Beiträge von DrZarkov im Thema „Schwachsinn hoch 8“

    Auch unter Windows musst du erst einen "Wust von Programmen" installieren, um damit sinnvoll arbeiten zu können. Es sei denn, du arbeitet nur mit "Paint" und "Internet Explorer". Vielleicht noch Notepad, den Taschenrechner und Solitair. Mehr Programme liefert auch Windows XP Pro nicht mit.

    Da Örg ja mal wieder so schön austeilt: Am technischen Unterbau von Windows 8 gibt es keine Zweifel. Das ist hochgradig kompatibel zu Windows 7, und dennoch schneller. Eine gute Leistung. Dass man Metro aufgezwungen bekommt und schon angedroht wurde, dass Metro ab Windows 9 "alternativlos" ist, kann ich jedoch nicht akzeptieren. Ein Normaluser, der zum ersten Mal Metro sieht und versucht damit zurecht zu kommen, denkt nicht ohne Grund "Was ist denn das für eine Scheiße?".

    Auf meinem Hauptrechner habe ich parallel neben Windows 7 seit gestern auch Mint 14 in der Geschmacksrichtung "Mate". Das gefällt mir schon recht und, und es wird für den Alltag für Internet, Medien abspielen und Office Windows 7 ersetzen. Bei anderen Anwendungen muss Wine noch zeigen, wie gut es klappt.

    Debian mag ich nicht, weil da aus "religiösen Gründen" alles was Sinnvoll ist, erst mühevoll zusammengesucht werden muss. Was soll ich mit einem OS ohne Firefox, vernünftige Codecs zum Abspielen von Video/Audiomatierial und teilweise nicht einmal Treibern zu gängiger Hardware? Da kann ich ja gleich FreeDOS installieren.

    Recht gut lief bei mir auch PC BSD. BSD ist ebenfalls eine nicht zu verachtende Alternative zu Linux. (PC BSD richtet sich an den Enduser, der ein einfach zu installierendes und zu wartendes System mit GUI will.) BSD ist nicht so endlos zersplittert wie die Linux-Distributionen. Leider ist die Entwicklung deutlich langsamer und mangels breiter Userbasis gibt es noch mehr Mangel an Treibern und aktueller Software. Auf meinem PC gab es bislang keinen WLAN-Treiber, was PC BSD für mich aktuell unbrauchbar macht.

    Bei Linux gefällt mir, dass man die GUI ähnlich wie beim AmigaOS früher sich total individuell konfigurieren konnte. Entsprechend hatte ich früher Ubuntu in einem AmigaOS 4.x Look eingestellt. Dann kam Unity und ich habe Ubuntu in die Tonne getreten. Ich habe dann am Laptop verschiedene Geschmacksrichtungen von Mint ausprobiert. Die LXDE-Distribution war mangelhaft eingerichtet. Viele voreingerichtete Programme funktionieren einfach nicht, auch nach dem Nachinstallieren von anderen Paketen und Programmen funktionierten diese zu einem großen Teil nicht. Jetzt habe ich Mate installiert, das funktioniert bis auf Kleinigkeiten ganz passabel. Auf dem Desktop habe ich im Augenblick noch KDE installiert. KDE hatte mir früher zu SuSE-Zeiten sehr gut gefallen. Leider ist da nichts mehr von übrig geblieben. Der Hammer war, als ich die Oberfläche individualisieren wollte. Man kann alles mögliche einstellen, Rahmen, Knöpfe, Farben, usw. aber kein Hintergrundbild! Bis ich nach langen Suchen endlich gefunden hatte, wo man das eigentlich einstellen könnte, kam die Fehlermeldung, dass ich angeblich irgendwelche "Themes" aktiviert habe, und man deswegen kein Hintergrundbild einstellen kann. Haben die noch alle Tassen im Schrank? Wieso wiederholt man die Fehler des Gnome-Teams?

    Das Problem bei Linux ist, dass man nur die Wahl hat zwischen totalen Nerd-Systemen wie Debian oder Gentoo, oder man total irgendwelchen Spinnern ausgeliefert ist, die einen User total bevormunden wollen, solange er keinen Master in Informatik mit Schwerpunkt *nix und C++ hat. Da könnte ich auch gleich bei M$ oder Apple bleiben. Leider haben beide Firmen inzwischen auch mein Maß der Toleranz überschritten. Apple, weil man ständig gezwungen ist alles neu zu kaufen und Hardware und auch Software schon nach relativ kurzer Zeit nicht mehr unterstützt werden und es keine Updates mehr gibt, M$, weil die mit Windows 8 einfach den Knall nicht gehört haben. Am liebsten würde ich als Alternative nur noch MorphOS nutzen. Leider läuft das nicht auf aktueller Hardware. Mein Mac Mini reicht zwar für die meisten Sachen, aber für die heutige Zeit ist er doch ein wenig untermotorisiert, was vermutlich mehr am fehlenden Video-Ram (lachhafte 32 Mb) liegt als an der geringen Prozessorgeschwindigkeit von 1,25 GHz (G4 Prozessor).

    Jedenfalls gibt es derzeit für mich keinen Grund eine andere Hardware zu kaufen. Der Desktop-Rechner bekommt jetzt auch Mint mit Mate als Oberfläche und für einige Spezialsachen bleibt Windows 7 drauf. Das muss mangels vernünftiger Alternativen reichen.

    Manche kompliziertere Excel Spreadsheets funktionieren leider nicht mit OOo (und Derivaten). Für den normalen Hausgebrauch kann ich sonst gut auf MS Office verzichten.

    Wenn M$ tatsächlich MS Office für Linux portiert, wäre das nur konsequent, jetzt wo man sich aus der Produktion von Betriebssystemen zurückgezogen hat.