Beiträge von 1ST1 im Thema „Schwachsinn hoch 8“

    Surface RT = Win 8 RT mit ARM Prozessor
    Surface Pro = Win 8 Pro mit X86 Prozessor

    Wer übrigens ein gutes günstiges Atom-Tablet für Windows 8 sucht, dem kann ich das WeTab bzw. den baugleichen ExoPC empfehlen, man sollte aber noch etwa 120 Euro in eine 120 GB SSD und 2 GB RAM investieren, wenn der Vorbesitzer nicht schon aufgerüstet hat. In der Wetab-community.com gibts ein eigenes Subforum zu Windows 8 und wir haben dort inzwischen sogar den Lightsensor zum Homebutton umfunktioniert. Fehlt nur noch dass der eingebaute Lagesensor wieder so funktioniert wie in Windows 7 und Android-X86.

    Ist aber nicht dasselbe wie Backup/Restore sondern nur die Migration auf einen neuen Rechner und wieder ein extra Tool was man erstmal haben muss. Eigentlich gehört sowas zum Lieferumfang.

    Windows hat auch ein einfach zu benutzendes Backuptool dabei, und 7 / 8 fordern den benutzer auch regelmäßig auf, dies zu tun. Und zur Not kann man noch das Komandozeilentool robocopy verwenden, das ist sehr sehr mächtig (vergleichbar rsync)

    [quote='1st1','index.php?page=Thread&postID=721704#post721704']

    Du schreibst es doch selbst, es geht nicht so einfach wie mit $HOME. Es ist mehr als ein Directory und die Registry ist auch noch involviert.

    ntuser.dat ist der User-Teil der Regsitry (hkey_current_user).

    Wenn ich schnell mal kleine Skizzen zeichnen will, nutze ich auch gerne Zubehör->Tablet-PC->Windows-Journal. Ansonsten klar, muss man bei Windows so gut wie alles installieren, das dauert bei mir auch gut einen ganzen Tag, bis das System alles an Software hat die mich glücklich macht.

    Auch bis ein Linux-System auf einer neuen Platte/Partition eingerichtet ist, bis es alle benötigten Programme installiert hat, alles so eingerichtet ist wie man das will und die Updates drauf sind, geht ein Tag drauf.


    Das schöne an einem *IX finde ich das Konzept des $HOME. Das hat Windows bis heute nicht in dieser Ausprägung. Ich mache ein Backup meines $HOME und habe alle meine Daten UND Einstellungen gesichert. OS-Reinstall nötig oder Installation einer neuen Version? Einfach $HOME zurückspielen und schon hab ich wieder alles so wie es war. Ich lege das immer auf eine eigene Partition und trenne so OS und meine Daten komplett.

    Und was ist unter einem Windows-System unter "c:\dokumente und einstellungen" bzw. "c:\benutzer" zu finden? Man kann diese Benutzerordner dort auch einfach auf ein anderes Windows-System umkopieren, nachdem man den Benutzer dort angelegt hat, nur die Datei "ntuser.dat" sollte man nicht mit kopieren, weil die User-ID darin anders ist, als die Use-ID auf dem anderen Rechner - damit gehen dann zwar ein paar Einstellungen flöten, aber die hat man schnell wieder nachgezogen.


    Kommt darauf an, was man machen möchte. Ich kann beim Mac in einem Fenster OHNE Fokus durchaus mit dem Scrollrad/Tochpad scrollen, wenn sich der Mauspfeil darüber befindet – für Eingaben muss ich dann aber das Fenster anklicken. Ich kann auch während eines Drag&Drop-Vorgangs ein verdecktes Fenster/Verzeichnis nach vorne holen. Die Fensterlogik, die ich aus alten X Window-Zeiten noch kenne, dass alle Eingaben in dem Fenster erfolgen, dass sich zufälligerweise unter dem Mauspfeil befindet, finde ich hingegegen manchmal verwirrend (wo ist mein Cursor?) und auch mit dem strengen Nur-Interaktion-nach-Fokusklick von Windows komme ich nicht immer klar.

    Aber selbst da musst du auf dem Mac erstmal mit der Maus über das Fenster. So eine Logik, dass 5 Fenster offen sind, und wenn nur eins davon auf Tastatureingaben wartet, dass das dann automatisch nach vorne kommt, wenn man lostippt, gibts da auch nicht.

