Fakt ist, dass man gut begründen kann, warum es so ist, wie es ist, und dass das "Abstellen" dieses "Fehlers" mehr Chipfläche und höhere Komplexität (u. a. zusätzliche Taktzyklen). erfordert hätte.
Ich bin mir sehr sicher, dass Leute wie Peddle und Mensch ganz genau wussten, wie ihr Prozessor funktioniert und dass ihnen das nicht "passiert" ist, es also kein Fehler war. Es ist leider ein Zeichen der Zeit, Leuten ganz schnell ihre Kompetenz abzusprechen, nur weil man selbst nicht nachvollziehen kann, was da gemeint oder gedacht wurde.
Was aber offenbar nicht nur neumodisch ist, ist dieses "hätte hätte Fahrradkette" und "warum haben die Dummbratzen das nicht schon 1976 korrekt gemacht". Man ist nicht fähig, die Umstände der damaligen Zeit und des damaligen Herstellungsprozesses zu erkennen und dass da z. B. gewisse Abstriche gemacht bzw. Kompromisse eingegangen wurden.
Es ist die gleiche Leier wie beim "ROR-Bug". Peddle, Mensch & Co waren sicher keine "Jausenbuben"(*), die den 6502 irgendwie zusammengekleistert haben. Die wussten ganz genau, was sie taten. Sie wussten aber auch, dass das Produkt auf den Markt muss, weil die Firma alles andere als gut dastand. Es war einfach keine Zeit mehr für "elegante Lösungen".
(*)"Znüne-Buaba" sind diejenigen Mitarbeiter, die man nur dazu brauchen kann, um 09:00 ("z'nüne") die Leberkäsesemmel aus der Metzgerei zu holen.