwingt Microsoft zu Kurswechsel“

    der Hauptgrund bei mir ist allerdings, daß Festplatten,etc im 24/7 Modus als Heizkraftwerke bekanntlich (?) auf die Dauer nicht gerade neuer werden.


    Das mag auf Desktops ja alles zutreffen. ABER ich verwende ein MacBook – Der Lüfter läuft da nur, wenn es was zu arbeiten gibt – genauso die Festplatten und die Bildschirme. Der Hauptgrund für das Laufenlassen (inkl. Schlafmodus) bei mir ist nun mal, dass ich den Rechner aktiv pro Tag meistens (außer ich bin beim Kunden) ohnehin 8 – 16 Stunden nutze, da lohnt sich das Ausschalten einfach nicht – vor allem, weil es dann einfach zu lang dauert, nach dem Starten in allen Programmen genau an der Stelle zu sein, wo ich vorher war – obwohl immer mehr Programme sich ihren Zustand beim Beenden merken. Und den einen zusätzlichen Euro (oder wie viel das sein mag) Ökostrom im Monat zahle ich für den Luxus gerne. Zumal mein Notebook ja im Betrieb deutlich weniger verbraucht, als die Stand-PCs vieler anderer Foristen hier.

    BTW: Mir ist übrigens noch nie ne HD abgeraucht - war u.U. nicht nur Glück


    Mir auch nicht – toi, toi, toi.

    Mit einer vierköpfigen Familie kommen Stromkosten zusammen, wenn man alle Kisten (PCs, Notebooks, Handys, etc.) standig am Netz lässt.


    Ich lasse ja nicht "alle" Kisten laufen, sondern mein Arbeits-Notebook. Desktops verwende ich zum Arbeiten ja schon seit vielen Jahren nicht mehr (den letzten Desktop-Arbeitsrechner habe ich im vorigen Jahrtausend gekauft). Mein Notebook wird selbst bei Dauerbetrieb übers Jahr weniger Strom saugen, als ein hochgezüchteter Desktop-PC, der nur 4 Stunden an ist und dann immer brav ausgeschaltet wird. Daher hält sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen.

    Ich boote jeden Tag hoch und schalte die Rechner nach Benutzung auch komplett aus und schalte die Steckdosenleiste ab, um Strom zu sparen.


    Sehr löblich – unterstütze ich voll. Aber für mich ist das nix. Und wenn man sparsame Geräte benutzt, relativiert sich der Aufwand.

    Und dazwischen hast du was gemacht? Dauerlauf? Also echter Dauerlauf? Freut auch die Stromrechnung.


    Kommt darauf an. Wenn der Rechner nachts nichts zu tun bekommt, dann fällt er in den Schlafmodus, wenn ich ihm noch was zu tun gebe (Videos konvertieren, Rendern, Downloads ...), dann eben nicht. Im Vergleich zu meinem Kühlschrank und meinem Röhren-Fernseher dürfte der Notebook-Stromverbrauch nicht sonderlich auffallen – zumal ich den externen Monitor bei Nichtgebrauch ausstelle, die 2 externen Platten sowieso fast immer im Ruhemodus sind und ich zu einem bezahlbaren Ökostromanbieter gewechselt bin.

    Und, wie viel verbraucht jener Laptop in der Zeit so an Leistung?


    Laut Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. rund 1W im Standby, 9W während er läuft, ohne genutzt zu werden (idle). Unter Vollast wohl weniger als 85W, weil mehr das Netzteil nicht liefern kann – dürfte aber meistens deutlich weniger sein.

    Und, wie lange braucht ein System-Boot, und wie lange braucht ein mal ausm Ruhezustand hoch kommen? Ziemlich genau gleich lang, zumindest bei den Rechnern die hier rum stehen.


    Bei mir dauert das nicht gleich lang – der Boot dauert gefühlt 30 Sek. (nie gestoppt), Aufwachen dauert etwa 1 Sek. (Mac OS X) – ist quasi instant.

    Einziger echter Vorteil ist der, dass das System genau da weiter macht, wo man das letzte mal aufgehört hat, also selbe Fenster und Programme nach wie vor offen. Hat allerdings dann auch wieder seine Nachteile, wenn das liebe Windoof sich mal wieder verschluckt.


    Erstens verwende ich kein Windows (außer wenn ich mal was testen muss), zweitens ist genau der von dir genannte Aspekt zentral für mich. Bei mir laufen durchgehend einige Programme (momentan sind es ca. 15 laut Dockleiste) mit vielen offenen Dokumenten, Browser mit vielen Tabs (gerade um die 100), in denen ich z.T. parallel schreibe (auch mal über Tage hinweg), alles verteilt über mehrer Schirme und Workspaces – da will ich nicht durch Neustarts in meinem "Flow" unterbrochen werden.

    Mein Macbook [...] schalte ich wirklich nicht mehr ab sondern schicke es immer nur pennen wenn ich es nicht brauche.


    So mache ich das auch.

    Wenn also dein Notebook Strom verbraucht ist es nicht im Ruhezustand, sondern im Standby!


    Das ist Microsoft-Sprech. Beim Mac heißt das alles Ruhezustand (zumindest auf deutsch) – und der Mac entscheidet selbsttätig, wie er da verfährt – bei Intel-Notebooks (also MacBooks) verwendet er meines Wissens nach Safe-Sleep, also kombiniertes Supend-to-RAM und Suspend-to-Disk für den Ruhezustand.