    Am schlimmsten finde ich Gnome, wo es nicht reicht, irgendwo ins Fenster zu klicken, um das Fenster nach vorne zu klicken, sondern es muss unbedingt die Titelleiste sein.

    Woher kommt denn diese Idee? Multitasking gibts schon ne ganze Weile.

    Versus ...


    Und wenn man gerne mehr als eine App nebenbei im Blickfeld behalten möchte?


    Komisch... du scheinst der einzige zu sein, der auf diesem Punkt so rumhackt. Ich habe die gleichzeitige Bedienung in mehreren Fenstern nicht mit einer Silbe erwähnt

    ???

    Es ist bei Windows schlicht nicht nötig, am Kernel rumzufummeln, sofern man Windows nicht den Ast ("Inaccessible Boot Device") weg nimmt, auf dem es sitzt, ohne es ihm vorher zu sagen (kleiner Registry-Hack mit einem Start-Wert auf "0" zu setzen, bzw "Sysprep" einsetzen, um die Hardwareerkennung einschließlich Boot-Controller komplett neu zu beginnen). Mit dem Registry-Mod bzw. Sysprep ziehe ich dir jede beliebige Windows-Installation auf jedem Rechner wieder hoch, ohne Neuinstallation, nur nach dem ersten Hochfahren fehlende Treiber nachrüsten, und fertig. (Ausnahme: 64-Bit-System auf reinem 32-Bit-Prozessor - aber das kann Linux auch nicht.) (Noch eine Ausnahme: Neuaktivierung der Windows-Lizenz)

    Wenn du aber nieglnagelneue Hardware hast, ist es durchaus möglich, dass kein Linux-Kernel die bislang unterstützt. Für Windows gibts mit Sicherheit schon einen Treiber.


    Das ist ein Rückschritt - auf einer normalen GUI kann ich z.B. ohne den Fokus wechseln zu müssen sehen, ob gerade ein Programm mit irgendwas fertiggeworden ist, ob in einem der offenen IRC-Kanäle etwas geschrieben wurde (und bei passender Fensteranordnung auch gleich den Text lesen) usw. Mit dem "es gibt nur ein aktives Programm, alles andere wird nicht angezeigt"-Tablet-Modell muss man stattdessen ständig selbst zwischen den Programmen wechseln und nachschauen ob etwas interessantes passiert ist.

    Also ungefähr so, als ob man immer wieder mal den Telefonhörer in die Hand nimmt um zu prüfen ob gerade jemand anruft. ;)

    Deswegen gibt es ja in Metro diese 1/4+3/4-Teilung, damit man eine zweite App im Blickfeld hält. Aber in KEINER GUI ist es möglich, exakt GLEICHZEITG in zwei Fenstern zu Tippen oder zu klicken. Wenn du in einem Fenster was machst, und nebenan oder hinten dran ein anderes Fenster der Meinung ist, dass du nun auch dort was machen kannst, musst du erst in dieses Fenster wechseln. Das ist unter Amiga-OS, GEM/TOS (Mint/Magic/Multitos), Mac-OS, OS/2, Windows, KDE, Gnome, Unity und Windows-Metro, ... das selbe. Ob ich nun in das zu aktivierende Fenster reinklicke, es mit ALT+TAB in den Vordergrund hole, oder von rechts über den Rand reinwische, ist da völlig egal. Erstmal muss man in das andere Fenster, egal ob es ein kleines Fenster oder eine Fullscreen-App ist, erstmal in den Fokus holen, um darin was zu machen.

    Zu 7Saturn und PeterDerMeter :

    Die Paketmanager unter verschiedenen Linux-Distributionen sind nicht verkehrt, aber die Probleme fangen für den Normaluser da an, wo im Paketmanager eine benötigte Anwendung nicht zu bekommen ist. Da muss nämlich der Normal-User komplett passen. Denn dann gehts auf die Shell, man muss mit gzip, tar, wget, make und was weiß ich hantieren. Unter Windows hab ich ne setup.exe, das kann jeder.

