Beiträge von Retrofan im Thema „Nintendo Marketing“

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    "Die besseren Zahlen speisen sich wohl vor allem aus der Zugkraft einiger Spiele-Titel. So soll sich „Super Smash Bros.“ für die 3DS von April bis September weltweit 3,22 Millionen Mal verkauft haben. Von der 3DS-Konsole konnten 2,09 Millionen Stück abgesetzt werden und insgesamt rund 23,3 Millionen Spiele für diese Plattform. Für die Konsole Wii U sollen sich laut Nintendo sowohl „Mario Kart 8“ als auch „Hyrule Warriors“ kontinuierlich gut verkauft haben. Dabei zog auch der Verkauf der Konsole Wii U stärker an ..."

    Nintendos Geheimwaffe ist und bleibt wohl die Software. Mit guten Umsetzungen ihrer bekannten Franchises (Mario, Zelda ...) haben sie bislang noch jede ihrer Konsolen auf Erfolgskurs gebracht. Es scheint so, als würde das auch dieses Mal wieder funktionieren. Vielleicht entfachen sie aber auch nur ein Strohfeuer – ich denke, dieses Weihnachtsgeschäft wird es zeigen.

    Ganz so schlimm, wie einige Auguren meinten, lief es für den Nintendo-Konkurrenten Sony im letztem Quartal denn doch nicht.
    Gewinnsprung für Sony


    Die Nachrichten zu Nintendos Konkurrenten Sony sind irgendwie widersprüchlich (bzw. einem Auf und Ab unterworfen): Jetzt geht es ihnen doch nicht so gut:

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    "Der japanische Elektronik-Riese Sony rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem drastisch höheren Verlust wegen Problemen im Smartphone-Geschäft. [...] Sony kämpft schon seit Jahren mit roten Zahlen, die vor allem im Geschäft mit Fernsehgeräten entstanden. [...] Sony setzt bei Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das den Markt mit über 80 Prozent dominiert. Allerdings gibt es viele Hersteller von Android-Geräten – und den Großteil des Gewinns sahnt Samsung ab. [...] Im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni hatte Sony bei mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets einen operativen Verlust von 2,7 Milliarden Yen verbucht. [...] Schon im vergangenen Geschäftsjahr hatte es mit einem Verlust von über 128 Milliarden Yen tiefrote Zahlen gegeben. Damit verlor Sony in fünf der sechs vergangenen Jahre Geld."

    Normalerweise ist es ja gut, sich breit aufzustellen und so Verluste in einer Sparte mit Gewinnen in einer anderen aufzufangen. Nintendo kann das nicht und das gilt allgemein als Schwäche bzw. Risiko. Aber bei Sony läuft es in so vielen Bereichen schlecht und nur in einigen wenigen wirklich gut, dass man ihnen gerne empfehlen würde, sich von weiteren Sparten (nach den PCs/Notebooks) zu trennen. Richtig gut läuft es nur im Filmgeschäft und bei Spielkonsolen (dank PS4 Erfolg).

    Ganz so schlimm, wie einige Auguren meinten, lief es für den Nintendo-Konkurrenten Sony im letztem Quartal denn doch nicht.

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    Von der Filmsparte erwartet man nichts anderes, als dass sie Gewinne abwirft aber auch der Games-Bereich hat (dank PS4) kräftig Geld in die Kassen gespült. Bei Smartphones und Kameras lief es nur mittelprächtig. Den Computer-Bereich (Vaio ...) hatte man ja letztes Jahr verkauft.

    Viele Auguren hatten gehofft und gemutmaßt, Mario Kart 8 würde Nintendo aus der Krise führen und das Spiel hat sich ja auch gut verkauft. Wie man in Post Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. nachlesen kann, war ich skeptisch, dass man das Ruder mit nur einem Spiel (selbst wenn es erfolgreich sein sollte) herumreißen kann und so scheint es sich nun auch darzustellen:

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    Die Wii U Verkäufe zogen aufgrund des Mario Kart Releases zwar kräftig an aber das reichte nicht, um einen operativen Verlust zu verhindern. Jetzt hofft man bei Nintendo auf Super Smash Bros. und Pokemon.

    Dem größten Konkurrenten (wenn man von Apple und Googlesung mal absieht) Sony geht es (allgemein, nicht auf Konsolen beschränkt) aber auch nicht sehr gut:

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    Und Microsoft hat in Folge seines Umbauprozesses gerade seine Xbox-TV-Pläne begraben. Wobei MS im Gegensatz zu seinen Konkurrenten wenigstens nicht versuchen muss, mit einer mobilen Spielkonsole gegen die Smartphone-Konkurrenz anzukommen. Allerdings fährt deren Nokia-Sparte auch nicht gerade Gewinne ein.

