Beiträge von Nilquader im Thema „Service Manual / Schaltplan Schneider EuroPC I“

    Kleines Update:

    Habe jetzt ein BIOS vom Euro PC II (v3.01), der ja ebenfalls mit einem FE2010 einen Speicher von bis zu 768K anspricht. Bisher hatte ich aber noch keine Zeit, das mal durch den Debugger zu schieben. Wenn du auch mal reinsehen willst, lasse ich dir das gerne zukommen.

    Ein Euro PC I - BIOS (v2.08B) habe ich ebenfalls bekommen, genauso wie ein (wahrscheinlich unvollständiges) BIOS vom Schneider Euro AT. (Das sowieso im Moment nicht so interessant ist, da 286er und ganz anderer Chipsatz)

    Ja, ich muss da auch unbedingt die Tage nochmal weiterbasteln. Jetzt, wo ich den Felher in meiner Amstrad NC100-Speichererweiterung gefunden habe, bin ich auch wieder einigermaßen motiviert.

    Ich frage mich auch gerade, wie der PC sicherstellt, dass es keinen Adresskonflikt gibt, wenn auf einmal der RAM bis &B000:FFFF geht? bei &B800:0000 beginnt doch schon der Video-RAM für die CGA-Karte...

    In der 2.06 konnte ich 2011 gar nicht eingeben. Beim nächsten Booten meckerte er, dass ein Fehler mit dem Datum vorliegt. In der 2.08 läuft jetzt alles bestens. Der Fehler wurde wohl behoben.

    Interessant wäre mal,sich Versionen vor 2.06 anzusehen. Denn mit diesen frühen Versionen läuft lt. Schneider die 128K-Steckkarten-Erweiterung nicht. Da liegt die Vermutung nahe, dass der FE2010 dort so programmiert ist, dass er die dritte Bank verwaltet und es beim Einstecken einer externen Karte zu einem Konflikt kommen würde, da der FE2010 ja den Treiber bei U28 aktivieren würde. Ich starte mal einen kleinen Aufruf zum BIOS-dumpen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    So, jetzt bin ich gerade dabei, meinen zweiten EuroPC fit zu machen, damit ich einen zum Basteln und einen zum Spielen habe. Dabei ist mir auch gleich ein BIOS 2.06 über den Weg gelaufen. (Jetzt weiß ich auch, was du mit Jahr2000-Bug meist!) Das wird jetzt erstmal auf 2.08 aktualisiert. Natürlich nicht, ohne das alte vorher zu sichern...wer weiß, wofür das noch gut sein kann.

    Ich lade die verschiedenen BIOS-Versionen auch mal hoch...

    Ich habe mir das mit den HCT/F-Gattern nochmal genauer angesehen. Das Problem liegt wohl hauptsächlich beim Fanout, wenn du mit einem Gatter 8 oder 16 RAM-Chips ansteuerst. Ein F kann das deutlich besser ab. Aber wenn es bei dir klappt - um so besser!

    Fürs BIOS austesten müsste mal ein EPROM-Emulator her...Leider fehlte mir in den letzten Tagen gänzlich die Zeit, mich mit dem EuroPC auseinanderzusetzen. Hoffe, dass ich am Wochenende noch mal weiter daran arbeiten kann.

    Ach ja...Ein EuroPC II ist natürlich toll. Suche ich auch schon eine Weile... Die RAS/CAS-Schaltung scheint bei dem aber bis auf den F00 als Treiberstufe komplett in einen ASIC gewandert zu sein. Ansonsten Standard - halt mit 4Bit-DRAM statt 1Bit.

    Du hattest schon recht, die IBM-XT Referenz sagt, dass 11 in Bit 2 und 3 für 4 Bänke steht. Aber eizentlich kann doch nur noch irgendwas im FE2010 die Fehlerquelle sein, wenn die Daten korrekt am Bus anliegen, aber RS2 nicht schaltet.

    Das BIOS hat eine Prüfsumme - oder? Zumindest erinnere ich mich, so etwas in der Schneider Techniker-Schulung gelesen zu haben.

    Ich hab übrigens BIOS 2.08 in meinem EuroPC. Ein Y2K-Bug ist mir noch nicht aufgefallen, das kann aber auch daran liegen, dass bei mir die Uhr so selten richtig läuft. Ich lade das BIOS auch mal hoch, falls du updaten willst.

    Also, die normalen RAS/CAS Zyklen konnte ich auf der neuen Bank (RS2) wirklich nicht nochmal messen. Was ich gestern im Chat gemessen habe, scheint also Unfug zu sein.

    Hier nochmal die Signale direkt vom FE2010 abgenommen. Erkennbar sind die regelmäßigen Refresh-Zyklen (auf beiden Bänken, alle 16µS) die wohl wirklich RAS-Only sind. Auf Bank 0 wird rege zugegriffen, auf Bank 2 ist bis auf die Refreshes nichts los. Aufgenommen während des Boot-Vorgangs.
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    Wenn ich auf 8000:0000 zugreife (mit debug), kommt kein Zgriffszyklus (RAS/CAS) über RS2, ich sehe weiterhin nur die RAS-Only refresh-Zyklen. Grrr....."512k ought to be enough for anybody"

    Das CAS meiner hinzugefügten Bank ist eine NAND-Verknüpfung von RCAS und RS2 aus dem FE2010. Sollte ich mich nicht geirrt haben, ist das die gleiche logische Verknüpfung, die auch für die beiden Originalbänke gemacht wird (nur halt bei Schneider mit zwei Bänken statt einer einzigen)

    RS2 geht ja nichtmal low, wenn auf dem Adressbus eigentlich eine Anfrage an die dritte RAM-Bank gestellt wird...Die Bank müsste doch immer aktiv sein, wenn A19=1 und A18=0.

