Posts from Stephan Scheuer in thread "Futter für die Datasette: Marktübersicht Audio-Kassetten 2009"
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Ich habe mindestens 40 FeO2 und CrO2 Tapes getestet. Von den FeO2-Tapes funktionierten 27 und von den CrO2-Tapes funktionierten 7. Das mag auch am alter der Tapes liegen.

Einige von den Teilen sind über 35 Jahre alt. Wiederbespielt hatte ich die mit dem Nakamichi Dragon Tape-Deck, was ich Ende der 90er für sehr wenig Geld geschossen hatte. Tape-Decks
Plattenspieler ect. wollte keiner mehr haben und so wurden die Geräte verramscht. Ich habe leider alle meine Schallpaltten c.a. 350 Stück mit meinem Thorens TD-160 Plattenspieler, Mitte
der 90er verschenkt. Heute könnte ich mich in den Hintern beissen, wenn ich mich daran erinnere.



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Bei Chromtapes gabe es Probleme. Die Amplitude ist zu hoch und je höher die Bit- oder Pulsrate, desto mieser die Aufzeichnungsqualität.
Was hast Du denn für Unterschiede auf dem Oszi gesehen? Die Datassette interessieren ja nur die Nulldurchgänge, ob das übersteuerte Signal jetzt ein schönes Rechteck ist, ist ihr ja Wurscht.
Naja, die Spannungsspitzen wurden wegen der Übersteuerung angeschnitten. Und je dichter das Aufzeichnungsformat, desto schlimmer.
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Einfache Erkennung von CrO2- und Ferrotapes. Ein CrO2 -Leertape erkennt man am dunklgrauen bzw schwarzen Tonband. Das Ferro-Leertape hat ein braunes- bis dunkelbraunes Tonband.

Hier gibt es Infos über die Tape-Typen und deren Magnetisierung. Daraus kann man auch schießen, warum die meisten CrO2-Leertapes auf dauer nicht mit der Datasette funktionieren.

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Ich hatte vor einiger Zeit, testweise auf Ferro- und Chromtapes aufgezeichnet. Danach habe ich das Aufgezeichnete mittels Oszilloskope an der Datasette nachgemessen.
Bei Ferrotapes gab es keine Probleme. Bei Chromtapes gabe es Probleme. Die Amplitude ist zu hoch und je höher die Bit- oder Pulsrate, desto mieser die Aufzeichnungsqualität.
Das kann bis zur unlesbarkeit des Tapes gehen. Man muss Chromtapes mal mit Super Turbo II oder Hyper Turbo Tape testen. Also ein sehr dichtes Aufzeichnungsverfahren.
Sollte das fehlerfrei eingelesen werden, sollte das Chromtape ohne Probleme nutzbar sein.

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Das Eisenoxidband hat gewöhnlich eine Aufnahmevorverzerrung mit einer Zeitkonstanten von 120 µs.
Das Chromdioxidband hat gewöhnlich eine Aufnahmevorverzerrung mit einer Zeitkonstanten von 70 µs.
Bei falscher Bandsorteneinstellung stimmt der Frequenzgang der Aufnahme bei der Wiedergabe nicht, wodurch das Audiomaterial
entweder zu dumpf (Fe2O3-Band mit 70-µs-(Chrom-)Einstellung bzw. zu spitz (z. B. CrO2 mit 120-µs-(Ferro-)Einstellung) klingt.
Die Datasette kann nur herkömmlichen Ferrit-Kassetten (Eisenoxid, Typ I/IEC I) gut beschreiben, da der Schreibkopf nicht auf Chromdioxid- oder gar Metall-Bänder ausgelegt ist.