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    Obwohl sich Konsolenspiele nach wie vor gut verkaufen, haben alle Konsolenhersteller (unterschiedliche) Probleme. Aber Nintendo triffte es meines Erachtens am härtesten, weil deren Zielgruppe am ehesten zu Smartphone/Smart-TV-Games greifen werden und man keine weiteren Standbeine hat, die die Verluste irgendwie kompensieren könnten.

    Passend dazu:


    Klingt für mich wie pfeifen im Walde. Der Autor hat ja auch keine Idee, wie es weitergehen soll. Durchhalteparolen und das Verweisen auf frühere Glanzzeiten bringen nicht sehr viel. Gerade hat Nintendo neue Geschäfts-Zahlen geliefert:

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    Das Geschäftsjahr hat Nintendo mit einem Verlust von 23 Mrd. Yen (165 Mio. €) beendet (Vorjahr 7 Mrd. Gewinn). Sie haben nur 310.000 Wii U im letzten Quartal verkauft, etwas über 6 Mio. insgesamt. (MS hat schon 5 Mio. Xbox One und Sony 7 Mio. PS4 verkauft). Auch der Absatz des 3DS ging im letzten Jahr um 13% zurück (statt zu steigen). Damit wurden statt angepeilter 18 Mio. 3DS nur rund 12 Mio. verkauft. Offizieller Hoffnungsträger für Nintendo: "Mario Kart". Ob das reicht, um langfristig wieder Gewinn zu machen? Ich glaube nicht, Tim.

    Auf die schlechten Prognosen von Nintendo folgen die Reaktionen:

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    "Die Aktie des Videospielkonzerns Nintendo schloss sechs Prozent im Minus. Die Firma hatte die Anleger vor einem Verlust gewarnt, weil der Erfolg der neuen Spielkonsole Wii U ausbleibt. Zeitweise verlor das Papier sogar 18,5 Prozent. Damit steigt der Druck auf den Erfinder der Figur 'Super Mario', die Geschäftspolitik zu ändern und Spiele auch für Konkurrenzkonsolen anzubieten. Bislang können Nintendo-Spiele nur auf eigenen Geräten benutzt werden. Immer mehr Anwender spielen aber auf Tablet-PCs oder Smartphones."

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    "Nintendo ist in der Zwickmühle: Bei den stationären Konsolen hängen Sony mit der PS4 und Microsoft mit der Xbox One am oberen Ende der Pyramide die technisch limitierte und mit einer mangelhaften Third-Party-Spieleversorgung kämpfende Wii U ab, und selbst im traditionellen starken Casual Games / Mobile Games-Segment knabbern Smartphones und Tablets immer größere Stücke an den traditionellen Nintendo-Handheld-Besitzständen ab. 'Angesichts der Expansion smarter Geräte studieren wir natürlich, wie man das Geschäft auch in diese Richtung ausdehnen kann', erklärte Nintendo-Präsident Satoru Iwata jetzt."

    Ich weiß nicht, wie groß die Nintendos Bar-Reserven sind und wie lange sie damit Zeit haben, eine Neu-Ausrichtung voranzutreiben.

    Und wieder gibt es eine Hiobsbotschaft von Nintendo: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    "Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem Verlust von 25 Milliarden Yen (176 Millionen Euro) statt des angekündigten Gewinns von 55 Milliarden Yen. [...] Statt 9 Millionen Wii U dürften in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr nur 2,8 Millionen verkauft werden. [...] Bei der mobilen Konsole 3DS senkte Nintendo die Absatz-Erwartung von 18 Millionen auf 13,5 Millionen Geräte." (heise.de)

    App-Anbieter > Konsolengames-Hersteller


    Geht es jetzt um die Game-Developer oder um Nintendo/Sony vs. Apple/Samsung/Google? Nintendo und Apple (als Beispiel) ist es doch völlig schnuppe, ob sie ihre Umsatz-Prozente an den Spielen mit vielen oder wenigen Entwicklerstudios erzielen. Und die Gesamt-Umsätze bei den mobilen Spielkonsolen-Games gingen nun mal zurück, während die Umsätze bei den Spielen für Phones und Tablets deutlich anstiegen. Liegt wohl an der Masse der Geräte im Markt und an den günstigen Preisen für Spiele, an der einfachen Verfügbarkeit und auch ein wenig an der Verführung durch Freemium-Modelle etc.

