Beiträge von Retrofan im Thema „Heise: Rechtsstreit um Amiga OS beendet“

    Die sind für mich insofern vergleichbar als dass sie beide hier im Regal liegen.


    Das ist ein Argument. An Benchmarks wäre ich interessiert. Über Linux auf PowerBooks müsste ja auch sauhund einiges wissen, da er es ja so betreibt.

    Zitat

    MHz sind nur innerhalb der gleichen Prozessorfamilie ein brauchbares Vergleichskriterium.


    Das ist mir schon klar. Jahrelang habe ich mir die Vergleiche zwischen PPC und X86 und deren Taktfrequenz angehört (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.).

    Wie gesagt, ich wollte keinen Performancevergleich anstellen, sondern nur erwähnen, dass der klassische PPC Bereich durchaus interessante Hardware bietet, wenn man über den Rand der Selbstbau-Platinen herüber schaut und mal bei Apple ins "Keller-Regal" guckt. Hier gibt es haufenweise Hardware zu günstigen Preisen und ich würde die nicht verschmähen, nur weil sie schon mal jemand angefasst hat. Oft wirklich nur einmal:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Zudem haben sich die MorphOS-Nutzer schon mit Mac minis eingedeckt, da das System darauf schon läuft. ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Gruppe (bei einem vernünftigen Preis) AmigaOS zusätzlich installieren würden. Die Vorstellungen von anderen hier, dass Hyperion davon leben kann, dass X86-PC-User sich für 125 Euro ein weiteres OS auf ihre Kiste knallen (X86-Port-Verfechter) oder jemand noch einmal 600+ Euro für eine Kleinserienhardware mit AmigaOS ausgeben wird (eigene-Hardware-Verfechter), halte ich für weitaus utopischer, als dass die vorhandene PPC-Hardware vom Obststand mit einem neuen OS wiederbelebt werden kann.

    Das alles ist natürlich ein so kleiner Nischenmarkt, dass man von "Markt" eigentlich gar nicht sprechen darf. Aber mehr wird es in keinem Fall werden. Und ich glaube auch nicht, dass Hyperion irgendeinen "großen, geheimen Plan" hat, wie man mit dem AmigaOS noch richtig Geld verdienen kann.

    Leute, Leute, ich finde solche Diskussionen immer wieder sehr erheiternd:
    - soll AOS auf PPC oder X86 laufen.
    - welches ist die beste Hardware für AOS
    - AOS auf bebrauchten MACs
    - Ratschläge an Hyperion, in welche Richtung die Entwicklung laufen soll.


    Klar ist so eine Diskussion erheiternd und stimmt fröhlich, deswegen diskutiere ich ja darüber. Wenn mich das zermürben würde, ginge ich zum Arzt. Ich gebe hier an Hyperion auch keine Ratschläge, weil ich davon ausgehe, dass sie es lesen und beherzigen würden. Sondern damit ich in 10 Jahren klugscheißen kann: Seht ihr, hätten die auf mich gehört, würde es sie noch geben. ;)

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    Meint ihr etwa, die hätten sich jahrelang wegen des Betriebsystems mit Anwälten rumgeschlagen, um jetzt daran weiter zu entwickeln, um ein paar Lizenzen an Leute zu verkaufen, die noch am Amiga hängen?


    Ich glaube, dass Hyperion bei dem Gerichtsstreit überhaupt nicht allzu weit gedacht haben, sondern einfach Recht bekommen wollten. Im übrigen werden Firmen meist von gut bezahlten Anwälten in solche Verhandlungen getrieben, die eigene Interessen verfolgen und nicht danach gucken, ob sich das Ergebnis für eine Firma lohnt. Ob Hyperion mit der Entscheidung etwas sinnvolles anfangen kann, steht auf einem anderen Blatt.

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    Aber sich Spekulationen hinzugeben, bringt uns nichts.
    So, und jetzt werde ich mich doch ein paar Spekulationen hingeben:


    Was denn jetzt? ;)

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    In Zusammenarbeit mit Hyperion wird es neue Hardware für ein weiterentwickeltes AOS geben.