    So, kleines Messprotokoll - vielleicht hat ja noch jemand eine Idee.

    Ich hab mir erstmal das typische RAS/CAS Timing des EuroPC an der ersten RAM-Bank angesehen:
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    Und dann dazu nochmal die Adressleitungen A17, A18 und A19. RAS und CAS liegen jetzt an meiner neuen RAM-Bank. Wenn ich jetzt einen Zugriff auf den Bereich 512k-640k mache, müsste ich dort 001 stehen haben. Habe ich sogar, aber RAS (was in diesem Fall das invertierte Signal RS2 ist) bleibt davon unberührt. (Hier bei -10µs)
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    Also muss doch irgendwas im FE2010 noch nicht so eingestellt sein, wie es soll.

    Edit: Die Register hab ich mir auch nochmal angesehen: Bit2 im &61 gesetzt, damit ich an die Bits 0-3 von &62 rankomme. Ergebnis: &3C, Also gesetzte Bits 2-3.

    An RS2 habe ich mit dem Oszilloskop nur die Refresh-Zyklen gesehen. Aber ich werde mir das bei Gelegenheit auch noch mal mit einem Logic Analyzer betrachten, dann kann ich alle relevanten Signale parallel seheen. Das könnte helfen.


    Hast du mal versucht, auf die neue RAM- Bank zuzugreifen? Also an BIOS und Betriebssystem vorbei direkt auf den Speicher, z.B. per debug? Die Bank müsste ja bei 8000:0000 beginnen.

    Der FE2010 ist nicht sonderlich flexibel. Er kann 4 Bänke mit je 64K oder 4 Bänke mit je 256K. Siehe Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (Datenblatt FE2010) Dass heisst also, dass er hier nur im 256K-Modus laufen kann und die Bänke linear sind. Wenn der komplette Adressbus am FE2010 anliegt, wird RS2 also auch geschaltet.

    Ach ja - ein HCT00 ist übrigens deutlich langsamer als ein 74F00. ich weiß nicht, ob das was ausmacht. Dafür müsste man sich das Timing mal ansehen...

    Edit: Beim Durchsehen des Datenblatts ist mir Register 062 im FE2010 aufgefallen. Da sind zwei Bits für "System Memory", leider nicht weiter beschrieben. Ob man da eventuell die Anzahl Bänke einstellt? Ich muss mir das die Tage nochmal vornehmen und ggf. mit dem Logic Analyzer mal schauen, ob RS2 so angesprochen wird, wie es soll.

    Irgendwas hatte ich mir dabei gedacht, RAS und CAS meiner zusätzlichen RAM-Bank nach oben wegzubiegen...

    Ich glaube, ich wollte die vorhandene Logik der ersten beiden Bänke nachbilden: Dass MCAS nur dann 0 (also Aktiv) ist, wenn RCAS=1 und (RS0=1 oder RS1=1).

    Also habe ich RS2 mit einem der Gatter aus dem F00 invertiert und an meine hochgebogenen RAS-Leitungen gelegt und auf ein weiteres NAND RS2 und RCAS verknüpft auf meine hochgebogenen CAS-Leitungen. Verständlich? Oder soll ich mal ein Diagramm malen? Funktioniert hat's jedenfalls nicht. Wenn ich im BIOS auf 640K stelle, sagt er mir, dass die RAM-Größe falsch eingestellt ist und lässt sich weiterhin nur mit 512K zum Starten überreden.

    Jetzt hab ich nur das Problem, dass das BIOS nicht mehr als 512k adressiert.
    *grummel*

    Also ich kann, wenn ich ins BIOS gehe, zwischen 512K und 640K umschalten. Gibt's die Option nicht bei dir?

    Ich denke, dass ich morgen mit dem Einscannen fertig werde. Die Manuals für den EuroPC I und die Laufwerke habe ich schon fertig. Das Buch für den Euro PC II und Euro XT ist etwas dicker, das muss ich noch nachbearbeiten.

    Bei Interesse gibt's dann auch noch die Unterlagen aus der Schneider-Technikerschulung und eine Loseblattsammlung "Technische Info" mit Lösungsvorschlägen für Kundenprobleme.

    An den Unterlagen wäre ich auch interessiert.
    Ich habe einen EuroPC II mit ausgelaufener Batterie. Eventuell kann ich ihn ja wieder reparieren.

    Mein Tipp hierfür: Bitte keinen neuen NiCD-Akku kaufen, das ist Geldverschwendung. Ein Knopfzellenhalter für CR2032 passt exakt in die Bochrungen für den Akku - dann kannst du Standardknopfzellen, wie man sie im PC-Bereich kennt, verwenden und bist sicher vor auslaufenden Akkus. Einen Widerstand müsste man allerdings hierfür noch entfernen, sonst läst der EurpPC die Lithiumbatterie - keine gute Idee!

    Wenn ich mich gerade nicht irre: KZH 20-1 bei Reichelt - oder aus einem defekten PC-Mainboard auslöten.