Beiträge von 1570 im Thema „SSD oder nicht?“

    Klar kann ich energiesparende Komponenten auch in einen dicken Desktoprechner einbauen. Ich bin aber schon der Meinung dass in den meisten der Fällen dieser kleinen Tischrechner wesentlich sparsamer sind. Da wird es auch sicherlich Modelle geben die nicht gleich einen Hitzetod sterben, dass die alle schlecht sind glaube ich nicht. Ich will einfach nicht mehr dies Riesenkisten mit der Kabellage unterm Tisch haben.

    Warum sollten "kleine Tischrechner" grundsätzlich sparsamer sein? Du kannst exakt die gleichen Komponenten in ein normales Gehäuse einbauen bzw. hast sogar noch deutlich größere Auswahl bei den Komponenten, während man bei vielen kleinen Gehäusen z.B. nur exakt das Netzteil verbauen kann, das eben beim Gehäuse dabei ist.

    Klar sterben nicht alle Mini-Rechner den Hitzetod, z.B. die nicht, die starke Lüfter haben - die dann wegen Platzmangel klein sein müssen und dementsprechend laut sind. Oder man baut wirklich unterdimensionierte Komponenten ein (Atom-CPUs etc.), die sich letztendlich so wie dauergedrosselte vernünftige CPUs verhalten: Die "großen" CPUs verbrauchen wenn sie idle sind auch nicht wesentlich mehr Strom, aber können im Gegensatz zu Atoms auch richtig aufdrehen.

    Warum "Riesenkisten" mehr Kabel mitbringen sollen als "Tischrechner" verstehe ich auch nicht - welche Kabel fallen bei einem Tischrechner denn weg? Das Stromkabel? Und was soll besser daran sein, diese Kabel dann auf dem Tisch zu haben statt unter dem Tisch?

    Sag' doch einfach, dass Du einen Minirechner haben willst, weil das irgendwie Deiner Meinung nach schick ist, das akzeptiere ich sofort, aber die anderen Argumente finde ich eher unglaubwürdig. ;)

    Wenn ich mir nochmal einen festen PC am Bastelplatz hinstelle(so mit dem Bau erst mal angefangen wird^^) dann würde ich mir irgendwas ganz kleines hinstellen, in Richtung MiniPC vielleicht. So eine Riesenkiste mit mehreren hundert Watt Verbrauch will ich einfach nicht mehr haben

    Wo ist denn da die Logik? Wird der Energieverbrauch durch das Gehäusevolumen vorgegeben? Wohl kaum. Die kleinen Gehäuse machen IMHO nur Ärger: frickelig beim Zusammenbauen, Belüftung häufig schwierig, dann Hitzestau und laut oder absturzgefährdet, ab und zu Ärger mit bestimmten Komponenten (vernünftige=große CPU-Kühler oder auch Grafikkarten), teilweise Probleme bei Ersatzteilbeschaffung (teure Spezialnetzteile, die dann auch noch gerne sterben und so weiter). Und wozu? Für mehr Beinfreiheit? Damit man die potenzielle Geräuschquelle statt schön unter dem Tisch direkt vor der Nase stehen hat?

    Mit dem jetzigen Laptop bin ich endlich zufrieden, leider hat er wieder nur einen Schacht.

    Ggf. kann man das DVD-Laufwerk rausnehmen und dort eine SSD/HDD einbauen, dafür gibt es Adapter. Das DVD-Laufwerk kann man dann in ein externes Gehäuse o.ä. einbauen.

    Wie schnell mein System startet ist mir egal, da ich es nur ca. 1 mal in der Woche neu starte.

    Läuft Dein Rechner einfach durch? Ansonsten: Es dürfte klar sein, dass z.B. das Aufwachen aus Suspend-To-Disk von SSD *wesentlich* schneller geht als von HDD.

    Ich habe seit 2,5 Jahren eine 64 GB OCZ (Sata 6g)im Rechner laufen. Natürlich nur für das Betriebssystem (Linux) und die Swap ist auf einer echten Platte. Gegen nerviges swappen gibt es eine einfache Lösung: echtes Ram. Auch Windoof kann man sicher das auslagern abgewöhnen.

    Ich würde auf einem Rechner, der genügend RAM hat, auch das Auslagern abschalten. Nicht wegen Abnutzung oder so, aber weil da normalerweise diese Logik gilt: "Programm braucht extrem viel RAM => Programm hat irgendeinen Bug und läuft Amok => Programm sollte eh' automatisch gekillt werden und nicht etwa Swapping triggern und den Rechner dabei unbenutzbar langsam machen".

