Beiträge von 7Saturn im Thema „Schwachsinn hoch 8“

    Kann man eigendlich bei Windows 8 wieder Tags in die Dateiinfo von PDF-Dateien schreiben? Bei den Windows 7 Rechnern bei uns an der Uni geht das nämlich nicht. Da ich recht oft mit sehr langen Dateinamen hantieren muß (Autor, Titel, Untertitel usw.), lagere ich einige Sachen halt in die Tags aus, jedenfall unter XP und 2000. Wenn man das bei Windows 7 irgendwo freischalten kann, wäre ich schon glücklicher...

    Was ich mich ja schon seit Jahren wundere ist, dass es (wie es aussieht) keine Anwendung gibt, die dem User ein einfaches Tool zum Ändern von Streams bei NTFS an die Hand gibt. Also klar, gibt schon was, womit man da rumbasteln kann, aber nix GUI-Artiges, was z. B. ein "Notizzettel" an die Datei "klebt". Ich hab nämlich öfter dasselbe Problem: Entweder riesen Dateiname vergeben, oder aber irgendwo notieren, was das für eine Datei ist, oder was ich damit vor hatte. Sowas z. B. könnte man eigentlich super in den Streams unterbringen. Aber außer für das Flag für nervige "das kommt aber aus dem Intenet! (*jammer*)"-Meldungen werden die an scheinend für nix genutzt.

    Die Paketmanager unter verschiedenen Linux-Distributionen sind nicht verkehrt, aber die Probleme fangen für den Normaluser da an, wo im Paketmanager eine benötigte Anwendung nicht zu bekommen ist. Da muss nämlich der Normal-User komplett passen. Denn dann gehts auf die Shell, man muss mit gzip, tar, wget, make und was weiß ich hantieren. Unter Windows hab ich ne setup.exe, das kann jeder.

    Sowas gibts für Linux auch. Hatte ich zumindest schon mal in der Hand und benutzt. Dass das durchaus auch geht, wusstest du nicht? Nur dass bei gewissen Distributionen geradezu religiöse Züge dazu führen, dass so manches userfreundliches Prinzip kaum bis gar nicht angewendet wird, dafür kann das System an sich nix. Wie schon jemand meinte, Linux ist nur der Systemkern. Was andere für ein Brimborium drum rum aufziehen, ist eine andere Geschichte. Aber genau da sehe ich auch die große Chance: Wenn jemand das Windows-ähnlich aufzieht (und ich meine jetzt ganz sicher nicht die Optik), dann hats auch eine große Chance sich zu etablieren. Zum Glück haben das inzwischen auch einige begriffen, dass nicht jeder ein Konsolen-Junkie ist.

    Und schön, ja, diese Paketverwaltungstools halten alle Softwarepakete aktuell, richtig. Aber die wirklich kritischen Sachen wie Webbrwowser, Acrobat, Flash, Java, Antivirus usw. - selbst Libre-Office - halten unter Windows selbst Ausschau nach Updates, das ist kaum schlechter, auch wenn es manchmal zu viele Updatedienste sind, die gleichzeitig losrennen. Und es gibt durchaus für Windows Hilfstools, die die Softwareinstallation durchchecken und Softwareupdates automatisch runterladen.

    Und da gehts eben schon weiter: Man muss also etwas selbstverständliches nachrüsten. Ich hab auf meinen Windows-Kisten auch etwas entsprechendes drauf, aber es ist schon schade, dass es sowas überhaupt braucht. Man könnte das genauso gut zusammenführen. Und wenns nur ein Update-Service ist, der läuft, der dann einfach die vorhandenen Versionen auf Knopfdruck abklappert. Sowas könnte MS schon lange zur Verfügung stellen. Stattdessen bekommt man eine Website(!) die den Rechner updaten soll (bis XP), bzw. das MS-Update, dass halt (vermutlich ganz bewusst) nur nach dem MS-eigenen Zeug sucht. Ende vom Lied? Jedes Popelprogramm meint es muss was in den Autorun schmeißen, damits mal eben noch schnell nach Updates sucht, was dann auch so ausgestaltet sein kann wie bei Java: die jusched.exe läuft Tag und Nacht mit und frisst Systemressourcen, dafür dass alle paar Wochen mal n Update kommt. Man kann seine Systemleistung auch umsonst rauswerfen. Es sind teils eben wirklich die Kleinigkeiten (wie bei allen Systemen), die die Stärken sind. Das beste wäre vermutlich irgend ein Windows-MacOS-Linux-Hybrid, der alle Vorteile vereint, aber die Schwächen nicht mit nimmt. Gibbs leider nicht.