    Man kann jetzt natürlich wieder sagen, der Fall des einen hätte mit dem Aufstieg der anderen überhaupt nichts zu tun. Wie ja auch einige meinen, das Verschwinden der Netbooks und die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. von Desktops/Notebooks seit 3 Jahren hätte null mit dem Aufstieg der Smartphones und Tablets zu tun. Ich aber bin der Überzeugung (und damit stehe ich nicht alleine), dass das alles sehr wohl mit einander zu tun hat. Genau, wie auch Nintendo nicht gerade über den Smartphone/Tablet-Boom jubilieren wird, sondern eben darunter leidet.

    Und hoffentlich keine mehr mit "Wii" im Namen.


    Ich denke auch, dass es ein Fehler war, dem alten Namen nur einen Buchstaben als Ergänzung hinzuzufügen, das klingt halt nicht nach NextGen, sondern nach Mini-Update.

    dann liegt es hier weniger an Nintendo, sondern eher an der Softwareindustrie interessante Games für diese Console zu entwickeln.


    Das Problem für 3rd-Party-Entwickler ist halt, dass die gerne für mehrere Systeme parallel entwickeln, um bei möglichst geringen Entwicklungskosten möglichst hohe Stückzahlen zu generieren. Die haben halt keine Große Lust, auf Nintendos spezielle Controller und die eher geringe Hardware-Performance einzugehen. Daher punktet Nintendo meistens nur mit seinen eigenen Spiele-Entwicklungen.


    Kaum sage ich "Spiele-Abo und dafür Konsole umsonst" (Post 46), schon passiert’s: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – "Wer sich schnell entscheidet, bekommt die Mini-Konsole für Android-Spiele den gesamten Mai über sogar umsonst. Geld muss man dennoch berappen: BlueStacks arbeitet mit einem Abo-Modell, bei dem pro Monat sieben Dollar fällig werden."

    Heute hat Nintendos großer Konkurrent Sony die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres präsentiert: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. "Das Plus kam aber vor allem aus dem Verkauf von Tafelsilber wie Immobilien und Beteiligungen. Auch der schwächere Yen-Kurs half. [...] Ein großes Sorgenkind bleibt jedoch das Geschäft mit Fernsehern, das bereits seit neun Jahren in den roten Zahlen steckt. [...] Der Sony-Konzern mit seiner Kombination aus Heimelektronik, Spielekonsolen, Mobiltelefonen sowie Film- und Musikgeschäft galt einst als perfekt gerüstet für die digitale Revolution. Doch neue erfolgreiche Geräte und Dienste entwickelten stattdessen Rivalen wie Apple oder Samsung. [...] Auch bei Spielekonsolen und Handys ist das Geschäft für Sony nicht einfach. Der klassische Computerspiele-Markt leidet unter dem Trend zu günstigen Smartphone- und Tablet-Games. [...] Im vergangenen Jahr sank der Sony-Umsatz im Spielegeschäft um über 12 Prozent auf 707 Milliarden Yen und der operative Gewinn schmolz auf nur noch 1,7 Milliarden Yen (13 Millionen Euro) zusammen. Bei den lukrativen Smartphones kommt Sony nur auf wenige Prozent Marktanteil, während Apple und Samsung Geschäft und Profite weitgehend unter sich aufteilen. Die Sparte fuhr einen operativen Verlust von 97,2 Milliarden Yen ein."

    Ich verlinke hier mal ein paar Artikel aus der jüngeren Vergangenheit, um evtl. die Diskussion um Nintendos Zukunft nochmal anzufachen:

    24. März: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – klingt erstmal gut, aber: "Operativ blieb Nintendo in den roten Zahlen, nämlich mit 36,4 Milliarden gegenüber 37,3 Milliarden vor einem Jahr. [...] Nintendo hatte im vergangenen Weihnachtsgeschäft die neue Spielekonsole Wii U auf den Markt gebracht – Im laufenden Quartal sackten die Verkäufe aber auf weniger als 400.000 Konsolen ab. [...] Der Spielekonsolen-Branche macht die verstärkte Konkurrenz günstiger Games für Smartphones und Tablet-Computer zu schaffen."

