Beiträge von Ruudi im Thema „Datassette funktioniert trotz vorsichtig versuchter Reinigung nicht mehr richtig, kann sie mir jemand reparieren?“

    So eine Datasette wo man einfach ums verrecken keine saubere Anzeige bei Head Align usw hin bekommt, habe ich auch.

    Auch nach Riemenwechsel und schmieren nicht.

    Gibt einige Fehlerbilder, die sowas verursachen können.

    So neigen manche Tonköpfe zu resonanten Eigenschwingungen, weshalb es schon damals (auch von Commodore!) die Empfehlung gab, einen kleinen Kondensator parallel zur Kopfwicklung, oder 2 davon gg. GND zusätzlich einzubauen, dann sind die Eigenschwingungen meist weg, aber es klingt eben etwas "dumpfer", weil die Kondensatoren als HF-Sperre dienen, HF hier im Sinne von "höheren Frequenzen", aber natürlich noch im Bereich der NF nach allgemeiner Auslegung.

    Zudem könnte der Kopf extrem stark aufmagnetisiert sein, oder der Kern der Kopfspule weist einen ungewollten "Luftspalt"= Riß auf oder -hatte ich auch schon mal- der Kopf wurde an seinen Führungslaschen mechanisch verbogen, so dass er zwar parallel, aber nur zum Teil auf der Sollspur aufliegend montiert ist. (geht bei Köpfen mit Bandführungs "Kamm" dann auch auf die Lebensdauer des dadurch immer seitlich "geknickten" Bands) Sieht man oft auf Anhieb nicht, nach Ausbau und flächigem Auflegen auf ebene Unterlage, sieht man dann aber, das die Metalllaschen nicht flächig eben aufliegen, sondern nen Winkel aufweisen...)

    Also mal mit anderem Tonkopf probieren, Kabel dabei -wenn möglich- nur am PCB-Ende löten, am Kopf unverändert lassen, weil jedes Löten dort auch auf Zuverlässigkeit und Lebensdauer geht...

    Dauermagnetisierte Köpfe (sei es durch externe Aufmagnetisierung, sei es durch überlagerten DC-"Leck-"strom z.b. in Folge überalterter Elkos) löschen übrigens auf Dauer auch "gesunde" Bänder an, die sich dann auch immer dumpfer anhören...

    Lohnt sich also, auch darauf zu achten, gerade wenn man noch mit Original-Tapes von damals arbeitet und diese auch erhalten will!

    perfekt eingemessen und jede Taste gestimmt ( ROTFL )

    Wer die Hammond-Technik kennt, weiß das alles von der Netzfrequenz abhängt, solange die genau 50Hz beträgt, ist das ganze Instrument gestimmt, ansonsten nicht, lässt sich dann aber ohne extremen Aufwand auch nicht ändern...

    Ich habe zwei Hammond, eine Vollröhren-M100 und eine T200 mit eingebautem Leslie, was bei Hammond recht selten der Fall ist, angeblich da der Senior-Chef sich zeitlebens nicht mit dem Leslie-Sound anfreunden konnte...

    Über die M100 sagen manche es wäre die "poor mans" B3, meine ist eine "very poor mans" Orgel, hab sie vor 20 Jahren für 50 EUR vor der Verschrottung bewahrt, der Preis kam durch die neuen Endröhren zustande, den Rest gabs quasi geschenkt gg. Entsorgung. Hab das Teil dann technisch wieder instand gesetzt, aber optisch nicht verändert, ist u.a. mal für den Bühneneinsatz in der Mitte (horizontal) durchgesägt worden, um sowohl vom Gewicht wie auch Maßen her besser transportabel zu sein.

    Hab nach einigen Recherchen auch denjenigen noch kennenlernen dürfen, der dieses Exemplar in vielen Jahren Bühnenbetrieb (Jazz) so malträtiert hat, das sogar manche Tasten tiefe Schrammen von den Fingernägeln davon getragen haben!

