Beiträge von Gerrit im Thema „KU-14194HB scheinbar dahin ...“

    Ich hab nun mal einige C107/C108 in meinem Bestand optisch inspiziert. Auf einer KU zwei kleine schwarze ... Auf zwei 250407 gleiche Bauform, aber in blau. Werde ich wohl demnächst mal entlöten. Schäden sind keine sichtbar bisher.

    Kenne ich. Bei der KU die ich hier hatte war auch nichts zu sehen bis ich die Elkos ausgebaut habe. Diese kleinen Teile haben nicht genug Inhalt um sichtbar auszulaufen, das Problem zeigt sich nur in unmittelbarer Umgebung der Pins und die sind bei den schwarzen Elkos komplett vom Elko verdeckt.

    Beim auslöten der Elkos knisterte es hier.

    Zitat


    Eine andere 250407 hat eine länglichere Bauform... Wenn ich nun alle KU und 250407 kontrollieren muss dann gute Nacht.

    Bei den 250407 hatte ich noch keine defekten Elkos C107 und C108, aber das waren auch komplett andere bei denen man die Pins sehen konnte.

    Auf jeden Fall die betroffenen und alle anderen dieses Typs wechseln. Die meisten sollten 10µF/25V sein, sind einfach zu bekommen und billig. Brauchen nicht Low-ESR sein, waren die alten auch nicht.

    C107 sitzt direkt an Pin 15 des 74LS629 und hinter einem 100Ohm Widerstand nach +5V. Wenn C107 jetzt weniger Kondensator und mehr Widerstand wird, dann bricht die Spannung an Pin 15 zusammen. Dieser Pin gehört zur Versorgung der VCOs. Einer der VCOs erzeugt mit dem Quarz den Farbtakt (aus dem auch der Rest abgeleitet wird). Wenn der nicht korrekt versorgt wird, wird er erst komische Dinge tun und irgendwann den Betrieb einstellen. Bei dir scheint er noch im Bereich 'komische Dinge' gewesen zu sein.

    Doch, viel besser... Platine ausbauen und auf den Tisch legen (mit Unterlage) und jetzt schauen an welcher Stelle er Druck braucht um zu laufen. Wenn es ein gesockeltter IC ist könnte es ein Kontaktproblem im Sockel sein. Geht er auffallend leicht raus und wieder rein?

    Wenn du einen EPROM-Adapter im Kernal-Sockel hast ist der u.U. ausgeleiert und braucht etwas Nachbiegen der Pins damit das ROM wieder überall Kontakt hat.

    Falls es sich nicht auf ein Sockelproblem zurückführen lässt einfach in der Gegend alles nachlöten was verdächtig aussieht.

    Hm... Könnte ein morsches RAM sein (Fehler in der Zeropage oder so). Von welchem Hersteller sind die RAMs?

    Wenn du ein 'READY' siehst heisst das folgendes:

    - Kernal rennt zumindest teilweise
    - VIC ist erreichbar und konnte programmiert werden
    - VIC hat keine Probleme mit dem Speicherzugriff
    - VIC hat keine Probleme mit Zugriff aufs Char-ROM (welches damit auch funktioniert)
    - RAM und Farb-RAM funktionieren zumindest teilweise.

    Hast du eine Möglichkeit Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zu benutzen? Für einen generellen Test reicht das ROM (Link zum Download ist auf der Seite) ohne die Kabelei und es startet auch oft noch wenn der Rechner sonst kein Bild bringt. Einfach in eine 8K Catridge stecken.

    Ansonsten... Brenn dir mal ein BASIC-ROM, vielleicht hat das einen Schuss.

    Mit 10 MHz läuft der 6510 nicht, also nehmen wir mal an, daß die ca, 1 MHz stimmen.

    Jetzt die Frage wo es noch klemmen könnte... Wenn er letzte Woche noch lief, aber jetzt nicht mehr... Was für eine Spannung misst du denn am 74LS629 Pin 15. Die korrekten ca. 4V?

    Mach mal ein Bild vom IRQ-Signal. Horizontalablenkung auf 5 ms. Sollte primär HIGH sein und drei kurze LOW-Peaks zeigen.

    Der Takt der CPU ist aber sauber?

    Miss nochmal die Spannungen nach. Wenn dem VIC 12V fehlen kommt kein Bild. Die Tatsache, daß auf der IRQ-Leitung was zu sehen ist spricht dafür, daß der Rechner prinzipiell funktioniert, schliesslich kam er weit genug um die IRQs aufzusetzen.

    IRQ sind 60Hz, wenn man das korrekt einstellt, sollte das Oszi das auflösen können.

    Miss mal den Widerstand zwischen dem einen Ende des 100Ohm Widerstandes und Pin 15 des 74LS629. Wenn der nicht Null (bzw. nahe daran) ist, dann hast du immer noch eine zumindest stark angefressene Leiterbahn und solltest einen Draht einziehen.

    Ich muss das nochmal bei einer meiner Platinen nachmessen, aber ich meine an Pin15 sollten es keine vollen 5V sein sondern eher 4V. Die 250407 benutzt dieselbe Schaltung, nur die Bauteile leicht anders angeordnet. Falls du eine solche hast, miss mal nach.

    Hier nochmal er Aufruf an andere Besitzer der KU... Wenn C107 und C108 kleine schwarze Elkos sind, die direkt auf der Platine sitzen, dringend wechseln.

    Du kannst C107 und C108 einfach durch normale 10µF Elkos ersetzen, da liegen nur jeweils 5V an. Zum Test kannst du die Elkos auch erstmal weglassen und die durchgefaulte(n) Leiterbahn(en) flicken. Der C64 läuft auch ohne C107.

    Die Schaltung ist einfach... Pin 15 des 74LS629 hängt über 100 Ohm an +5V und versorgt so den einen Oszillator im 74LS629. Der Elko C107 hängt zwischen Pin 15 und GND, soll wohl als Filter dienen. Bei dir hat der auslaufende Elektrolyt die Verbindung zwischen dem Widerstand und Pin 15 durchgefressen. C108 ist Teil einer äquivalenten Schaltung für den zweiten VCO im LS629. Der kümmert sich um die Erzeugung des Pixeltaktes (aus dem der VIC den Systemtakt ableitet).

    Nachtrag: Die von mir reparierte KU hatte bei C107 und C108 kleine schwarze Elkos die direkt auf der Platine sassen, daß die ausgelaufen waren sah man erst nach dem Auslöten.

    Pin 10 des 74LS629 ist der Ausgang des Haupttaktes von 17.74 MHz. Der muss dort stabil vorhanden sein.

    Miss mal die Spannung an Pin 15 des 74LS629 im Kasten beim VIC. Das sollten so ca. 4V sein. Wenn das nicht stimmt checke mal C107 und C108.

    Bei einer KU die ich neulich repariert habe war einer der Elkos ausgelaufen und hatte die Leiterbahn zwischen einem 100 Ohm-Widerstand und Pin 15 gefressen. Damit fehlt dem Oszi im 74LS629 die Betriebsspannung und er schwingt nicht.

    Achtung: Der LS629 hat 16 Pins, ich meine schon Pin 15!