    Es kann durchaus sein, dass es neue Hardware geben wird. Ich halte es nur für ausgesprochenen Schwachsinn. Und Hyperion wird davon kaum profitieren, denn selbst, wenn sie 100 Euro je Platine (mehr wird ja meistens nicht angeboten) zusätzlich je Lizenz bekommen würden, wären die Stückzahlen so gering, dass man davon keine Firma erhalten kann. Hyperion ist keine kombinierte Hard- und Softwarefirma, wie Apple, die an beidem verdienen. Sie müssen eher dem Microsoft-Weg folgen und die Software kompatibel zu möglichst viel und preiswerter Hardware machen. Und zwar mit möglichst geringem Aufwand um möglichst schnell Geld zu verdienen. Jetzt erst noch die Plattform wechseln, wäre, wie ich schon schrieb, tödlich für die Firma, weil sie so erst in ein bis zwei Jahren anfangen könnten, Geld zu verdienen. Ich weiß nicht, wie groß deren finanzielles Polster ist.

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    Ich glaube nicht, daß man auf die Retro-User Rücksicht nicht, denn hier steckt nicht immer das große Geld hinter dem Hobby.


    Wie würdest du denn die potentiellen Käufer eines möglichen Amiga-OS-Rechners nennen, wenn nicht Retro-User? Nur weil es neue Hardware gäbe, wäre ein Amiga-OS nicht irgendwie Retro? Soll ein Büromensch sich einen neuen Amiga kaufen, ein Hi-End-Zocker, Ein Videofilmer, ein 3D-Grafiker, ein Webdesigner, ein VBA/.NET-Programmierer? Wer soll der Käufer sein, wenn nicht ein Retro-User (was immer das genau sein soll)? Wer außerhalb der verbliebenen Amiga/Retro-Gemeinde kennt den Namen Amiga noch oder verbindet damit etwas positives?

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    Jedenfalls hat die Beendigung des Rechtsstreits einen Weg geebnet, der jetzt begangen werden muss.
    Ich wünsche mir, daß die Jungs von H. sich nun die Turnschuhe angezogen haben und anfangen zu rennen. :wink:


    Rennen müssten die schon seit Jahren. Aber viel wichtiger als die Geschwindigkeit, ist die RICHTUNG, in der sie laufen. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie die richtige Richtung einschlagen werden. Wie in der Vergangenheit der Amiga-Plattform kann man wieder sagen: Es bleibt spannend. Und wenn es auch nur für eine kleine Diskussion zwischendurch taugt.

    Hast du mal Benchmarkergebnisse für ein Powerbook 12" 867 vs. einen 1,6GHz Intel Atom wie er in vielen Netbooks steckt?


    Nein. Jetzt nennst du bei dem einen die langsamste Version, bei dem anderen eine der schnellsten. Meinst du, die wären am ehesten vergleichbar?

    Den Atom gab/gibt es von 800 MHz bis 2 GHz, in vielen mir bekannten Geräten stecken 1,2 bis 1,6 GHz Atoms drin. Das PB gab es mit 867 MHz bis 1,5 GHz. Mit welchem Betriebssystem sollte man die Benchmarks durchführen? Ist Linux auf PPC so gut optimiert, wie auf X86? Oder sollte man Mac OS verwenden, auf dem Atom als Hackintosh? Wäre mal interessant.

    Es ist für meine Aussage nicht wirklich wichtig, welcher Prozzi wohl schneller ist (nach meiner Einschätzung wird es wohl der Atom sein), sondern es ging nur darum, zu zeigen, dass die "alte" PPC-Hardware vom 12" Powerbook jetzt nicht soooo veraltet ist (einfach mal von den MHz her), wie es evtl. machmal vermutet wird. Ich musste selbst nachsehen und war überrascht, dass es das Gerät mit 1,5 GHz gegeben hat. Für einen "Amiga" finde ich es auf jeden Fall voll ausreichend und nicht so viel schlechter als ein Netbook. Und der Aufwand wäre halt viel geringer.

