Beiträge von skoe im Thema „Messpunkte mit dem Oszi beim C64“

    Zitat

    Die Bilder lassen vermuten, dass die Logik innerhalb der Original-PLA auch nicht wirklich 100% sauber ist.


    Das ist aber eine ziemlich gewagte Vermutung. Besonders, wenn man nur diesen Ausgang und nicht die zeitlichen Zusammenhänge aller Eingänge und deren Spannungsverläufe betrachtet. Wenn man die aufnimmt, kann man aus denen die jeweils aktiven Produktterme ermitteln.

    Das sind die involvierten Terme, direkt konvertiert aus der Fuse-Map eines 82S100:

    Code
    p3 <= i2 and not i3 and i5 and i6 and not i7 and i8 and not i10 and i11 and i13;
        p4 <= i1 and not i3 and i5 and i6 and not i7 and i8 and not i10 and i11 and i13;
        p5 <= i2 and not i3 and i5 and i6 and not i7 and i8 and not i10 and i11 and not i12 and not i13;
        p6 <= i4 and i10 and i13 and not i14 and i15;
        p7 <= i4 and i10 and not i12 and not i13 and not i14 and i15;
        f3 <= not (p3 or p4 or p5 or p6 or p7);

    Durch die kausalen Zusammenhänge im C64 werden die einzelnen Eingänge nacheinander gültig. Insbesondere i5 bis i8 (a15..a12) werden in Phi1-Zyklen durch relativ langsame Pull-Ups (3k3) hochgezogen, sind also auch relativ lange auf komischen Pegeln. Dadurch können in Deiner Messung nacheinander verschiedene Terme gültig sein, mit Lücken dazwischen.

    Nach der Mail von Bil Herd ist davon auszugehen, dass die NMOS-Version sehr ähnlich bzw. logisch identisch implementiert ist.