    Und schön, ja, diese Paketverwaltungstools halten alle Softwarepakete aktuell, richtig. Aber die wirklich kritischen Sachen wie Webbrwowser, Acrobat, Flash, Java, Antivirus usw. - selbst Libre-Office - halten unter Windows selbst Ausschau nach Updates, das ist kaum schlechter, auch wenn es manchmal zu viele Updatedienste sind, die gleichzeitig losrennen. Und es gibt durchaus für Windows Hilfstools, die die Softwareinstallation durchchecken und Softwareupdates automatisch runterladen. Siehe Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - Ich nutze sowas nicht, ich finde es bei vielenm Tools nicht unbedingt wichtig, unbedingt die jeweils neueste Version zu haben. Wenn ich mal was lese, dass ein von mir verwendetes Programm wesentliche Neuerungen erfahren hat, oder wenn ich es mal nutze und bei der Gelegenheit mal nach Updates schaue, das reicht mir.

    Und wenn ich dann lese, dass beim Umstieg einer Linux-Installation auf einen neuen Rechner am Kernel gefummelt werden muss, dann weiß ich, dass z.B. meine Frau oder mein Vater das nicht könnten. Das ist nicht Massentauglich! Linux ist so nur was für Spezialisten, die Textadventures im Infocom-Stil mögen. Gerade Windows 8 bringt so viele Hardwaretreiber mit, wie keine andere Version zuvor, wenn der Treiber nicht auf der DVD ist, wird er nachinstalliert, sobald Windows Internetzugang hat. Und wenn alle Stricke reißen funktionieren viele Treiber selbst von XP noch. Die einzige Hürde, die man mit Treibern nicht überwinden kann, ist der Umstieg von 32 auf 64 Bit, deswegen musste ich mir schon zu Win 7 Zeiten einen neuen Scanner kaufen.

    Was die vielen vielen Updates nach einer Windows-Installation angeht (XP SP3 erfordert nach Neuinstallation etwa 130 Updates!) so hilft das Offline-Update-Tool (ehemals von der c't) super weiter, damit geht es deutlich schneller als über den eingebauten Update-Dienst - Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Trotzdem hast du nur einen Mauspfeil mit dem du nur in ein Fenster klicken kannst, und du kannst nur in einem Fenster was tippen. Haben jedenfalls noch nie gesehen, dass jemand wirklich gleichezitig in zwei Fenstern arbeiten konnte - und damit meine ich nicht "abwechselnd". Du hast ein aktives Fenster vorne in dem du arbeitest, die anderen rechnen im Hintergrund oder warten bis du sie wieder nach vorne holst, um darin was zu machen.

    Das macht schon Sinn, man bedient ja immer nur ein Programm auf einmal. Ein anderes kann dann aber auf dem schamlen Streifen noch aktuelle Informationen einblenden, wie eingegangene Mails, Onlinestatus von Freunden oder so. Aber macht nur auf einem Tablet Sinn.

    Zwei Apps nebeneinander, das geht wirklich, die Bildschrimteilung ist aber immer so etwa 1/4 zu 3/4. Die Geste beherrsche ich aber nur auf meinem Tablett, mit der Maus bekomme ich das nicht hin.


    Insgesamt muss ich sagen Win 8 ist das beste Windows, mit dem ich bis jetzt gearbeitet habe. Benutze Windows schon seit Version 3.1.

    Ich bin da etwas geteilter Meinung. Für mich wurde es auf dem Netbook und auf dem großen PC erst mit Classic-Shell brauchbar. Am Desktop gibt es viele Details, die noch eins auf Win 7 drauf legen, auch das schlichte Design des Desktops gefällt mir. Im Prinzip finde ich auch viele Metro-Apps schick, aber eben nur auf meinem Tablet.