    Dann ging der Acer im Frühjahr 2012 kaputt, und ich versuchte, mit dem Tablet weiter zu machen, das habe ich gerade mal 5 Tage ausgehalten


    Nun, erst einmal ist ein Tablet kein PC – selbst mit Windows drauf. Und dann ist Windows 7 (und alle anderen MS-Systeme davor) nicht gerade ein brauchbares OS für Tablets. Deshalb sind die Slate-PC-Versuche (z.B. HP) von 2010 ja auch kläglich gescheitert. Auch daran war MS schuld – hat seine "Partner" mal wieder sauber ins Messer laufen lassen – wie schon bei den unsäglichen UMPCs. Ich persönlich könnte meinen Job auch nicht mit einem Tablet (oder Netbook) machen – und trotzdem sehe ich die rasante Entwicklung in die Richtung Mobile-Computing/Post-PC.

    Jetzt habe ich ein schnelles BS (irre kurze Bootzeiten)


    Als wenn das wichtig wäre. Wen interessiert es, ob ein OS zum Booten 7 oder 20 Sek. braucht? Das letzte Mal, dass ich gebootet habe, war (gerade mal nachgucken ...) vor über 38 Tagen. Hat das 20 Sek. gedauert? Keine Ahnung – da war ich wohl gerade nicht im Zimmer, sondern habe mir einen Kaffee geholt. ;) Soll heißen: wer bootet denn überhaupt noch seinen Rechner täglich? Wie ein Tablet oder Smartphone, lasse ich ich auch mein Notebook einfach an und wenn ich mich daran setze ist es einfach da – sofort – alles andere wäre mir zu lang wenn ich wirklich was machen will/muss. Gebootet wird nach einem Systemupdate oder mal zwischendurch zur System-Hygiene, im Endeffekt keine 10 Mal im Jahr.

    nirgendswo dieses verdammte schice SPACE... Ich versuchte es mit den Tasten S, P, A, C, E, nacheinander, gleichzeitig, nix...


    Da fällt mir ein, dass die Samsung-Ingenieure mal richtig witzig waren: Auf der Fernbedienung meines Festplattenrecorders befindet sich wirklich ein ANYKEY – echt, genauso beschriftet.

    Und wie schauts in den Hunderttausenden Büros da draußen aus? Sollen die zukünftig ihren Mitarbeitern auch n Tablet nebst Blauzahn-Tastatur hinstellen?


    Nein, wieso? Davon war doch nicht die Rede. Wir sprechen hier doch überwiegend über private Nutzung und es war die Rede von "einem Brief", nicht 8h-Sekretärinnen-Arbeit. Warum wollen immer alle das Kind mit dem Bade ausschütten? Niemand will und wird ALLE PCs durch Tablets ersetzen – sondern nur da, wo komplette PCs eh überflüssig sind – und das ist an verdammt vielen Stellen – vor allem im privaten Bereich (aber nicht nur).

    Keiner wird einen Brief auf 'nem Tablet verfassen wollen, oder?!


    Warum nicht? Erstens sind die meisten privaten Briefe heutzutage ähnlich kurz, wie SMS ("hiermit möchte ich mein XYZ-Abo zum nächstmöglichen Termin abbestellen. Mit freundlichen Grüßen, Name") und zweitens kostet es es einen nur wenig Mühe und 20 Euro, eine Bluetooth-Tastatur anzukoppeln, wenn man wirklich mal eine ganze DIN-A4-Seite vollschreiben möchte (da funktionieren dann sogar auf dem iPad Strg-X/C/V, Cursortasten etc.). Das wird aber bei den meisten privaten Nutzern ein oder zweimal im Monat vorkommen. Überhaupt wurde bislang überschätzt, welch "aufwändige" Tätigkeiten mit einem privaten PC-Boliden so angestellt werden. Meisten wird nur gesurft und im Netz eingekauft, Online-Banking gemacht, ein wenig Fotos und Songs verwaltet und ansonsten gespielt.

    Das hängt weniger mit Windows 8 in bezug auf Windows 7, als mit dem Trend zum hippen Tablet zusammen.


    Dann solltest du nicht unerwähnt lassen, dass MS selbst und Partner auch Tablets mit Win8 und WinRT anbieten – werden aber anscheinend auch nicht gern gekauft. Und das, obwohl Win8 wegen der Tablets so aussieht, wie es aussieht, die Kacheln wurden quasi speziell dafür gemacht (vertikal stehende Touchscreens in AIOs und Notebooks sind hingegen ergonomisch unsinnig) – dass sich die Desktop-User über das neue GUI beschweren, hat MS zuerst ja nicht gekümmert. Aber wenn MS nicht die Tablet-Kacheloberfläche integriert hätte – was hätten sie denn sonst bewerben sollen? Ein weiteres, großes Feature fehlt ja offensichtlich – alles ist natürlich im Detail etwas optimiert und verbessert – aber ob man ohne Kacheln überhaupt mehr Lizenzen verkauft hätte?

    Also: Windows 8 sollte vor allem den Tablet-Markt aufrollen – das ist nicht geschehen und die Tablet-Hersteller sind unzufrieden. Windows 8 sollte auch die PC-Verkäufe ankurbeln – das Gegenteil ist der Fall, die Verkäufe sind größtenteils eingebrochen, was wiederum die PC-Hersteller unzufrieden macht. Und Windows 8 sollte die PC-Nutzer an die Kacheln gewöhnen, damit sie sich beim nächsten Smartphone-Kauf ebenfalls für ein Kachelgerät entscheiden – auch hier ist der Erfolg noch bescheiden. Insgesamt hat MS das Ding gewaltig in den Sand gesetzt.

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