    Und wenn ich dann lese, dass beim Umstieg einer Linux-Installation auf einen neuen Rechner am Kernel gefummelt werden muss, dann weiß ich, dass z.B. meine Frau oder mein Vater das nicht könnten. Das ist nicht Massentauglich!

    Es ist bei Windows schlicht nicht nötig, am Kernel rumzufummeln, sofern man Windows nicht den Ast ("Inaccessible Boot Device") weg nimmt, auf dem es sitzt, ohne es ihm vorher zu sagen (kleiner Registry-Hack mit einem Start-Wert auf "0" zu setzen, bzw "Sysprep" einsetzen, um die Hardwareerkennung einschließlich Boot-Controller komplett neu zu beginnen). Mit dem Registry-Mod bzw. Sysprep ziehe ich dir jede beliebige Windows-Installation auf jedem Rechner wieder hoch, ohne Neuinstallation, nur nach dem ersten Hochfahren fehlende Treiber nachrüsten, und fertig. (Ausnahme: 64-Bit-System auf reinem 32-Bit-Prozessor - aber das kann Linux auch nicht.) (Noch eine Ausnahme: Neuaktivierung der Windows-Lizenz)

    Das, mein lieber, glaub ich dir nicht. Selbst mit deinem Tool, dass dir das abnehmen soll, glaub ich dir nicht, dass das bei allen Windows-Installationen so easy going ist. Wenn ich mir die entsprechenden Foren-Beiträge so durchsuche, nach Leuten die ihr Windows umziehen wollten, müsste das doch schon lange überall eingeschlagen sein wie eine Bombe. Ists, so weit ich das letzte mal sehen könnte aber nicht. Mag sein, dass das inzwischen mit Win 7/8 tatsächlich geht, aber "jedes Windows", das stimmt so leider genau gar nicht. Und auch hier ist wieder Drittanbieter-Software nötig, damit ich mit meinem System was anfangen kann.

    Was die vielen vielen Updates nach einer Windows-Installation angeht (XP SP3 erfordert nach Neuinstallation etwa 130 Updates!) so hilft das Offline-Update-Tool (ehemals von der c't) super weiter, damit geht es deutlich schneller als über den eingebauten Update-Dienst - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Wieder ein Drittanbieter. Es ist ja echt nicht verkehrt, auch Drittanbietern die Möglichkeit zu geben, was mit dem System zu drehen (und wenns nur Updates sind), aber gerade bei Updates sollte es das System doch bitte selbst auf die Kette kriegen, all die Millionen Updates in einem Rutsch runter zu laden und zu installieren, statt x Neustarts zu verlangen, jedes mal aufs neue einen nach Updates suchen zu lassen, um einem dann wieder die lange Nase zu zeigen, weils immer noch nicht fertig ist. Ich benutze inzwischen beides, Win und Linux, und ich finde: Beides scheiße! Aber auf unterschiedliche Weise. Das eine ist prinzipiell sehr mächtig, insbesondere was der User tatsächlich theoretisch alles damit kann, aber dafür zuweilen extrem frickelig und schlecht von den Hardwareherstellern unterstützt, das andere bläst einem mit Treibern und Benutzbarkeit zwar Zucker in den Arsch (OK, Metro ist Dreck!), dafür geht "ab Werk" vieles schlicht gar nicht, weil man Zusatzsoftware von anderen Herstellern braucht, ums zu erledigen. Und dann gibts noch das Fanboy-System, das sich nur auf "ausgewählter Hardware" zu hause fühlt und wieder andere Ecken und Kanten mit bringt. Ich hab öfter den Eindruck, die Userfreundlichkeit bleibt aus genauso unterschiedlichen Gründen auf der Strecke. Die einen wollen Geld machen, die anderen gerne den Markt beherrschen, wieder andere haben irgendwelche Ideologien im Blick, ... und alles zusammen interessiert den Nutzer genau gar nicht, wenn mal wieder irgendwas mit seinen Fähigkeiten ums Verrecken nicht gehen will.