    Aber Windows 8 hat auch reproduzierbare Macken, die sich zum Beispiel im Heimnetz äußern und die ich mit allen vier Win 8 Systemen habe. Seit dem ich Win 8 im Heimnetz habe, funktioniert z.B. diese Heimnetzgruppe nicht mehr richtig, ich musste wieder auf Freigaben auf Benutzerberechtigungsebene zurückstellen, um an meinen Windows 7 Server ran zu kommen, auch die Win 8 Kisten sehen sich über die Heimnetzumgebung nicht mehr (mit Win 7 klappte das noch). Die System-Anmeldung über den Windows Live Account habe ich auch abgeschaltet, weil sich Windows 8 immer versucht, gegenüber einem Windows 7 Rechner (wieder der Server) mit dem Live-Account zu authentifizieren. Jetzt ohne Live-ID-Anmeldung ist lästig, dass jede Metro-App beim ersten Start die Daten des Live-Accounts haben will. Mein Wohnzimmer-PC, der auch mit Win 8 läuft, dem musste ich eine andere Netzwerkkarte reinstopfen, weil die Onboard-Atheros mit egal welchem Treiber beim Übertragen größerer Dateien aussteigt. Auch reproduzierbar ist, wenn ich in die Ntzwerkumgebung gehe, und auf das Symbol des Win 7 Servers doppel klicke, dann wird der Rechner erstmal nicht gefunden... Wenn ich ihn aber im selben Moment über seine IP-Adresse anspreche, komme ich drauf. Zwei Minuten später oder so gehts dann wie erwartet. Ähnliche Probleme gabs schonmal vor Jahren beim Zugriff von Vista auf XP Shares. Auch damals wurde wie jetzt bei Win 8 das SMB Protokoll grundlegend erneuert. Irgendwann gabs damals ein Update für XP und es war wieder alles gut.

    Aber naja, für 30 Euro...

    Und warum hast du ihr dann nicht auch Linux auf ihrem Lenovo installiert?

    Weil es die vo ihr benötigte(n) Anwendung(en) unter Linux nicht gibt? Das ist doch letztendlich das was zählt!


    Im Grunde ist es aber vollkommen wurscht welche Distribution Du nutzt. Es ist alles Linux und im Grunde ist alles mit jeder Distribution möglich, weil dahinter eben Open Source Software steckt, die man auf jedem Linux System im Zweifel einfach kompilieren kann.
    Tatsächlich kommt man zu der Erkenntnis aber meist erst nachdem man eine Weile mit Linux arbeitet. Zumindest ging mir das so.
    Wenn man das allerdings einmal heraus gefunden hat, dann will man idR nie wieder zurück.

    Nein, es ist eben nicht Wurscht. Versuuche mal auf einem Suse Linux Enterprise Server das Visualisierungstool "Paraview" aus den Quellen zu installieren. Du stolperst erstmal darüber, dass du cmake nicht bauen kannst, dann stolperst du darüber, dass ffmpeg nicht im Repository drin ist, und wenn du ein passendes Repo einbinbindest, fehlenm wiederum unzählige Libs, die du erst aufgelöst bekommst, wenn du das Suse Linux Enterprise Desktop repo einbindest, und dann fehlt da noch was und du bindest dann noch das OpenSuse Repo ein und in dem Moment verlierst du deinen teuer bezahlten SLES-Support.

    Mit Debian wäre ich bei der Aufgabenstellung schon lange fertig gewesen.

    Linux ist zwar eigentlich nur der Kernel, aber alleine mit dem Kernel kannst du nix anfangen, der hat nicht mal ne Shell. Erst eine Distribution macht aus dem Kernel ein komplettes benutzbares System, und die Distributionen klaffen in Sachen Kompatibilität zueinander leider viel zu weit auseinandere.

    Das muss aber schon eine ganze Weile her sein, ich benutze Linux hier seit mehr als 10 Jahren und die Updates zur jeweiligen Distribution haben mir bisher noch nie so grundlegende Funktionen zerschossen.


    Das WLAN-Abenteuer hatte ich mit meinem Acer Aspire One A150 vor 2 Jahren, das nVidia-Abenteuer auf meinem Dual-XEON, der seit 3 Jahren nur noch rumsteht, unter anderem zuletzt deswegen.

    Zitat

    Windows ist mir zu eingeschränkt, ich brauche viel die Kommandozeile und dort Einzeiler bzw. Scripte, cmd.exe ist kein Ersatz für eine bash. Auch fehlen mir virtuelle Desktops und der Windowmanager von Windows bevormundet mich zu sehr (Click um Fenster aktiv zu machen? Aktives Fenster ist immer vorne? Wieso bitte?)