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. titelt Engadget zu den gleichen Zahlen. "Nintendo hat ein weiteres hartes Geschäftsjahr hinter sich. Die 3DS läuft zwar nach wie vor gut (wenn auch die für letztes Jahr prognostizierten [Zahlen] nicht erreicht wurden), aber bei den Wii U-Verkäufen tut sich Nintendo schwer"

    3. Mai: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – schreibt die "deutsche PC-Qualitätspresse". Trotz der Quelle ist der Text wegen der vielen Updates einigermaßen interessant. Fazit: "Wirtschaftlich geht es mit der Wii U weiter Berg ab. Das Positive: Die Preise folgen der Konsole auf ihrem Weg nach unten. [...] Sollte Nintendo das Ruder tatsächlich noch rumreißen und mit einem überzeugenden Aufgebot neuer Spiele aufwarten können, schießen Sie hier möglicherweise ein Schnäppchen. Andernfalls komplettieren Sie günstig Ihre Sammlung ausgedienter Konsolen."

    Und hier ganz aktuelle News, die Nintendo gar nicht schmecken dürfte:
    8. Mai: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – "EAs Frostbite 3 Engine, die die Grundlage für die meisten Spiele der nächsten Generation von Games des erfolgreichen Spieleherstellers ist, wird die Wii U nicht unterstützen. [...] EA [hat] 15 Games in der Entwicklung, die die Frostbite 3 Engine nutzen, darunter große Titel wie Battlefield 4, Star Wars und das nächste Mass Effect."


    Update:
    6. Mai: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – "Entwicklern soll es einfacher gemacht werden, Spiele, die fürs Smartphone gedacht sind, auf die Wii U zu portieren. Die Wii U leider unter einem dünnen Spieleportfolio, das bislang erhältlich ist. [...] ist es vielleicht sogar der einzig richtige Schritt für die stagnierende Konsolenbranche?"

    Und weil hier Apples fallender Aktienkurs der letzten Monate mit dem steigenden von Nintendo verglichen wurde, hilft folgende Nachricht hoffentlich, Apples Zahlen nicht ganz so tragisch zu sehen und etwas besser einzuordnen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – "Apple hat im Fortune-500-Ranking der größten US-Firmen deutlich zugelegt. Wie das Wirtschaftsmagazin schreibt, gelang es dem iPhone- und Mac-Hersteller erstmals, die Fortune 10 der umsatzstärksten Konzerne zu knacken. Apple schoss um elf Ränge nach vorne und landete [...] auf Rang 6. Würde man das Ranking nach Gewinn anordnen, sähe Apples Platzierung sogar noch besser aus: In den Top 10 erzielte nur noch Exxon Mobil [...] ein noch besseres Ergebnis. [...] Derzeit ist Apple auch die einzige IT-Firma, die einen Platz unter den ersten 10 im Fortune-500-Ranking erreicht."
    Allzu düster sieht es also nicht aus und Nintendo muss weiterhin mit diesem Gegner rechnen.

    Beide Charts mal bitte von 6 Monaten auf 10 Jahre umstellen, dann weiss man wo der langfristige Trend hinläuft.


    ;) So ist es. Mal abgesehen davon, dass Aktienverläufe für die Firmen zwar ganz schön sein können (oder eben auch nicht) – aber kaum ein Gradmesser für Verkäufe, Umsatz, Gewinn oder Barvermögen darstellen, sondern eher Poker gleicht. Die Apple-Aktie ist halt einige Zeit hochgejubelt worden und jetzt wieder auf ein realistisches Maß gefallen. Und dann kommt es ja auch darauf an, in welchem Bereich sich der Aktienpreis eines Unternehmens überhaupt bewegt. Wenn z.B. Nokia-Aktien steigen, kann das als Kurve hübsch aussehen aber das ganze Ding bewegt sich gefährlich nah an der Nullgrenze (Pennystocks), während Apples Aktien im letzten halben Jahr zwar stark eingebüsst haben, die Firma aber immer noch das zweitwertvollste Unternehmen (Aktienwert x Stückzahl) der Welt ist. Wenn man auf Aktienverläufe steht, kann man sich auch mal die von Google (Betriebssystemlieferant) und Samsung (größter Smartphone-Hersteller) angucken, die ja neben Apple weitere Konkurrenz für Nintendo darstellen.

