Beiträge von Mafiosino im Thema „TurboTrans+ / Turbo Access“

    Ich habe noch einen ganz anderen Vorschlag, wie man einen Floppyspeeder mit alten Teilen zusammenbauen koennte, der schneller als Professional Dos oder die anderen Speeder aus der Zeit ist. Ich habe dabei nicht vor, eine ganze Diskette auf einmal im Speicher zu halten sondern nur jeweils einen Track.

    Wie ich verstanden habe (korrigiert mich, wenn ich falsch liege), funktionieren schnelle Floppyspeeder nach folgendem Prinzip: Lese einen Track, GCR-dekodiere ihn und lege ihn in einem 8kb grossem Cache ab. Danach wird der Tack ausgewertet und die jeweils richtigen Bytes ueber ein Parallelkabel an den C64 geschickt. Das heisst, man braucht 2 Umdrehungen der Diskette, um einen Track zu uebertragen.

    Deutlich schneller muesste man sein, wenn man sich das uebertragen an den C64 sparen koennte. Oder wenn die Uebertragung zeitgleich mit dem Einlesen einen neuen Tracks erfolgen wuerde. Man braeuchte bei meinem Vorschlag 2 Trackspeicher von mindestens 21*256 byte Groesse. Also 2*8kb reichen aus.

    Im ersten Schritt liest die Floppy den Track, dekodiert ihn und legt ihn in Trackspeicher 1 ab. Vermutlich muesste man den Prozessor auf 2Mhz beschleunigen oder mit Hardwaredekodieung arbeiten. Die Floppy muss dann herausfinden, welcher Track der naechste zu lesende ist.

    Im zweiten Schritt wird der Trackspeicher vom Floppyprozessor aus umgeschaltet. Das heisst, der Floppyprozessor bekommt Zugriff auf Trackspeicher 2. Zugleich muss der C64 Zugriff auf Trackspeicher 1 bekommen. Die Floppy liest wie in Schritt 1 den naechsten Track in den Trackspeicher 2 ein. Sie sollte gar nicht nicht merken, dass irgendetwas umgeschaltet wurde. Zur gleichen Zeit muss der C64 Lesezugriff auf den Trackspeicher 1 haben, vielleicht bei $8000 bei Lesezugriffen einblenden. Bei Schreibzugriffen sollte er auf sein internes RAM schreiben. Der C64 kann dann selbst in einer Schleife die richtigen Bytes aus dem Trackspeicher in seinen internen Speicher kopieren. Wenn der C64 fertig ist, muss er der Floppy ueber den seriellen Bus ein Signal geben, dass er fertig ist. Wenn die Floppy fertig ist, muss sie auf das Signal vom C64 warten und mit Schritt 2 weitermachen.

    Ich bin kein Hardwareexperte, deshalb weiss ich nicht, ob man direkt auf ein 8kb-RAM zugreifen kann, wenn ein lages Kabel dazwischen haengt. Ansonsten haette ich noch einen anderen Vorschlag: Man baut zwischen Floppy und C64 noch einen weiteren Prozessor ein. Er sitzt physikalisch im Floppygehaeuse. Er muss Zugriff auf auf jeweils einen Trackspeicher haben, etwas ROM braucht der auch und einen IO-Baustein. Der zusaetzliche Prozessor uebertragt dann die Daten des Trackspeichers an den C64 ueber ein Parallelkabel (mit Handshaking und so). Dann waere man grundsaetzlich kompatibler, da der C64 nicht umgebaut werden muesste.

    Die Vorteile meines Bauvorschlags waeren, dass man ausser beim ersten Track etwa eine Geschwindigkeit von 1 Track pro Diskettenumdrehung haette. Man braeuchte auch den Bildschirm des C64 beim Laden nicht abschalten. Er koennte auch Interrupts beim Laden laufen lassen.