    Der Paketmanager der bei den meisten Distros bei ist ist um einiges leichter bei Updates zu handhaben, als permanent nach Updates für einen Stapel an Freeware- und Sharewaretools die man bei Windows so braucht hinterherzurennen. Bei den meisten Linuxdistros funktioniert auch schon eine Menge out-of-the-box, bei Windows brauche ich dann wieder x Zusatztools von Gott-weiss-woher. Die meisten Sachen da dürften sofort klappen weil die Support-DLLs dann direkt mit dem Programm mitkommen, aber ein wirklich so effektiver Prozess ist das auch nicht.

    Vor allem was ich so genial finde, ist das Prinzip einmal Updates suchen, Updates installieren lassen, ggf. ein mal neustarten, und dann isch dr Käs gessa! Nicht wie bei Windoof. Da ist gerade wenn man das System neu hoch zieht, teils nach dem fünften Neustart noch kein Ende der neuen Updates in Sicht. Was der Schmarrn soll, hab ich auch noch nie verstanden. Aber gut, vermutlich lässt sich das mit den Abhängigkeiten erst richtig managen, wenn man sowas wie eine Paketverwaltung überhaupt kennt. Da hat man mit Windoof natürlich Pech.

    Zumal Software einfach naturgemäß auch ein Stück weit beim Kunden "reift". Da kannst du noch so viele Tester beschäftigen, der richtige Fronteinsatz, das ist eben nun mal etwas, was von millionen Usern parallel durchgeführt wird, auf unglaublich vielen Hardware-Konfigurationen. Das können die gar nicht alles fehlerfrei hin biegen. Einmal weil viele Fehler eben einfach erst auftreten, wenn genug Leute die Software benutzen, und zum anderen weil vieles gar nicht testbar ist, weil man schlecht alle möglichen Graka, alle möglichen Boards, usw... zum Testen parat hat. Nach dem ersten SP gehts bei MS meistens. Aber bis dahin darf man sich eben mit den "natürlichen" Fehlern rum schlagen, in Kombi mit ein paar Eigenheiten die einfach aus den Neuen heraus entstehen. Jeder will z. B. nen möglichst schnellen Boot. Sorgt man dann mit einigen Tricks dafür, dass das noch nen Ticken schneller geht, muss man leider mit den daraus erwachsenden Konsequenzen leben. Einziges Problem das ich damit hätte, wäre wenn man das so gar nicht abstellen kann. Dann beginnt das Feature zum Bug zu werden.

    Da kann Dir vielleicht geholfen werden! Mittlerweile gibt es Lösungen. Ich nutze seilbst eine angepasste VPNC-Version (auch unter vorgenanntem Link aufgeführt), damit verbindet sich der Ubuntu-Networkmanager ebenso sauber mit der FritzBox wie mein Smartphone (unter Android).

    Das meinte ich mit Handstand machen. Ich hab genau das versucht. Die Pakete nachinstalliert, den Shrew-Soft-Client installiert. Aber an einer Stelle der Beschreibung kam ich nicht mehr weiter, denn es fehlt einfach die Verschlüsselungsmethode (oder wars was anderes? egal, ich konnte es nicht einstellen, weils die Einstellung nicht (mehr) gibt). Klar ist da in aller erster Linie mal AVM schuld, aber solange solche Spirenzchen an der Tagesordnung sind, kann man mit Linux oftmals einfach kacken gehen. Ich wollte da aber auch mal ne Mecker-Mail an AVM schicken, weil das irgendwie nicht sein kann...

