Was passiert wenn man den KIM im Singlestep Modus betreibt
Jeder Opcode-Fetch löst einen NMI aus (entspricht beim KIM dem Drücken von ST wie STOP) und nach Ausführung des Befehls landest Du wieder im Monitor, wo ganz normal der PC auf das Display geworfen und der nächste Tastendruck abgewartet wird. Das funktioniert natürlich nur, wenn Opcode-Fetches aus dem ROM ignoriert werden; genau das macht Gatter U26 Pin 4. Tip: Das ist NICHT der Single Cycle bzw Single Opcode Modus aus dem Prozessor-Handbuch!
Einen falschen Zeitpunkt zum Einschalten des SST gibt es nicht, der Schalter liegt durchgehend und die GO-Taste zur Ausführung des nächsten Befehls ist genau dieselbe wie die zum Starten eines Programmes im Normalbetrieb. Einen Killer-Poke in dem Sinne gibt es wohl nicht, selbst wenn ein abgestürztes User-Programm mit dem Display rumspielt. Das ist per se schonmal ziemlich unwahrscheinlich, und in der Regel wird der Nutzer in so einem Fall alsbald einen Reset auslösen. Die Belastung des Displays hält sich also in überschaubaren Grenzen.
Die Helligkeit durch Hochstromimpulse aus Kondensatoren zu steigern, das kenne ich eigentlich nur von Elektronenblitzgeräten... bei gemultiplexten LED bekommt man die nötige Stromstärke aus der normalen Vcc. Zudem will man ja im Fehlerfalle das Display nicht direkt schrotten
und den Multiplex-Impuls künstlich zu verlängern brächte eh nix- dann hast Du Artefate der jeweils nächsten Stelle auf der Anzeige. Was man aber tun kann: Die Abfrage der Tastatur-Spalten, an denen kein Display hängt, kürzer fassen bzw die mit Display verlängern. Dann hast Du im Endeffekt immer noch einen Duty Cycle von 1:6 statt 1:8.