Also, ich finde es auf jeden Fall gut, dass es heutzutage wieder eine schöne Auswahl an Systemen gibt und jeder das für sich passende finden kann (wenn er sich ein wenig informiert und nicht einfach nimmt, was auf dem neuen Rechner drauf ist). Neben älteren Systemen von MS gibt es unzählige Linux-Distris, Mac OS X und sogar ganz exotische Systeme (Be-Nachfolger, L3 ...).
Wenn ich allerdings bei Kunden bin und die ältere Windows-Versionen (also 2000 und früher) auf den Rechnern haben, bekomme ich oft die Krise, da außer nachinstalliertem Office nichts auf den Rechnern drauf ist: Ich kann mir kaum ein Bild (oder womöglich mehrere) ansehen (PDF und EPS schon mal gar nicht) und selbst zum Entpacken von Zips brauche ich Zusatzsoftware. Es ist kein brauchbarer Editor vorhanden und manchmal bekomme ich noch nicht einmal einen USB-Stick zum Laufen. Da hat XP schon Vorteile gebracht auch wenn es von "komplett" doch weit entfernt ist.
Und was mich bei Windows (alle Versionen) manchmal wahnsinnig macht, ist die Tatsache, dass sich bis heute Programme in die Quere kommen können. Letzte Woche habe ich bei einem Kunden versucht herauszufinden, warum Adobe InDesign CS2 manche Bilder nur in schlechter Voransichtsqualität anzeigen konnte. Nach stundenlangem Testen hat der System-Admin Open-Office von der Platte entfernt (da MS Office ohnehin drauf war) und schon ging InDesign wieder. Wo das Problem war: Keine Ahnung.
Und so ist es oft bei Windows: Man bastelt so lange rum, bis endlich was funktioniert und dann hat man oft noch nicht einmal die Befriedigung, dass man was gelernt hat. Deshalb verwende ich das System nur in Notfällen. Aber ich glaube schon, dass man damit gut klar kommt, wenn man sich nach und nach alles zusammensucht, was man so braucht.