Beiträge von Retrofan im Thema „Neue Gehäuse für Cevi“

    ch habe mal vor Jahren im Fernsehen ein Verfahren gesehen, mit dem man dreidimensionale Computerdateien in Kunststoffformen für Kleinserien / Einzelstücke verwandelt.

    es würde da noch eine Möglichkeit geben, nämlich die des 3D Drucks / Modellierens
    dabei wird ein vorher konstruiertes CAD Modell Schicht für Schicht durch einen speziellen "Drucker" aufgebaut.

    Warum wiederholt ihr alles? ;) Das ist genau, was ich mit 3D-Plotter meinte. Heißt aber in Wirklichkeit "Digital Fabricator" oder kurz: Fabber

    Fräsen ist natürlich auch cool. Zwar nicht wie beim MacBook aus Alu, sondern aus Kunststoff aber im Gegensatz zu Tiefziehen oder Glasfasermatten muss man sich keine Gedanken um Aussparungen oder die Anbringung von Halterungen machen. Gefräste Sachen sehen zudem meist sehr akkurat aus.

    Gehäusevorschlag: In Anlehnung an das C64-Brotkastendesign würde ich die vordere Kante rund halten, allerdings etwas flacher, Tastaturposition von der vorderen Kante wie beim Original. Nach hinten 10 cm mehr Tiefe, etwa gleiche Höhe, wie der Brotkasten (reicht, um ein LCD-TV darauf abzustellen). Gleiche Breite wie Brotkasten. Rechts eine rechteckige Aussparung (auch wie beim Brotkasten, nur größer), um ein Blech oder eine Kunststoffplatte aufzunehmen. Hier werden dann die Bohrungen für Netz, Netzschalter, Joysticks und Erweiterungen (SD2IEC, Schalter, LEDs etc.) teilweise individuell eingefügt. Innen: Platz für Tastatur (vorne/oben), Platine (hinten/unten), Netzteil (müsste noch entwickelt werden) und ein paar interne Erweiterungen (SD2IEC etc.). Eine Art Klappmechanismus o.ä. wäre nicht schlecht, damit man das Gerät nicht immer aufschrauben muss und es trotzdem nicht beim Transport auseinander fällt.

    (man sollte sich fragen warum die damals wohl teuren spritzguss genommen haben, wenn es doch mit anderen verfahren ginge)


    Die haben Spritzguss verwendet, weil es billig ist (bei genügend hoher Auflage). Bei kleinen Auflagen kann es sich aber lohnen, das Gehäuse aus einem Stück Holz zu schnitzen ;) . Stege für die Verschraubung kannst du bei der Glasfasermethode mit einarbeiten, entweder aus Kunststoff oder Metall, positioniert über eine Schablone. Aber das sind ja alles Dinge, die sich der Gehäuseplaner überlegen muss/soll, da will ich niemandem hereinreden.

    Apropos Gehäuse: Vor ein paar Jahren hätte niemand daran gedacht, ein Notebookgehäuse mit hunderten von Öffnungen (z.B. für jede Taste eines) und dutzenden von Stegen aus einem Alublock zu fräsen, zumindest nicht bei Millionen-Auflagen. Heute macht Apple genau das. Und da sie für so ein Gehäuse 200 Euro Aufpreis nehmen, wird es in der Fertigung 50 Euro oder weniger kosten. Das ist allerdings weit mehr als man für ein Plastik-Spritzgussgehäuse (z.B. von Dell) rechnen muss, das dürfte in der Herstellung ca. 1 Euro kosten (inkl. anteiliger Formherstellung). Manchmal muss man eben mal ganz neu über mögliche Herstellungsverfahren nachdenken. Die Kostenunterschiede verschieben sich andauernd, neue Möglichkeiten eröffnen sich auch alle paar Jahre. Vielleicht können wir in 10 Jahren ein C64-Gehäuse in Auflage 1 aus dem 3D-Plotter für unter 50 Euro bekommen.

    Auch wenn ich ein SD2IEC nicht besitze ist mir schon klar, dass das schon eher seine Daseinsberechtigung in so einem Neudesign hätte, einfach weil es leicht verbaut werden kann.
    Auch ein integriertes Ntzteil hätten seinen Reiz....ABER (gibts nicht immer irgendwo ein Aber?): soll das ein originales sein? Ein Neubau? Jetzt hat man noch die Möglichkeit "mal eben schnell" auf ein anderes auszuweichen, wenn eins die Biege macht. Ist es integriert, faällt das ja eher flach. Das klingt also eher nach einem Neudesign. Und da ist die Frage auch gleich wieder.... Kosten?
    Oder belässt man es dann doch beim externen?


