Beiträge von Ruudi im Thema „C128D von neuem Netzteil gegrillt... Chance auf Reparatur?“

    Nun, da keine Oszillogramme vom Zeitpunkt des Defekts existieren, ist das Kaffeesatzleserei, was die "Schuld" des Netzteils am Defekt des C128D Boards anbelangt.

    Wichtiger ist: 5V mit Strombegrenzung und -messung anlegen, also vorzugsweise ein Labornetzteil. (das diesen Namen auch verdient, also nicht die 69,99 EUR "Schnäppchen" vom Chinamann oder anderen Importeuren und auch nix wo Volt-Kraft etc. draufsteht...)

    Die 14V AC würde ich nicht überbewerten, aber sicherheitshalber würde ich dafür das alte NEtzteil, sprich nen ECHTEN Trafo verwenden.

    Was ist eigentlich mit den +12V, stimmen die?

    Wichtig ist, das die Spannungen immer gleichzeitig anliegen (bei dieser Art von Gerät, neuere Geräte verwalten die Einschaltreihenfolge oft selbst, "Power-sequencing"), d.h. würde ich zumindest auch die 12V noch vom Labornetzteil nehmen, also ein "Dual-Gerät", und damit ist nicht der olle Plattenspielerhersteller gemeint :wink:

    Wenn die 5V mit einer Begrenzung auf 2A einbrechen auf unter 4,8V, insb. auf Werte weit drunter, oder einer der Chips des C128D besonders warm wird (D-RAMs sind meiner Erfahrung nach häufig die Bauteile, die am wenigsten Überspannung vertragen, NMOS konnte ja schon lt. Datenblatt bis zu 7V), dann dieses Bauteil mal auslöten und schaun, wie es sich dann mit den 5V aussieht. Wenn unverändert: weiter suchen nach wärmer als Durchschnitt werdenden Chips...

    Gesockelte "Preziosen" wie SID oder auch VIC etc. natürlich nach Möglichkeit raus (Strombegrenzung der 5V entsprechend reduzieren) und in funktionierendem Gerät testen...

    Alternativ kann man auch den "harten" Weg gehen und mit gutem Labornetzteil die Strombegrenzung hochziehen bis die 5V wieder anliegen und dann zuschaun, welcher Chip zum Cabrio wird... Muss aber ein wirklich gutes Netzteil sein, damit KEINESFALLS dann beim Wegfallen der Überlast ne Überspannung produziert wird! Vertrauen hätte ich da nur in wenige Hersteller wie Toellner, HP (alte gut gewartete Geräte, die noch wirklich von HP stammen, also älter 20 Jahre) und EA (ebenso: ältere, aus deren eigenen Entwicklung und Fertigung stammende Geräte). Es gibt auch gute Netzteile von TDK-Lambda und vielen Anderen Herstellern, aber damit fehlt mir die Erfahrung...

    ACHTUNG: es könnten -insbesondere bei solch geregeltem Betrieb in den Defekt rein- u.a. auch Kondensatoren sich mit Stichflamme oder kleiner Explosion verabschieden, sollten diese der Grund für die Überlast sein. Sehr verdächtig wären Tantal"perlen" sowie eben Elkos bestimmter Bauformen und -Hersteller, aber das kann sogar auch bei den 100nF Keramik-Scheiben passieren, nur halt deutlich seltener... (leider sind dort die Splitter besonders hart und scharfkantig. d.h. Schutzbrille tragen oder PCB abdecken)