Beiträge von Ruudi im Thema „Bräuchte Erklärung zu der 50hz Monitor Voraussetzung“

    Für Games wären diese 25Hz Vollbilder zu langsam und zu hochauflösend gewesen, also trickste man und nutzte die Fields mit ihrer halben Auflösung als Bilder. Daher resultierten diese 15Khz bei 50 oder 60Hz, letztere waren von der Netzfrequenz abhängig, um Schwebungsinterferenzen zwischen Vertikalfrequenz und Netzfrequenz zu vermeiden.

    Gefährliches Halbwissen :wink:

    Alte TVs haben im Freilauf (Also wenn das bild rauschte) auf die Netzfrequenz synchronisiert, Auch senderseitig lief das so.

    "für Games" wurde da gar nix geändert, die TV-PAL Norm ist seit Einführung bis zur faktischen Ablösung unverändert geblieben (im Gegensatz zu den US-Normen, die sich mehrfach geändert haben und selbst unsere frz. Nachbarn mussten sich mal komplett neue TVs besorgen, bei uns kam das erst mit dem Ende des analogen TV in Mode, dann aber gewaltig, DVB-T "lebte" ja nicht mal ein Jahrzehnt lang, bis durch -T2 abgelöst)

    Für PAL:

    25 (V) * 625 (i, interlace) Zeilen = 15 kHz (H)

    50 (V) * 312,5 (p, progressive) Zeilen = 15 kHz (H)

    Meines Erachtens nach ist die Beschriftung oben falsch:

    Progressive ist fortlaufend, also ALLE 625 technischen Zeilen (nicht alle sind sichtbar!) x 25Hz, interlaced eben die Hälfte der Zeilen je Durchgang, dafür 50Hz also 50 Durchgänge je Sekunde...


    In Summe: beim analogen TV gab es KEINE fixe Pixelfrequenz, das ist nur bei Displays mit technisch (durch ne Matrix etc) festgelegter Auflösung und seriell eingetakteten Schaltinformationen notwendig, Beispiel:

    VC20: Pixelclock gleich Farbhilfsträger = 4.43 MHz, Vertikal 50Hz, PAL-BG konform, technische Auflösung horizontal: 284 Pixel, davon 176 sichtbar, Rest Rand und technisch bedingt (Rücklaufzeit etc)

    C64: Pixelclock 7,88 MHz, Farbhilfsträger natürlich aber PAL-BG spezifisch 4.43 MHz, 50Hz Vertikal entsprechend unserer Netzfrequenz, Auflösung horizontal: 504 Pixel, davon 320 sichtbar, Rest Rand und technisch bedingt.

    Ob und WIE SCHARF das Ganze dann beim klassischen Röhren-Farbbildschirm über Loch/Schlitzmaske oder Trinitron-System auf die RGB-Farbtripel vorne innen am Schirm übertragen wurde, das hing nicht nur von der Güte der Übertragungsstrecke (Bandbreite, Signal-Rauschverhältnis, Farbkodierung) ab, sondern auch direkt von der Feinheit der Maske im Vergleich zur nutzbaren Diagonale, der kleine 5.5" Schirm des SX64 hat schon eine sehr grenzwertige physikalische Auflösung, dagegen treffen bei nem 67er Wohnzimmer-TV viele Farbtripel auf einen "Dot" des C64 oder gar VC20...

    Insofern konnte man bei diesen analogen CRTs die Bildqualität auch durch passende Einstellung der Bildbreite und des Bildanfangs (Zentrierung) durchaus optimieren oder eben sich über Farbränder etc. ärgern.. Je nach Verhältnis konnte es dann aber auch passieren, das der nutzbare Bereich deutlich kleiner war als es die Diagonale der Röhre erlaubt hätte...

    Das alles (und die Röntgenstrahlung noch dazu) hat die TFT-Technik (und ihre Nachfolger IPS etc) deutlich verbessert, aber eben nur dann, wenn der Computer oder allgemein die Bildquelle zur Auflösung des Schirms passt und diese auch korrekt anzusteuern vermag.

    Aus Sicht des C645 heißt das z.b. das man auf den Rand links/rechts komplett verzichten müsste, aber dann eine sehr genaue 2:1 Darstellung auf einem VGA-TFT erreichen könnte (der 640x480 fixe Auflösung hat). Könnte, wenn der VIC denn auch genau diese 320 Pixel raustakten würde, aber er taktet um die 500 Pixel raus, siehe oben.. Und auch nicht in RGB und mit digitalen Abstufungen sondern pseudoanalog als (PAL/NTSC konformes) Helligkeits- und Farbwinkelsignal.

    Daher auch am TFT keine perfekte Darstellung möglich, da auch dort Mehrfachwandlung mit zwangsweisen Artefakten, wenns nicht ganzzahlig aufgeht, sowie auch A/D-Wandlungseffekten.