Eine Flat GUI kann aber auch schön aussehen, sie muss nicht zwangsläufig aussehen wie für Atari VCS geschrieben. [Startrek-Bild]
Eine typische Hollywood-GUI. Sieht auf den ersten Blick nett aus, aber ob man damit wirklich arbeiten kann?
So wie Gerrit sehe ich das auch. Das sind GUIs, die nicht dafür geschaffen wurden, benutzt zu werden, sondern dafür, stylisch auszusehen. Wenn das wirklich praktisch wäre, würde heute mehr Software unabhängiger Publisher so aussehen.
Und so ähnlich verhält sich das bei der Metro-Oberfläche: Die sieht in Werbespot schön knallbunt aus und alles schiebt und drückt und klappt irgendwohin. Ob das jemand braucht, ist dabei gar nicht die zentrale Frage. Das Metro-Team ist quasi hervorgegangen aus dem bei MS arbeitslos gewordenen Zune-(MP3-Player)-Team. Da MS ratlos war, wie man nach WinMob im Handy-Markt wieder fußfassen könnte, haben sie den Jungs freie Hand gelassen und es ist letztlich dabei herausgekommen, was man auf den Windows Phones sieht. Und als MS merkte, dass ihnen die überraschend erfolgreichen Tablets die Hardwareverkäufe ihrer Partner verregneten, waren Kacheln auch gleich das Allheilmittel für diesen Gerätetyp. Die Desktop-Kunden wurden dann mit Win8 in Geiselhaft genommen, damit sie sich an die neue Oberfläche gewöhnen und dann auch irgendwann Telefone und Tablets von MS kaufen. Bisher klappt das noch nicht richtig – das ist halt eine lang angelegte Strategie – MS kann sich sowas finanziell leisten. Ob das Kalkül wirklich aufgeht, wird sich zeigen – ich bin noch skeptisch.
Man kann auch im Flat-GUI-Design Buttons hervorheben... Man schaue sich nur die ganzen GUIs an bevor der 3D-Look aufkam.
Natürlich geht das auch flat – aber nicht so einfach. Apple hat bis zu Mac System 6 Zeiten das GUI ja nur schwarzweiß angelegt und da gab es halt die Konvention: Buttons haben abgerundete Ecken, Eingabe-Felder z.B. nicht. Aber ein optisch leicht hervorgehobener Button (wie man ihn von NeXT oder später Windows 3 kannte) lädt förmlich dazu ein, gedrückt zu werden und er grenzt sich auf den ersten Blick schon besser von den optisch leicht vertieft liegenden Eingabefeldern ab. Warum soll man es also den Benutzern unnötig schwer machen – selbst wenn flächiges Design durchaus hübsch aussehen kann.
Die Bilder-App kann blättern, manuell und automatisch, du brauchst nur einen Touchscreen, damit das geht.
Sowas ist natürlich ein No-Go. Wenn eine Software auf dem Desktop läuft, muss man sie auch mit klassischen Eingaben bedienen können. Hat MS schon vergessen, dass es Mäuse, Touchpads und Cursor-Tasten gibt?
beim Mac mit OS X hält sich das in Grenzen und Windows 7 kann man auf 'Classic' schalten womit es wieder fast so aussieht wie Windows 2000.
Mit Zusatztools konnte man auch auf dem Mac das GUI optisch manipulieren (zumindest bis OSX 10.5: Shapeshifter, Visage). Aber warum soll man sich sowas antun? Mac OS X sieht in etwa so aus, wie Windows 7 ohne Drogeneinfluss bei den GUI-Designern – also verhältnismäßig reduziert mit wenig Farbe (Designer bevorzugen wenig Farbe im GUI, weil es die Beurteilung der eigenen Kreationen erschwert) aber dennoch gibt es genügend Schatten und Transparenzen, um eindeutig Buttons und andere Elemente klar unterscheiden zu können. Wenn man schon an der Benutzeroberfläche herumspielen will, dann macht es doch bei den Funktionen mehr Sinn als bei der Optik. Wenn einem beim Finder (quasi der Datei-Explorer) so typische PC-/Norton-Sachen fehlen, wie 2-Tafel-Ansicht, oder man (wie beim Browser) Tabs in den Fenstern haben möchte, dann bohrt entweder den Finder auf (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) oder man ersetzt ihn (z.B. mit Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.).