    Bei Windows gab's da wenigstens früher allerdings wohl Probleme mit wegen eines Bugs, k.A., wie das heutzutage aussieht. Aber z.B. bei manchen Notebooks ist RAM-Upgrade ja keine Option oder teuer. Dann bringt die Auslagerungsdatei auf SSD natürlich sehr viel, und wer sich Sorgen um die Haltbarkeit der SSD macht... echt... der sollte vielleicht auch besser auf dem PC nichts tippen, was die armen RAM-Zellen darunter leiden!

    Zum Spaß können die "Temp nur auf HDD"-Leute ja auch mal z.B. den Browser-Cache testweise zwischen HDD und SSD wechseln und etwas browsen. Mag bei einem Tab keinen Unterschied machen, aber habt mal 10-20 Tabs offen und wagt nachher noch einen Browser-Neustart - dann macht das einen Riesenunterschied (wobei da mindestens die neueren Firefoxes etwas schummeln, weil sie ja seit einiger Zeit Tabs erst tatsächlich laden, wenn man sie anwählt).

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    Aufgrund des miesen Preis/Leistungs Verhältnisses würde ich keine SSD kaufen

    Oha! Und ich würde (außer für Videosammlungen) aufgrund des miesen Preis/Leistungs-Verhältnisses keine HDDs kaufen; IOPS pro Euro sind einfach viel zu gering, und ich brauche eh' keine Terabytes für Programme+Betriebssystem+Kerndaten.

    Eine SSD hat doch eine zu geringe Lebensdauer und je nachdem wie sie gequält wird, halten die Dinger nicht wirklich lange.

    Nichts für ungut, aber das ist totaler Unsinn. Es wurde dutzenfach in Tests und aus der Praxis widerlegt. Siehe z.B. auch in der c't letztens, da stand's explizit drin. Das Hauptproblem von bestimmten SSDs war insbesondere früher, dass die Firmware Schrott war (dabei erwähne ich gerne den Firmennamen "OCZ"). Der schlechte Ruf, den SSDs damals durch solche Fehlleistungen bekommen haben, gilt heutzutage nicht mehr. Schau' Dir alleine mal die Garantiedauer für SSDs an (auf Geizhals ganz einfach einsehbar), drei oder fünf Jahre sind normal; bei HDDs sind es zwei, bestenfalls drei Jahre.

    Auch rein technisch ist die Behauptung, SSDs hielten nicht lange, nicht aufrechtzuerhalten. Rechne mal aus: 120GB Speicher multipliziert mit 10 000mal Überschreiben macht 1200TB Datentransfer, bis die ersten Flash-Zellen ausfallen (inkl. Wear Levelling, etwas vereinfacht); und dann fällt noch nichtmal die SSD aus, sondern es werden erst (transparent und ohne Leistungsverlust, anders als bei HDDs) die Reserveblöcke benutzt. Wer bitte schreibt denn so viel auf einer Systempartition?

    Anecdotal Evidence: Ich habe eine Samsung-SSD von 2009 hier, läuft immer noch prima. Welche Marken zuverlässig sind, bekommt man auch schnell auf Geizhals o.ä. raus, einfach mal die Bewertungen ansehen. Ich persönlich halte Samsung und Crucial für gut. OCZ oder Kingston würde ich nicht kaufen, bei OCZ habe ich höchstselbst mal eine abrauchen sehen, bei der *definitiv* ein Firmwarefehler vorlag und nicht das Flash das Problem war (das Fehlerbild war sehr eindeutig).

    Performance-mäßig sieht's bei mir so aus, dass Linux in etwa der halben Zeit verglichen mit der HDD vorher bootet (BIOS rausgerechnet). Gemessen, nicht Bauchgefühl.

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    Für die tägliche normale Arbeit am Rechner ist eine SSD IMHO nicht nötig.

    Für "die tägliche normale Arbeit" reicht auch ein Rechner von vor zehn Jahren - was soll denn da die Aussage sein?

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    Wenn wann eine SSD zum beschleunigen einsetzten will, sollte man Temp-Ordner und die Auslagerungsdatei auf eine normale HDD auslagern.

    Genau das sind doch die Daten, die am stärksten durch die geringen Zugriffszeiten profitieren! Ein Tipp, SSDs und HDDs halten am längsten, wenn man sie ausgeschaltet im Schrank lagert...