Beiträge von Retrofan im Thema „Android basierte Spielkonsole "OUYA"“

    Das Gesamtkonzept finde ich gut.


    Was bringt einem das, wenn es keine vernünftigen Exklusiv-Titel gibt und die Top-Spiele ruckeln? Man kauft sich ja schließlich keine Idee, sondern ein Produkt – und dass muss irgendwie überzeugen, wenn man dafür 100 Scheine auf den Tisch legen soll. Gut, das ist für eine Konsole sehr wenig Geld und wenn man eh nur ein paar 8-Bit-Emulatoren darauf installieren will, dann reicht die Hardware wahrscheinlich locker. Aber ich habe mal gelesen, dass das Ouya Team jedes Jahr eine aktualisierte Hardware (ähnlich den Handys, von denen ja System und Hardware der Ouya stammt) herausbringen will. Dann gehört das gerade gekaufte Gerät ratzfatz zum alten Eisen. Damit wird der übliche Vorteil von Konsolen, für viele Jahre eine definierte Hardware zu haben, auf die sich die Entwickler einschießen können, verschenkt.

    Wieso? Das ist - wie schon gesagt - quasi ein Nexus 7 (200 Euro) ohne Display/Touchscreen, ohne Akku, ohne NFC, ohne Sensoren. Andersherum gefragt, wieviel denkst Du kostet der Tegra3-Chipsatz ...


    Da muss man gar nicht lange raten:
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    Die Nexus 7 CPU kostet (e im Sommer 2012) 21$. Demnach müsste eine Ouya Konsole in der Herstellung (ohne Controller) bei rund 70$ kosten, vernünftige Stückzahlen vorausgesetzt. Für die Controller würde ich vielleicht 5$ Herstellungskosten addieren. Anders als beim Nexus 7 will aber evtl. jemand mit dem Gerät ein wenig Geld verdienen, der nicht darauf bauen kann, dass er von der werbenden Industrie finanziert wird.

    willst du wirklich spiele in handyauflösung auf der riesenglotze sehen? brrrrr


    Ich denke, die Auflösung von mobiler Hardware ist nicht (mehr) das Problem. Aktuelle Androiden haben durchaus 720p-Auflösung (und wenn man an das neue iPad denkt ... da ist normales HD schon fast niedlich).

    die frage ist warum sich jemand der spiele für handy und tablet macht um diese nischenkonsole kümmern sollte. [...] und so lange die konsole da nicht einen relevanten marktanteil hat wird da niemand für geld rauswerfen.


    Da ist allerdings schon was dran. Zwar wird man für eine Android-Konsole nicht anfangen, ein Spiel komplett von Null an zu entwickeln (es gibt ja schon um 10.000 Bezahl-Games) aber man muss es für eine Home-Konsole ja erst noch anpassen. Vor allem die Controller werden Probleme bereiten, da Android Games nun mal größtenteils für Touchscreens ausgelegt sind. Und wenn man dann weniger Konsolen im Markt haben sollte, als mittelmäßig laufende Handy-Modelle (also weniger als 1 Mill. Konsolen pro Quartal), dann werden Entwickler nur wenig Arbeit investieren, Spiele darauf anzupassen.

    mmmh, also GTA3 zb würde ich jetzt nicht als solchen [Casual-Game] bezeichnen wollen.


    Ich schrieb ja "weitgehend", also meinte ich nicht alle. Auch Dungeon Hunter 2 ist nicht wirklich ein Casual-Game in meinen Augen. Man kann auf Smartphones auch wirklich umfangreiche, komplexe Spiele bekommen – nur sind die nicht unbedingt immer in den Top 10 zu finden. Und Autorennen oder Fußball ist auf einer Konsole auch nicht automatisch komplexer als auf dem Handy oder Tablet. Viele denken bei Mobile Gaming ausschließlich an Angry Birds – aber es gibt doch so einiges mehr. (Ich weiß ja, dass DU das weißt – ich wollte das nur mal allgemein loswerden)

    Ich überlege auch grad, ob Fifa 12 auf nem Handy genauso gut wäre in Steuerung und Darstellung wie aufm Fernseher oder Monitor.


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    Und man kann, wenn einem das Bild auf Dauer zu klein sein sollte, per HDMI oder Airplay das Bild der meisten Spiele auf den Fernseher schicken. Trotzdem bin ich bei solchen Spielen auch eher für klassischen Controller zu haben. Allerdings konnte ich mich auch nie wirklich an 4-Wege-Joypads statt richtiger Joysticks gewöhnen. Hängt wohl (neben ergonomischen Gründen auch) damit zusammen, mit was man aufgewachsen ist.


    Ich denke, auch in Zukunft werden Hardcore-Gamer noch auf irgendwelchen Konsolen und hochgerüsteten PCs spielen. Aber der Markt, also die Masse der Spieler und auch die Umsätze werden sich immer stärker in Richtung Mobile und Casual Gaming bewegen. Trotzdem glaube ich nicht, dass diese OUYA-Konsole der erfolgreiche Weg sein wird. Ich gehe eher davon aus, dass die Kunden die Spiele auf ihre Mobile-Devices (iPhones/Android-Phones/Tablets) per App/Play-Store herunterladen werden und die Spiele-Darstellung dann bei Bedarf per Airplay/DLNA zum TV übertragen und das Mobile Device dann einfach als Controller benutzen. Mag uns zwar gedanklich etwas umständlich erscheinen – aber ich glaube, immer mehr Leute werden das für den "normalen" Weg halten.

    Wenn irgend ein stationäres Kästchen mit TV-Anschluss und Mobile-OS zu einer einigermaßen erfolgreichen Spar-/Casual-Konsole mutieren könnte, dann würde ich das am ehesten dem 99$ Apple-TV zutrauen, wenn der Hersteller das Ding App-fähig machen sollte (immerhin wurden von der Kiste im letzten Jahr schon mehr als 4 Mill. Stück verkauft, ohne dass das Gerät mehr kann, als Videos zu streamen). Mit einem kleinen Firmware-Update könnten Entwickler auf einen Schlag auf eine große Anzahl potentieller Kunden hoffen.

    Ich bin gespannt, wie sich die mobile-Systeme (Android/iOS) in Zukunft im Gaming-Sektor verbreiten werden und ob sie irgendwann auch die klassischen, hochgerüsteten, stationären Systeme in eine Nische verdrängen werden.

    der witz ist, das ist jetzt schon so


    So sieht's aus: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen..

    Die mobilen Konsolen leiden schon extrem unter den Smartphone-Games. Deshalb gab es ja auch die kräftigen Preissenkungen in den letzten Wochen. Nintendo hat Apple schon 2010 als neuen Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ausgemacht. Und ich weiß nicht, was an FIFA 12, GTA 3, Real Racing 2, Avatar, PES 2011, World of Goo, Shadowgun, Plants vs. Zombies, Sims Mittelalter, Dungeon Hunter 2 oder Contre Jour (ich habe einfach mal ein paar Games zusammengesucht, die ich für je 80ct gekauft habe) so viel schlechter sein soll, als bei den mobilen Konsolenspielen. Für einen Preis eines Mars-Riegels bekommt man ein Menge Spielspaß geboten. Klar, das sind weitgehend Casual Games aber dieses "Casual" ist nun mal das, was ich auch schon bei der Mehrzahl der C64-Spiele mochte: Man kann einfach losspielen und eine Stunde schnell rumbringen (oder auch mal nur 10 min., oder 3 Stunden am Stück).