    Ich denke, auf Nintendo kommen schwierige Zeiten zu – aber sie haben auch immer wieder überraschen können. Sie haben jetzt einfach noch mehr Konkurrenz bekommen – zu Sony und MS haben sich Google/Samsung (die zähle ich als einen Gegner) und Apple gesellt. Mal gucken, ob sie da die passenden Rezepte zur Gegenwehr haben – neue Gegner brauchen ja oft neue Abwehrmaßnahmen. Das klassischen Prinzip "Ich stellen den Kunden eine preiswerte Konsole hin und kassiere später bei den Spielen ab" wird evtl. nicht auf ewig funktionieren. Oder aber, man macht es noch extremer (ähnlich den Netzanbietern): Konsole für 1 € und verbunden mit einem kostenpflichtigen 2-Jahres Spiele-Abo. ;)

    3DS: ca. 30 Millionen verkaufte Einheiten.


    Ja und? Wie ich schon in Post 12 schrieb:

    ... gegenüber den spieletauglichen Handy-Verkäufen sind 30 Mill. Geräte in knapp 2 Jahren gar nichts. Pro Tag werden 1,5 Mill. Androiden bei Google freigeschaltet und selbst der kleine Konkurrent Apple hat allein im letzten Quartal knapp 50 Mill. iPhones und über 20 Mill. iPads verkauft. Natürlich werden nicht alle diese Geräte zum Spielen verwendet – aber genauso, wie der Computer den Konsolen das Leben schwer gemacht hat, so machen jetzt die Smartphones den mobilen Konsolen das Leben schwer.


    Das dürfte auch zeigen, ob ich mich nur auf die Wii U Verkäufe konzentriere: Antwort: Nein – ich gucke mir das ganze Nintendo Geschäft an.

    Dumme die Geld ausgeben finden sich immer mehr bei Smartphones und Tablets.


    Inwiefern sind Kunden, die Geld für "Mobile Device"-Spiele ausgeben, dümmer als die, die 30 x soviel Geld für ein Konsolenspiel ausgeben? Das erschließt sich mir nicht.

    Dumm sind vielleicht die, die 500 Euro in In-App-Käufe stecken! Aber solche Funktionen kann man ja glücklicherweise global ausschalten und das sollten vor allem Eltern bei den Devices ihrer Kinder auch tun – oder ihnen besser gar nicht erst das Passwort für den App-Store verraten. Und auch auf modernen Konsolen, wie der Xbox, kann man irgendwelche Points kaufen und dann in Minispielchen und Ad-Ons etc. versenken. Und manche zahlen monatlich nicht ganz unerheblich Summen, um an WoW oder ähnlichem teilzunehmen und kaufen dort auch für echtes Geld irgendwelche Items. Ist das schlau?

    Fuer Android kann JEDER entwickeln. Egal wie inkompetent und arm er/sie ist.


    Das mag sein. Allerdings werden auf einer Gamedeveloper Konferenz mit 2.500 Teilnehmern nicht vorwiegend die hundertsausenden Android-Hobby-Programmierer herumlaufen, sondern schon eher die Branchengrößen (oftmals ist bei solchen Veranstaltungen der Eintrittspreis nicht ohne). Das kann man auch daran erkennen, dass immerhin 15% der Anwesenden auch für PS3 entwickeln und welcher Hobbyist kann das schon. (Übrigens meint "Mobile Devices", wenn es um Umsätze/Gewinne geht, größtenteils immer noch iOS – und nicht Android). Aber klar, wenn einem die Zahlen nicht gefallen, ist die Erhebung halt schief gelaufen. ;) Du brauchst auch gar nicht auf die Studie alleine gucken – es reicht, wenn du dir die Releases ansiehst – Wieviel neue Spiele kommen für Xbox, 3DS und Co. heraus und wieviel Spiele für iOS und PC/Mac? Ja, ich weiß, da ist eine Menge Crap dabei – aber selbst wenn du dir die 5 oder 10% wirklich guten/aufwändigen Spiele ansiehst, sind das immer noch ganze Größenklassen mehr als für Nintendo und Co. Jetzt so zu tun (wie noch vor wenigen Jahren Gang und Gäbe), als wären Games für mobiles alles nur kleine "Handyspiele" von Hobbyprogrammierern, zeugt von Unkenntnis. Guck dir die Spiele auf Basis der Unreal3- oder Unity-Engine an – das sind schon recht aufwändige Games – nicht von Hobbycodern. Und auch, dass Ubisoft, Disney, Sega, EA und andere Größen immer mehr auf das Smartphone-Pferd setzen, zeigt, wo die Zuwächse erwartet werden.