    So kann sich jeder raussuchen was er benutzen will. Nur einen Fehler darf man nicht machen, von Windows kommen und erwarten, daß sich Linux wie Windows verhält. Man wird dazulernen müssen.

    Du kannst unter Windows von Haus aus VB-Scripte mit WSH, alte Batchscripte, neuartige Powershell-Scripte, und wenn du dir z.V. Cygwin installierst, auch Bash-Scripte einsetzen, letztere allerdings nicht Windows-Systemnah. Mit VBS, BAT/CMD und Powershellscripte kannst du allerdings ebenso tief ins System eindringen, wie mit der Bash. Mit der Powershell lässt sich zum Beispiel sogar eine Virtualisierungsumgebung vom Schlage eines VMWare VSphere-Clusters komplett fernsteuern, du kannst in einem Firmennetz tief im Active Directory rumwursteln, für diverse Router, Switches, Firewalls usw. gibts bereits Powershell-CMDlets, usw. Ich denke in naher Zukunft kann ein Systemverwalter mit der Powershell alles machen, teilweise gibts schon jetzt Dinge unter Windows, die nur noch so zu machen sind, und nicht mehr grafisch, z.B. bei den neuen Funktionen vom Server 2012 bist du ohne Powershell teils aufgeschmissen.

    Virtuelle Desktops kann man sich mit diversen Freewaretools auch unter Windows einrichten, wenn man das unbedingt braucht, ich kam bisher ohne aus. Aktives Fenster vorne macht schon Sinn, denn man will ja eigentlich wissen, was in dem Fenster dargestellt wird, und verdeckte Buttons kann man auch nicht anklicken. Und Tools, die das untzer dem Mauszeiger befindliche Fenster automatisch aktivieren und nach vorne bringen, gibts auch, finde ich aber störend.

    Mein Eindruck ist, und das wird in beide Richtungen stimmen: Man behauptet vom anderen System jeweils dass es dies oder das nicht kann und dass das auf keinen Fall geht, weil man es einfach nicht kennt, man kennt die Möglichkeiten nicht. Ich kenne mich einigermaßen mit Linux aus, aber besser mit Windows. Ich habe eine Hochachtung vor denjenigen, die komplexe Netzwerklanschaften komplett mit Linux verwalten und administrieren, aber ich möchte das nicht machen müssen, weil ich genau weiß, was alles mit Windows möglich ist und gemacht wird. Allerdings schieße ich mir manchmal vor Entsetzen ein Loch ins Knie wenn ich sehe, wie aus Unkenntnis der Möglichkeiten dann z.B. eine Windows-Desktop-Landschaft mit Linux-Servern mit Samba 3.x ohne den ganzen Komfort einer Active Directory Windows Domäne (OUs, Gruppenrichtlinien, Standorte, ...) verwaltet wird, dass was die Leute da mit Hilfskonstrukten manuell nachbilden, ist in den Personalkosten (Arbeitszeit) oftmals deutlich teurer als eine Windows-Server-Lizenz und einer Active-Directory-Schulung. Ich hatte mal so einen Kunden. Linux ist da im Prinzip noch auf dem Stand der 1970er, mehr als Benutzer, Gruppen und Devices gibts da nicht.

    Ich habe in den letzten gefühlten 20 Jahren auch immer wieder mit Linux experimentiert, und es auch eine Zeit lang immer wider mal in verschiedenen Ausprägungen installiert. Eigentlich lief es ja, aber im Detail gab es immer wieder Haken und Ösen, an denen man nicht weiter kam, da biss man sich an irgendwelchen Problemen fest, wo man sich dann denkt, ob die Linux-Entwickler nicht alle Tassen im Schrank haben, denn während man da an irgendwas stundenlang rumbastelte und es mal zum Laufen brachte, oder mal nicht, wusste man, dass man unter Windows mit der Aufgabe schon längst fertig gewesen wäre. Klar gibts auch unter Windows solche Probleme, aber die Häufung unter Linux ist eben einmalig.