    Ich dachte beim internen Verbau eines SD/CF-Laufwerks auch am ehesten an das SD2IEC. Mit der 1541U bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen. Beim Netzteil habe ich nicht an den original Klotz gedacht. Ich wünsche mir schon seit langem, beim C64 auf diesen externen Klotz verzichten zu können, besonders bei der Mitnahme zu einem Treffen. Ich stelle mir ein Netzteil vor, dass wenig Tiefe hat und dafür eher breit ist, sodass es im Extremfall sogar in einem Brotkasten-64er untergebracht werden könnte. Wegen des etwas speziellen Strombedarfs des C64 wäre das natürlich nicht "von der Stange". Das ist aber nur ein spezieller Wunschtraum von mir und braucht hier wirklich nicht berücksichtigt werden.

    Wegen der Kosten könnte man eine solche Lösung optional machen, also den Platz vorhalten und jeder kann dann entscheiden, ob er das externe oder ein neues internes Netzteil verwenden möchte. Die unterschiedlichen Anschlüsse könnte man dann wieder über die variable Blende auf der rechten Seite lösen, ohne eine weitere Gehäusemodifikation vorzunehmen.

    es sollte die bestehende Hardware (Tastatur, 1541...) rein passen. Eine Lösung wo nur die Modultechnik eines sd2iec reinpasst spricht wenig Leute an, da gering verbreitet.


    Ich denke nicht, dass in ein neues Gehäuse eine 1541 mit hineinpassen muss. Wer sich um seinen Rechner ein neues Gehäuse baut, hat bestimmt auch ein SD2IEC, 1541U oder ähnliches. Wenn überhaupt, könnte man für eine 1581 Platz lassen. Die 1541 mit ihrer Technik ist einfach ein Platzverschwender. Wenn man ein 5 1/4" Laufwerk verbauen könnte, wie es Apple beim wunderschönen Apple IIc (Compact) getan hat, dann wäre es super aber die 1541-Technik nimmt einfach viel Platz weg. Interessanter fände ich es, wenn man eine Lösung für ein internes Netzteil finden würde.

    Das original Apple II Gehäuse finde ich zwar sehr schön aber viele werden dann wieder sagen: zu unflexibel, da der schwere Monitor drauf steht, macht doch die Tastatur extern – und schon haben wir einen C128D. Der Apple II Kunststoff ist übrigens wirklich toll – fühlt sich steinhart an. Und die Form gibt dem Tastenanschlag einen super "amtlichen" Sound. Ich kann mich aber daran erinnern, mal gelesen zu haben, dass Woz und Jobs da lange drum gestritten haben, weil es Woz egal (er wollte irgendwas günstiges) und Jobs sehr wichtig war, wie sich der Rechner anfühlt.

    Tiefziehen könnte eine Lösung sein oder auch die Art, wie Surfbretter gebaut werden. Da werden Glasfasermatten mit Kunstharz in eine Negativform gelegt und ausgehärtet. Da muss man dann allerdings zwingend lackieren, da es in natur eher scheußlich aussieht.

    Erst einmal nicht bange machen lassen. Zwar ist es so, dass die bisherigen Ansätze im Sande verlaufen sind aber evtl. hast du ja den richtigen Ansatz. Spritzguss wird das wohl eher nicht sein, sondern ein Verfahren, die für geringere Stückzahlen geeigneter ist.

    Was die Form betrifft, find ich den C65 eher suboptimal. Der Buckel sieht eher nach einer Notlösung als nach einem optimalen Weg aus (oder soll das ein Abstellplatz für den Kaffebecher sein?) und bei ähnlich aufgebauten Geräten (CPC 464 oder EuroPC) wirkt es auch nicht eleganter. Die meisten heutigen Tastaturcomputer (= Notebooks) haben das Wechsellaufwerk so verbaut, dass das Medium von der (rechten) Seite eingeführt wird. Das ist platzsparend und praktisch. Hier könnte man eine Aussparung für eine Blende vorsehen, die jeder für seinen Zweck anpassen kann (3,5"-Disk, SD-Card, CF-Card). In dieser variablen Blende können dann auch Löcher für Status-Lämpchen und Schalter gebohrt werden. Ich würde also für ein Design plädieren, dass zwischen Amiga 500 und 600 läge und auf der rechten Seite variable Bestückungsmöglichkeiten böte.

    Da ich mir meine Wunschmaschine aber schon gebaut habe (und eine weitere plane), werde ich wohl kein Gehäuse benötigen. Towerumbauten finde ich allerdings super langweilig. In der heutigen Zeit, wo sich alle Welt von den grauen Kisten unter den Schreibtischen verabschiedet und sich dafür mehr oder weniger schicke kleine Kisten auf den Schreibtisch stellt, sollte man sich wirklich von diesem trostlosen Design der 90er Jahre trennen.