    Sehe ich ähnlich. Ich würd ja liebend gern voll und ganz auf Linux umsteigen. Aber wenn ich schon nen Handstand machen muss, damit ich mich via VPN mit meiner Fritzbox daheim verbinden will, ist das schon ärgerlich. Da gabs dann zwar irgendwann mal ein Würgaround, aber irgendwie geht das mit dem was man über den Paketmanager als Standard installiert kriegt, auch nicht mehr. Genau das Problem der fehlenden Unterstützung seitens der Firmen ist das Problem. Das hat sich zwar die letzten 10 Jahre merklich gebessert, was Treiber-Support angeht, aber man siehts am Beispiel AVM, dass das noch immer nicht als ernstzunehmendes Desktop-Betriebsystem in den Köpfen angekommen ist.

    Vekehrt macht man mit Dualboot nichts, eine VM ist nur bequemer. :)

    Auch nicht immer. Ich hab mal versucht n Ubuntu in die MS-VM zu installieren. Das ist gnadenlos abgekackt. Auf dem realen System gings bombig. Auf der anderen Seite ist das aber bei Win 8 auch nicht anders, das läuft dort auch nicht, in VmWare aber schon. Drum weiß man leider auch nur vom Handling her, wies läuft, wenns läuft. Wie sich das dann auf dem realen System verhält, sieht man leider immer erst, wenn mans installiert. Stichwort Treiber und so Sachen.

    Man kann die Migration nach Linux auch erstmal klein anfangen. Dualboot ist lästig, das geht heute per VM besser, also installiert man sich eine VM-Lösung (Virtualbox kostet z.B. nichts) und Linux in einer VM. Da kann man in aller Ruhe alles probieren, rumspielen, konfigurieren ohne daß der Rechner in der Zeit für anderes nicht benutzbar ist.

    Deswegen hab ich mir auch ein extra Laptop nur zum rum Spielen abgestaubt. =) Das läuft aber seit der Installation so. Von dem her bin ich schon recht zuversichtlich, dass ich mit Dualboot nix verkehrt mach.

    Ich dachte Steam gibts jetzt auch für Linux?

    Mag sein, find ich auch gut, ABER: ohne vollumfassenden Graka-Support u. Ä. Hardware-Anforderungen wird das trotzdem nix. Und da hängts halt doch noch ein wenig. Das wird sich sicherlich alles mit der Zeit entwickeln, gerade jetzt, wo es Steam auch für Linux geben soll. Aber bis das so weit ist, hab ich schon lange nen Rechner gekauft, den ich auch gerne zum Daddeln benutzen will. =)

    Linux hat leider nie den endgültigen Weg auf meinen Desktop geschafft(schlechte Soft- u. Hardwareunterstützung + schlechtes Energiemanagment bei vielen Laptops) und unter Windows habe ich tatsächlich auf Classic geschaltet.

    Sagen wirs mal so: Nach dem Shice, den MS dieses mal abgeliefert hat (und es ist mir egal, ob man das via externer Tools wieder etwas zusammen dengeln kann) kommt auf meinen nächsten Desktop zwar schon Win 8, aber nur und ausschließlich zum Daddeln, weil dafür taugt das Linux, dass dann ebenfalls dazu kommt, nix. Evtl. bin ich dann sogar wieder bereit Steam zu installieren, weil auch das nicht all zu viel mit EXT4 und Konsorten anfangen können dürfte. Darf sich das liebe Windoof in seiner eigenen Welt befinden, aber meine Arbeit und meine Daten kommen dann eben nicht da mit rein. Degradiert dass System dann zwar zur Konsole, aber hey, MS will ja offenbar, dass seine Systeme als Spielzeug angesehen werden.