    Ich nenne mal ein paar Beispiele: Unter Linux in den diversen Ausprägungen gibt es unter KDE, Gnome usw. verschiedene mausbediente Tools, mit denen man CIFS/Samba-Shares eines Windows-Rechners einbinden kann, soweit so gut, die selben Tools können aber keine auf die gleiche Weise freigegebenen Drucker verbinden, unter Windows ist das quasi der selbe Vorgang im Explorer. ?( Man hat ein Linux-System endlich am Laufen, man nutzt es ein paar Wochen und dann poppt der Updatemanager auf, neue Paketversionen sind da, Software xy, ab, cd, ij, mn usw. soll aktualisiert werden, und auch der Linuix-Kernel - ja mach halt mal... System rödelt rum, macht und tut, alles erfolgreich, ok, um den neuen Kernel zu aktivieren ist ein reboot erforderlich - ja ok mach mal - System kommt wieder hoch und es ist keine WLAN-Verbindung mehr da, weil das neue Kernelmodul mit der Hardware nicht mehr zurecht kommt, oder der X-Server läuft nur noch im Vesamodus weil das Kernelmodul von nVidia mit dem neuen Kernel nicht mehr will. ?( Man hat Linux-Distribution xy und will aber Anwendung "hurzdaknubbel" benutzen, die ist aber nicht in den Repos der Distri dabei - man kann dann dafür irgendwo ein rpm, tag.gz oder gar Sourcen runterladen und die manuell installieren - ja aber wenn man das tut mosert das System dass dieses und jenes Paket, Library oder sonstwas fehlt, also versucht man dieses über yast,yum,aptitude,... nachzuziehen, gibt es aber nicht, also muss man das auch manuell installieren oder irgendein dubioses inoffizielles Repo hinzufügen, was aber eigentlich, und davor wird man nicht gewarnt, garnicht richtig mit der eigenen Distribution kompatibel ist und einem das System beim nächsten Booten teilweise oder komplett lahm legt, und das mit den zusätzlich erforderten Paketen durdchaus auch rekursiv, das heißt eine zusätzliche Bibliothek, die man mühsam ausfindig gemacht hat, erfordert 20 weitere, mit unabsehbaren Folgen für das Gesamtsystem. Unter Windows kann ich quasi jedes Windows-Programm, und sei es so alt wie der Gipskrieg unter fast jeder Windowsversion problemlos installieren und oftmals hilft mir der Kompatibilitätsmodus weiter (neue Programme auf alter Windows-Version kann schwierig werden, 16-Bit-Windows-Programme gehen nicht mehr unter Win x64 - aber hier ist das Risiko abschätzbar!). (Ich nehme aus dieser Betrachtung mal bewusst die Betrachtung von Metro-Apps und Windows Blue heraus) ?( Firefox und Thunderbird gibts für Windows und für Linux und eigentlich sollten die Profildateien beim fliegenden Wechsel zwischen beiden Systemen auch gleich sein; ich habe ein etwa 20 GB großes Mailarchiv unter Thunderbird auf Windows, als ich das letzte Mal mit Dualboot experimentiert habe und dieses Mailprofil versucht habe, in der Linuxversion von Thunderbird zu öffnen, konnte der Inhalt vieler Mailordner nicht geöffnet werden, die waren angeblich alle leer, unter Windows klappte es weiterhin einwandfrei. ?( usw... Nein, ich habe von Linux auf dem Desktop die Nase voll, als Unterbau für Visualisierungsthemen mit VMWare VSphere und Citrix XenServer oder irgendwelche Security-Applianceshabe ich aber tagtäglich damit zu tun, und da tut es das was es soll.

    Allerdings, eins muss ich noch sagen, Debian als "Freaksystem" zu bezeichnen, betrachte ich falsch. Debian ist IMHO die flexibelste und stabilste Version von allen, mit den meisten und gut vorkonfigurierten Paketen. Wer wirklich ernsthaft mit Linux arbeiten will, und Zuverlässigkeit und Stabilität braucht, der sollte IMHO auf Debian setzen, und auch nicht auf das flatterhafte auf Debian aufbauende Ubuntu. Die schlechteste Distribution von allen größeren ist nach meinen Erfahrungen SuSE. Was auch ganz gut ist, das ist Feodora/CentOS (RedHat), aber Debian ist mein persönlicher Favorit.

    Aktuell setze ich privat kein Linux ein (von Android-x86 auf einem WeTab abgesehen), bei mir laufen alle Rechner unter Windows 7 oder 8, und ein altes Notebook mit XP.