    Mir ist sowieso eher schnuppe, was mit AmigaOS4 oder 5 in Zukunft passiert (außer in technikgeschichtlicher Hinsicht). Alles oberhalb eines Amiga 1200 mit 68K-Beschleuniger ist für mich ohnehin eher uninteressant zum selber besitzen. Ich gucke mir hochgerüstete MorphOS Maschinen etc. gerne mal an aber ich muss so etwas nicht haben. Und vor allem nicht zu dem Preis, den andere bereit sind, dafür zu zahlen. Sobald bei eBay-Aktionen "für Amiga" an einer Hardware dransteht, werden ja absolute Mondpreise gezahlt, mehrere Hundert Euro für einen Beschleuniger im 3-stelligen MHz Bereich, sozusagen 1 Euro je MHz.

    Ich habe aber ein paar alte PPC-Macs herumstehen und würde da evtl. auch mal ein alternatives OS daraufpacken, um ein wenig damit herumzuspielen. Natürlich sollte sich Hyperion auch noch einmal zu der Preisgestaltung Gedanken machen. Ein AmigaOS, dass viel kleiner ist (vom Leistungsumfang her), darf nicht so viel kosten, wie ein Windows oder OSX, Stückzahlen hin oder her. 50 Euro wären eher angebracht.

    Aber egal, sollen die (Hyperion) mal machen, was sie für Richtig halten und ich gucke mir das weiter interessiert und in Ruhe an.

    Gebrauchte Hardware kaufen und dann noch 150€ für das OS. Alles Spielerei, die viel Geld kostet.


    Du findest es also sehr viel sinnvoller, für 300 Euro ein aktuelles 1,x GHz OneCore-Netbook zu kaufen als ein altes Book, was genau so schnell ist? Mit dem einzigen Unterschied, dass du bei dem alten evtl. mal mit einem Lappen über die Tastatur putzen musst? Ach so, du meinst, wir hätten ja alle schon ein zweckfreies netbook herumliegen, das darauf wartet, endlich mit dem AmigaOS bespielt zu werden? Der Unterschied bei den beiden Lösungen ist, dass man auf das alte Gerät ein AmigaOS mit ein paar fertigen Programmen aufspielen könnte, auf das andere (das moderne) aber, wenn überhaupt ein AmigaOS ohne Programme, weil niemand die Amiga-Programme für X86 anpassen wird, da viel zu aufwändig. Und dass das alles Spielerei ist, ist doch wohl jedem klar, oder? In welchem Forum befinden wir uns denn hier?

    Ein Betriebssystem für gebrauchte und alte Hardware ist eigentlich noch eine Steigerung des Schwachsinns.


    Das kommt auf das Betriebssystem an. Ein Retro/Abandon-OS für Fans, wie das AmigaOS macht sich auf klassischer Hardware eigentlich ganz gut. "Basic V2" will ja auch niemand auf Intel portieren in der Hoffnung, dass jemand anderes die ganze alte Software auch noch an Multithreading und 64Bit anpasst. ;)

    aber warum kein Netbook? Ich denke, dahin wird es gehen in Zukunft, weg von den stromfressenden Desktop-Rechnern. Amiga OS sollte ja so klein sein, das es auf den Netbooks richtig Dampf machen könnte. Das coole dabei ist, das die meisten Netbooks alle ähnliches Design haben, so dass die Treiberanzahl gering gehalten werden kann. Monitor und Tastatur angesteckt und ich habe einen "Desktop".


    Warum in die Ferne schweifen? Wenn man eine Art Amiga-Netbook haben möchte, gibt es auch etwas im PPC-Bereich: das PowerBook G4, 12" (von 2003 bis 2006 gebaut, 867 MHz bis 1,5 GHz, GeForce GPU, WLAN, Blutooth, USB, FW, bis zu 2GB RAM, durchschnittlich 300 Euro). Dieses Gerät zu unterstützen, wäre für Hyperion wesentlich weniger aufwändig als ein Atom-basiertes Netbook. Und sehr viel langsamer ist es wahrscheinlich auch nicht.

    Mit einem x86 Port lassen sich bessere Gecshäfte machen ( auch dann, wenn nur jeder 3.000.000 x86 User ein Amiga OS kauft, sind das immer noch 3.000.000 User mehr, als mit der PPC-Architektur ).


