Sofern in Deiner Telefondose noch ein Paar Kupferadern liegt (also 4 insgesamt), dann stellt das kein Problem dar. Dann gibt es jeweils 2 voneinander getrennte Anschlüsse (aber meistens auch mit Telefonnummer, sonst kann bei diversen Providern kein DSL geschaltet werden). Es muss halt nur sichergestellt sein, dass diese 4 Kupferdrähte in der Telefondose liegen, und diese auch bei Dir im Haus im Verteiler ankommen (zumeist im Keller). Dann kann jeder Anbieter i.d.R. dort einen Anschluss aufschalten (entweder selbst, wenn der Provider in eurem Ort eigene Leitungen verlegt hat), oder über die Telekom. Sofern noch ein DSL-Port in der Vermittlungsstelle frei ist. Das wird man Dir dann aber bei der Beantragung mitteilen.
Also kurz und knapp: Wende Dich an den Provider Deines Vertrauens und beantrage einen zweiten Telefonanschluss mit DSL. Der wird dann alles weitere prüfen.
Nur: Wofür?
Es reicht nicht aus das in der Wohung mehr als 1 Doppeladern (2 Drähte) vorhanden sind, denn diese Drähte gehen nur bis zum Hausverteiler (meist im Keller), dort gehen die Leitungen dann weiter zum Verteiler auf der Straße (die grauen Kästen am Straßenrand), von dort geht es dann weiter zur Vermittlungstelle.
Es kann sein, dass zwischen Hausverteiler und Vermittlungsstelle zu wenige freie Kupferadern vorhanden sind oder dass die vorhanden Leitungen zur Vermittlungstelle bereits mit zuvielen DSL-Leitungen beschaltet sind (ein Kabel kann nicht zu 100% mit DSL-Leitungen beschaltet werden), oder das ein Teil der Leitungen über eine Glasfaser oder einen Mulitplexer geführt sind, solche Leitungen können nicht für DSL benutzt werden.
Dann mus die Telekom erstmal Kupferadern freischalten, da sie dass aber für DSL-Anschlüsse nicht gesetztlich verpflichtet wird (die Telekom muss nur Teelfonanschlüsse verlegen, aber kein DSL), kann es sein, dass der 2. DSL-Anschluss nicht realisiert werden kann, entweder weil es eben technisch nicht möglich ist oder aber weil die Telekom sagt es geht nicht, weil ja bereits DSL vorhanden ist und man diese DSL-Leitung für anderen Kunden freihalten möchte. (sonst kommt es dazu, dass jemand gar kein DSL im Haus bekommen kann, aber der andere Mitbewohner sogar 2 DSL-Anschlüsse hat ... kommt nicht so gut rüber .....)
Evtl. geht es über den Umweg einen analogen Telefonanschluss zu beauftragen, den muss die Telekom ja bauen und schalten und wenn man diese Telefonanschluss hat, kann man dann einen DSL-Anschluß dazu beauftragen => Begründung: der Mitbewohner/Lebenspartner möchte einen eigenen DSL-Anschluss !