    Die Casual-Gamer werden halt heute von der Spieleindustrie oft auf den Geräten abgeholt, die sie ohnehin haben: Smartphones und zunehmend Tablets. Man benötigt kein dediziertes Gerät, die Spiele sind günstig zu haben, die Auswahl ist reichhaltig und man kann sie überall und jederzeit herunterladen. Dank Prepaid-Guthaben, Kontoabbuchung, Netzanbieter-Rechnung oder Kreditkarte kann man sie auch sehr einfach bezahlen.

    Es bleiben den Spielkonsolen-Herstellern immer mehr nur die Hardcore Spiele-Enhusiasten und die haben oftmals eher eine Konsole von Sony oder Microsoft, wenn es kein PC ist. Nintendo wird es daher meines Erachtens am Schwersten von den Big-3-Konsolen-Herstellern haben. ich kann mir gut vorstellen, dass Nintendo in 5 Jahren den Weg gehen muss, den schon Sega gegangen ist: Hardware-Produktion einstellen und die eigenen Spiel-Serien für erfolgreichere Geräte anbieten. Ist hart und ich fände es auch schade um Nintendo – aber die Märkte sind nun mal unerbittlich.

    Ich kann mich sehr wohl Tagelang ueber moderne Rechner unterhalten und das Wort Tablet oder gar Smartphone kommt darin nicht vor


    Ich kann auch tagelang über Macs reden, ohne "Windows" zu sagen – aber wenn es um Märkte geht, dann kommt man nicht drumrum. ;) Die Stagnation des PC-Marktes und das Verschwinden der Netbooks hat zwangsläufig mit Tablets und Co. zu tun. Wie Windows 8 aussieht, hat auch mit Tablets und Smartphones zu tun und auch die (kommenden) Probleme von Nintendo haben mit den "Mobile Devices" zu tun. Wenn man das ignoriert, erkennt man halt nur einen Teil der Wahrheit.

    Was ich krass fand bei der FB app war das FB meine ganzen kontakte meiner Telefonliste dur gegangen


    An der Stelle bist du schon reingefallen. Erstens installiert man sich so einen Mist erst gar nicht und zweitens verhindert man wenigstens, dass FB auf die Kontakte zugreifen kann, wenn man denn schon unbedingt meint, es ohne die App nicht auszuhalten. ;)

    Ist mir streckenweise auch schon aufgefallen, daß einige Threads verstärkt in Richtung Smartphones/Android/Tablets/Iphone/FB usw. abwandern, obwohl sie mit dem Thema nur geringfügig bis kaum etwas zu tun haben.


    Das Problem ist halt, dass jedes aktuelle IT-Thema zwangsläufig mit "Mobile Divices" zu tun hat, weil das quasi die IT von heute und morgen ist. Du kannst nicht über Märkte von PCs und Konsolen reden, ohne über die "modernen Eindringlinge" zu reden. Der PC Markt siecht vor sich hin, Spielkonsolen laufen noch ganz gut – könnten aber besser laufen. Woran liegt's? Smartphones und vor allem Tablets. Gut, man kann den Kopf in den Sand stecken – aber helfen tut das nix. Hier geht es ja um Nintendo und deren Position im Markt. Dafür reicht es eben nicht mehr, nur mit Sony und Microsoft zu vergleichen, sondern man muss auch gucken, was Google, Samsung und Apple so tun – denn das ist viel relevanter (ob es euch nun passt oder nicht - retro hin, retro her). Das dazu, was das mit dem Thema zu tun hat.

    Die Mehrheit der Spiele wird heutzutage nicht für Konsolen entwickelt, sondern (schon länger) für Computer und (seit kürzerem) für "Mobile Devices" (Smartphones und Tablets). Und diese Bereiche haben alle miteinander zu tun. Wenn Nintendo Probleme hat, hat das weniger mit Sony als vielmehr mit (u.a.) Apple zu tun – wer das nicht sieht, hat den Markt nicht verstanden.

    Guckt euch mal folgende, taufrische Studie vom Anfang diesen Jahres an: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.: Auf der amerikanischen "Game Developers Conference" (2.500 Spiele Entwickler) gaben 55% der Developer an, ihr aktuelles Spiel für "Mobile Devices" zu entwickeln. 48% der Entwickler gaben an, ihr aktuelles Spiel auch für PC und Mac zu entwickeln. "Nintendo’s consoles were the least preferred platforms with only 4.6% of developers making a WiiU game and 2% making a 3DS game." Und das ist erst der Anfang: "Even more impressive, a whopping 58% plan to release their NEXT games on these [mobile] platforms."