    Ich glaube, du überschätzt die Marktaussichten. Die Frage ist doch nicht, ob potentielle Kunden AmigaOS laufen lassen KÖNNTEN, sondern warum sie es SOLLTEN. Nur weil das OS für X86 zu haben wäre, würden sich die Marktaussichten nicht automatisch verbessern. Hyperion möchte ja AmigaOS nicht verschenken, sondern verkaufen. Und zwar für einen nicht ganz unerheblichen Preis, etwa so viel, wie für ein ausgewachsenes, aktuelles OS von Microsoft oder Apple. Wer installiert sich für 125 Euro ein Zweit-OS, das nicht mehr kann, als das Erstsystem? Auf dem ein Hand voll Programme läuft? Außer noch vorhanden Amiga Fans wohl niemand.

    Und für diese zweifelhaften Aussichten soll der Hersteller einen riesigen Aufwand betreiben, der die paar Entwickler, die sie haben, komplett für ein bis zwei Jahre bindet? So ein Architekturwechsel ist nämlich mit recht großem Aufwand verbunden, inkl. Emulationsschicht für bisherige Software etc. Das macht man nicht mal eben so nebenbei! Apple hat mehrere Jahre gebraucht, bis ihr altes OS auf PPC besser lief als auf 68K – sie haben ganz langsam über mehrere Systemgenerationen den PPC Code immer erhöht und immer weniger über die 68K Emulation laufen lassen. Und dass der Umstieg auf X86 so reibungslos und zügig lief, lag daran, dass sie das OS gar nicht portieren mussten, sondern es immer parallel als X86 existierte (Als Fallbacklösung um IBM/Motorola unter Druck zu setzen und weil es die Basis Open-Step ohnehin für X86 gab). Und auch hier gab es einen im System integrierten Emulator, um zu alter Software kompatibel zu bleiben.

    Ich denke, Hyperion muss zusehen, dass sie etwas für die noch existierende Amiga Gemeinde tun. Und die Mehrheit dieser Nutzer wird nicht gerne zu Intelkisten wechseln. Und neue Nutzer wird das System nicht bekommen. Es geht nicht darum, die Nutzer-Basis zu vergrößern (das wäre utopisch), sondern sie nicht unnötig zu verringern. Amiga-Fans geben für ihre Systeme meist eine Menge Geld aus (oft mehr als PC-User) und es wird für diese Kunden kein Problem sein, sich ein PowerBook oder einen PowerMac G5 zu kaufen, um das AmigaOS4 darauf zu fahren. Das letzte, was diese Kunden wollen, ist, sich einen Intel-PC zu kaufen, um dort neben Windows ein AmigaOS zu haben.

    Und wenn irgend ein "Hersteller" Hardware für ein zukünftiges AmigaOS anbieten möchte, wäre er meiner Meinung nach gut beraten (statt etwas eigenes zu entwickeln), wenn er einfach bei einem Betreiber einer obsoleten PowerMac G4/G5 Serverfarm (es gab Supercomputer mit tausenden PPC-Macs) anfragt, ob er die Geräte übernehmen kann. Dann einfach den Apfel mit einem Amiga-Ball überkleben und mit 200 Euro Gewinn pro Stück verticken. Die Hardware wäre immer noch billiger und leistungsfähiger als eine selbst entworfene PPC-Platine ohne Gehäuse und Grafikkarte.

    AmigaOS auf X86 wäre eine wirtschaftliche, wie technische Totgeburt.

    Meiner persönlichen Meinung nach wäre aber AmigaOS auf x86 die einzige Alternative mittelfristig gesehen um AmigaOS doch noch etwas am Leben zu erhalten.


    Ich sehe das in diesem Punkt genauso wie Hyperion: Amiga auf X86-Basis ist Quatsch. Wenn man das haben will, soll man einfach einen Emulator nehmen, fertig. Träumereien von einer wirklichen Betriebssystemalternative zu Windows and Friends sollten langsam ausgeträumt sein. Wo soll denn der große Vorteil (neben den vielen Nachteilen) gegenüber z.B. Windows auf einer aktuellen Hardware sein? Und die Nostalgiker-Fraktion würde sowieso niemals einen Intel-Amiga anfassen.