kommt auf meinen nächsten Desktop zwar schon Win 8, aber nur und ausschließlich zum Daddeln
Windows ist für viele doch schon länger nichts anderes als ein Game-Starter. Vielleicht noch mit der Zusatzfunktion, ein Browser-Fenster öffnen zu können. 
Hier die Quelle für die Linuxportierung von MS Office
Da wird ja auch nur von einem Gerücht gesprochen und die Glaubwürdigkeit/Wahrscheinlichkeit auch gleich angezweifelt. Ähnlich wie der Artikelverfasser sehe ich das auch, möchte da aber noch etwas hinzufügen. Erst einmal ist Linux noch immer ein Nischensystem. Laut Webzugriffsstatistiken ist selbst der Mac-Marktanteil rund 7 mal höher als der von allen Linux-Distris zusammen (und damit das erfolgreichste Unix auf dem Desktop) und in Microsofts Heimat USA sieht es für Linux sogar noch schlechter aus. Außerdem will MS bestimmt Linux nicht dadurch unterstützen, dass sie ihr Office-Programm für das System anbieten. Bei iOS und Android sieht das anders aus, diese beiden Systeme teilen sich quasi den Smartphone- und Tablet-Markt und eine fehlende Unterstützung würde bedeuten, auf diesem boomenden Markt quasi nicht präsent zu sein – das kann man sich langfristig nicht leisten. Dazu kommt, dass gerade bei den Linux-Nutzern, welche ja schon ihr OS nicht kaufen mussten, die Tendenz stärker ist, auch bei Office-Programmen auf kostenlose Lösungen zu setzen. Zu deutsch: die wichtigsten Kriterien für MS werden nicht erfüllt: Kann man damit Geld verdienen oder ist es (alternativ) strategisch wichtig? Eher nicht!
also installiert man sich eine VM-Lösung (Virtualbox kostet z.B. nichts) und Linux in einer VM. Da kann man in aller Ruhe alles probieren, rumspielen, konfigurieren ohne daß der Rechner in der Zeit für anderes nicht benutzbar ist.
So mache ich das auch. Nativ Mac OS – und Windows und Linux (Ubuntu) in VMware Fusion (habe ich mal günstig geschossen – daher nicht Virtualbox oder Parallels) zum Herumtesten. Klappt sehr gut und sollte ich etwas zerschießen, nehme ich einfach ein Backup der eingerichteten VM.
Aber hier liest man es ja auch aus vielen Beiträgen heraus: "bemüh Dich gefälligst und lies Dir Wissen an, wenn Du Linux benutzen willst!".
Das ist halt so. Da merkt man eben, dass die entwickelnde/helfende Linux-Community und auch die unterstützenden Firmen kein großes Interesse an einem stärkeren Marktanteil haben – weil eben keiner davon finanziell großartig profitiert und nur der Nervfaktor höher wird, wenn immer mehr "Noobs" ankommen und Support haben wollen. Die relativ kleine Truppe fühlt sich recht wohl in ihrer kuscheligen Elite-Nerd-Ecke und hält die Laien/Noobs/Windows-Flüchtlinge, die immer mit ihren "doofen" Fragen ankommen, lieber draußen. Und der beste Weg ist halt, möglichst viele, sich möglichst wenig unterscheidende Distros anzubieten und auch bei der Software mit Forks und Varianten die Leute zu verwirren. Und wenn man dann noch bei Hilfegesuchen möglichst Tipps gibt, die ohne Kommandozeile/Shell nicht auskommen, dann hat man nach kurzer Zeit wieder seine Ruhe. 