    Also knapp 60% der zukünftigen Spiele-Entwicklungen werden für iPhone und Co. erscheinen, knapp 50% auch für PC/Mac, unter 15% für Xbox 360 oder PS3 und unter 5% für die Wii U. Die Versorgung für Nintendo ist also unterdurchschnittlich – und zwar mit abnehmender Tendenz. Da nur mit eigenen Exklusivtiteln gegenzusteuern, ist schwierig, vor allem weil deren Promotion ganz alleine auf Nintendo selbst lastet – aber das kennt Nintendo ja. Nintendo baut kein Smartphone und kein Tablet und hat auch keinen App-Store mit Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (und 700.000 weiten Apps) in der Hinterhand. Das wird ihnen in Zukunft definitiv Schwirigkeiten bereiten. Das Konzept mit den ungewöhnlichen Controllern ging bei der ersten Wii einmal auf – aber der Controller der Wii U ist schon ein deutlich geringeres Kauf-Argument und der Rest der Technik ist eher standard.

    Nintendo ist eine tolle Firma – aber das waren Commodore und Atari auf ihre Weise auch. Genützt hat es ihnen nichts – sie wurden von der Konkurrenz vom Markt gefegt, weil sie irgendwann nichts Adäquates im Angebot hatten, um gegenzusteuern. Nintendo wird es nicht leicht haben – aber evtl. haben sie ja noch Trümpfe in der Hand. Die einzigen relevanten Trümpfe (außer interessanten Bedienkonzepten, die sich allmählich etwas totgelaufen haben), die mir in den Sinn kommen, sind Nintendo Exklusiv-Franchises, wie Zelda und Mario. Wenn diese paar Spiele nicht zünden und zeigen, was in den Konsolen steckt (auch verkaufstechnisch), dann sieht es eher düster aus.

    WOW! Gegen die Seite wirkt selbst die BILD-Zeitung subtil und feingeistig.


    Das dachte ich auch, als ich darauf stieß. Ein Sonyfanboy-Kampfblatt.

    sondern müllen hier den Thread zu.


    "müllen" ist ein hartes Wort. ;) Es ist nun mal so, dass gerade Nintendo (unter den "großen Dreien" des Konsolen-Marktes) am meisten unter den Einflüssen durch konkurrierende Technologien (hier: Mobile Devices) zu leiden hat, weil sie a) eher als Sony und MS die Casual-Gamer (die immer mehr zu Smartphones und Tablets abwandern) als die Hardcore-Gamer ansprechen und b) keine weiteren Standbeine außerhalb des Spielebereichs haben, um Problemzeiten abzufedern. Wenn sich bei MS die Xbox nicht vernünftig verkauft, können sie sie einfach quersubventionieren und aufgrund der Barbestände genügend Kohle in die Werbung stecken. Wenn es bei Nintendo nicht gut läuft, dann fehlt eben schnell das Geld für große Marketing-Aktionen. MS, Apple und Samsung stecken das ganze Jahr Geld in die Werbung (MS momentan ganz massiv, um Win8, IE, Surface und WP8 zu promoten) und bei Nintendo reicht es nur noch für die Kernzeiten (Advent/Ostern). Ich schätze, Nintendo wird es in den nächsten Jahren schwer haben, schwerer als die Konkurrenz.

    Vieleicht hilft denen ja DAS hier


    Smartphones haben mit FB ja nur am Rande zu tun – das kann jeder halten wie er mag. Ich habe auf meinem Gerät keine FB-App und halte von dem Dienst auch nichts. Wer sich das neue FB-Home auf seinen Androiden installiert ist meines Erachtens selbst schuld. Das hat mit dem Spielemarkt und Nintendo aber nur wenig zu tun.

    Vielleicht wäre das Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. etwas für dich. Ansonsten kann man Controller auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. – ist nicht schön aber praktisch, wenn man Klassiker spielen will, die sich am besten mit einem 4-Wege-Steuerkreuz bedienen lassen. Moderne Games versuchen ja eher, eine vernünftige Touchsteuerung zu implementieren (wie z.B. bei Angry Birds und Where's my Water) oder (z.B. bei Rennsimulationen) die Neigungssensoren (bzw. Gyro) zu nutzen.

    Man sollte nicht unbedingt ein Handy mit einer Spielkonsole vergleichen meiner Meinung nach...


    Doch, das muss man. Man sollte alle Marktbeeinflussungen beachten, wenn man herausfinden will, wie gut es läuft und in Zukunft laufen wird. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist leider schon von 2011 aber auch hier wird gezeigt, wie sich Smartphones auf die Mobile-Games-Verkäufe auswirken.