    Denn ich kaufe mir lieber einen 08/15 PC um 300 Euro und kann darauf neben Windows auch ein aktuelles AmigaOS laufen lassen als das ich mir ein aktuelles SAM Board um 800 zulege um nur AmigaOS drauf laufen zu lassen.


    Ich würde mir eher für 300 Euro ein gutes, wenig gebrauchtes 1GHz-Powerbook kaufen und dort AmigaOS (zusätzlich zu OSX und Linux) laufen lassen.


    Auf PPC ist AmigaOS ein Nischenprodukt mit (fast) keiner HW Basis, die noch dazu extrem teuer ist. Auf x86 wäre AmigaOS genauso ein Nischenprodukt, aber mit einer breiten HW Basis, die leistbar ist und vielleicht überlegen dann doch wieder ein paar Leute auf AmigaOS umzusteigen - sofern es mal vernünftige Software dafür gibt.


    Letzteres ist doch der Knackpunkt. Der günstige Zeitpunkt für einen Prozessorwechsel ist lange vorbei. Bei einem Umstieg muss man zusehen, dass man möglichst viele Entwickler und Produkte mit 'rüberrettet, denn der alte Kram wird nur per Emu o.ä. weiterlaufen. Als Apple den Umstieg von 68K auf PPC und später den Umstieg von PPC auf Intel vollzogen hat, sind auch immer ein paar Produkte/Entwickler verloren gegangen aber die Basis war groß genug und es war immer ein Wachstumsmarkt, sodass das locker ausgeglichen werden konnte. Beides ist beim Amiga nicht der Fall: Der Anteil der Amiganutzer ist nicht steigend und die Entwickler-Basis ist nicht sehr groß. Zu diesem Zeitpunkt einen Prozessorwechsel durchzuführen, würde eine weitere Schneise in die Nutzerbasis schlagen: dann hätte man neben den Vor-OS4-Nutzern und den MorphOS-Leuten noch die PPC-AmigaOS4 und die X86-AmigaOS5-Nutzer und kaum universelle Software. Setzt ein Programmierer dann ein Programm von PPC auf X86 um, kann er nicht gleichzeitig das bestehende Programm verbessern. Das würde die Entwicklung stärker verlangsamen als beschleunigen. Ein Umstieg auf eine neue Prozessorarchitektur zum jetzigen Zeitpunkt wäre der Tot für die Amiga-Plattform, weil alle Kraft in den Umstieg gesteckt werden müsste und dafür einfach zu wenig Manpower (auch bei den loyalen 3rd-Party-Entwicklern) vorhanden ist.

    also AmigaOS auf einen Netbook würde ich begrüssen.


    Ich denke nicht, dass das Amiga OS auf eine "aktuelle" Hardware (X86 oder ARM) umgesetzt wird. Nach PPC wird Schluss sein und beispielsweise ein G5 ist für einen Amiga kein schlechter Performance-Sprung. Um mit aktuellen OS-Entwicklungen mithalten zu können, müsste das Amiga-OS schon noch ein wenig überarbeitet werden, Stichworte: Multi-Cores, Multi-User, 64 Bit, Speicherschutz, Virtualisierung, Backup-Strategie, Filesystem (z.B. ZFS), Energiemanagement für Notebooks, integrierte Entwicklungsumgebung, OpenCL, GPU-Unterstützung, Gerätetreiber. Das sind alles Sachen, wo aktuelle Systeme Antworten parat haben und wo das Amiga OS Nachholbedarf hätte. Ich glaube nicht, dass man da in nur kurzer Zeit aufholen könnte. Und selbst wenn, wären sie nicht weiter als die bisherigen Systeme und wahrscheinlich auch nicht mehr schlanker oder schneller. Ich denke, der Zug ist abgefahren. Hyperion soll zusehen, dass sie das System auf möglichst vielen Abandon-Hardwares zum Laufen bringen (speziell PowerBooks) und das System damit möglichst lange am leben halten und weiterentwickeln können. Die Träumerei, dass das Amiga-OS irgend eine Rolle im aktuellen Betriebssystem-Mix spielen könnte, sollten alle möglichst schnell aufgeben, um Enttäuschungen zu vermeiden. Dafür sind sie einfach 15 Jahre zu spät und die Welt ist nicht stehen geblieben und hat auf Hyperion gewartet.