    Abgesehen, davon hat mich eig. kein Game im Adroid Market begeistern können


    Das mag dir persönlich so gehen – vielen geht es anders – die App Verkäufe steigen kontinuierlich an und ein großer Teil davon sind nun mal Spiele. Und ich persönlich finde, dass es eine Menge guter Smartphone-Spiele gibt. Gekauft habe ich unter anderem Dungeon Hunter 2, Infinity Blade, Die Sims Medieval, ShdowGun, FIFA, Galaxy on fire 2 HD, Lili, Bastion, Real Racing 2, Need for Speed – Most Wanted, GTA3, Wild Blood, World of Goo, Contre Jour, Sonic Racing, Plants vs. Zombies, Avatar, Cut the Rope, Where's my Water, Angry Birds Star Wars, Syder, Tentacles, Gunslugs oder auch Rayman Run. Und noch viel mehr, auch sehr gute, Spiele habe ich kostenlos herunterladen dürfen. Das ist eine Menge Spielspaß auf kleinem Raum und man muss bedenken, dass alle Spiel zusammen etwa das gekostet haben, was EIN Spiel für das 3DS kosten würde. Das Smartphone ist zwar in der Anschaffung meist teuerer (wie auch ein universeller PC oftmals teurer ist als eine Konsole) aber man kauft es ja nicht in erster Linie zum Spielen, sondern aus anderen Gründen – die Spielkonsole ist sozusagen kostenlos enthalten.

    Ausehr dem bin ich nicht der mensch fürs downloaden, (zu mindest wenn es was kostet) ich will da schon was in der Hand haben wollen, wenn ich mir ein spiel kaufe zu dem finde ich die spiele im android market oder itunes meist leblos


    Aber Downloads sind nun mal die Gegenwart und Zukunft der Spiele-Distribution (siehe App-Stores, Steam, Humble-Bundles ...). Das mit dem "in der Hand halten" ist auch eine Generationen-Frage und für 90 ct oder 2,50 Euro kann man nun mal nicht noch einen Karton und eine gedruckte Anleitung verlangen. Und der geringe Anschaffungspreis kompensiert auch, dass man Downloads (noch) nicht (überall) "gebraucht" weiterverkaufen kann.

    Dass Smartphones und Tablets den traditionellen Konsolen und Handhelds zu schaffen machen, leuchtet ein.


    Schön, dass das auch hier mal jemand ähnlich sieht. Auch die PC-Branche hat ja lange gebraucht, einzusehen, dass Smartphones und vor allem Tablets mitverantwortlich für die schleppenden PC-Verkäufe und vor allem Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sind. Gut, es gibt auch andere Faktoren, wie z.B. Windows 8, das eigentlich die PC-Verkäufe anfeuern sollte Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Andererseits war die gerade zu Ende gehende Konsolengeneration (PS3, Xbox 360, Wii) die erfolgreichste, die es je gab


    Das liegt auch daran, dass grundsätzlich immer mehr Menschen in der Welt an den Errungenschaften der Unterhaltungselektronik teilhaben können. Haben sich denn auch die Verkäufe in Westeuropa und den USA erhöht? Und selbst wenn – auch bei uns kaufen immer mehr Menschen elektronische Geräte (Apple allein verkauft in einem Jahr mehr Macs als C64 jemals verkauft wurden) – man muss eher gucken, wie viele Konsolen und Spiele es hätten sein können, wenn Einflussfaktoren (PCs, Smartphones, Tablets) nicht die Bedeutung erlangt hätten, die sie haben.

    Aber wer kauft seinem Kind ein Smartphone?


    Jeder? Mal im Ernst – auch Konsolen werden nicht nur von Kindern gekauft (bzw. von deren Eltern) und genutzt. Die Zielgruppe ist nicht soweit von einander entfernt – im Prinzip sind es junge, männliche Erwachsene und Jugendliche (erweitert um Kinder, Mädels, ältere usw.). Und es werden auch jedes Quartal ein paar Mill. iPod touches gekauft – wahrscheinlich auch eher zum Spielen als nur zum Musikhören – und auch der läuft mit dem iPhone-Betriebssystem und greift auf das große Spieleangebot des App-Stores zurück. Und iPads/Tablets liegen oftmals in der Wohnung herum und werden von allen Familienmitgliedern genutzt – auch den Kleinen.

    Auf jeden Fall sind Nintendos Gegner nicht nur Microsoft und Sony, sondern auch Samsung/Google und Apple.