    Aber sie läuft und kreischt wie sie soll.

    Die T200 ist dagegen sowohl optisch wohnzimmertauglich als natürlich auch voll spielbereit, aber der Sound ist nicht nur wegen der Transistor-Endstufen sondern auch wegen des einfacheren Aufbaus der Tonerzeugung und Vibratogenerators etc. nicht ganz mit der M100 vergleichbar.

    Meist kommt aber inzwischen eh nur noch ein ebenso von Hammond selbst stammender Midi-Emulator zum Einsatz, dort kann ich dann auch einfach einstellen, wie viel B3 & Co. ich im Sound drin haben will :wink:

    Und da wir ja schon festgestellt hatten, dass die Datasette keine Rechtecksignale aufnimmt

    Sorry, mit Verlaub, aber du lernst es wohl auch nimmer...

    Sie nimmt angenäherte Rechtecksignale auf und diese Annäherung ist nix Anderes als die Summe einzelner Sinus-Schwingungen unterschiedlicher Frequenzen. Der Computer gibt Rechteck aus und das wird nur durch die Bandbreite des Schreibverstärkers, sowie dann der Bandbreite der Aufzeichnung selbst geschmälert und bei der Wiedergabe dann wieder "digitalisiert", aber eben im ZEIT-Bereich, da mit 1Bit. Daher kommt es sehr wohl auf die Oberwellen an, da diese das Timing der rekonstruierten Wellenform vorgeben.

    Wers nicht glaubt: Tiefpassfilter davor setzen und schaun, ob es noch geht...

    Die Darstellung im CBM-Schaltplan ist "schematisch", d.h. der Sinus steht für ein ANALOGES Signal und der Rechteck am Ausgang auf das dann wieder rekonstruierte Rechtecksignal. Es sagt aber NICHT aus, das das Signal davor zwingend rein sinusförmig (d.h. auch nur wirklich eine einzelne Tonhöhe enthaltend) sein müsse oder gar so wäre.

    Das wäre nämlich gerade beim Frequency-Keying auch eine gewisse Schaltungstechnische Herausforderung gewesen seinerzeit... Das Übersteuern (wie von Fepo richtig erklärt) verbessert die Flankensteilheit ebenso, aber Beides zusammen, möglichst obertonreiche Abbildung des Rechtecks und Übersteuerung als ne Art "Vorwandlung" in 1 Bit Digital stellt erst die originalen Nulldurchgangsabstände sicher und unter Ausblendung von analogen Effekten wie nichtlinearen Umpolungsverhalten an Kondensatoren, Schwächen der Halbleiter resp. der Verstärkerschaltung rund um den Nulldurchgang herum etc sicher.

    Tatsache ist: wenns hell klingt, sind VIELE Obertöne (Spektral wie auch in der Amplitudengewichtung) mit dabei, wenns dumpf klingt WENIGER in Anzahl und Amplitude, wenns extrem "fad" nach Blockflöte klingt, ist es nahe am reinen Sinus= Grundton.

    Den aber künstlich zu erzeugen und ohne Phasenversatz bei der Modulation mit dem digitalen Signal im Frequenzbereich umzuschalten, das wäre damals deutlich aufwändiger gewesen, den Luxus (sprich die Verwendung eines Modem-Chips) haben sich nur wenige Homecomputer-Hersteller gegönnt, C= definitiv nicht!

    PS: t0m3000 : A/D Wandler gabs beim C= Cassetteninterface nur in Form von 1Bit Schmitt-Trigger resp. rein physikalisch durch starke Übersteuerung, das war aber auch beim SID so: digital gesteuert, aber rein analoge Signalerzeugung, egal ob Sinus, Dreieck oder Rechteck!

    Und die hörst du dann raus? :D

    Ja, bis 10-12 Khz geht auch mein Rock&Disco-geschädigtes Gehör noch ganz gut, nur der Tinnitus nervt etwas...

    Aber an sich eine merkwürdige Frage: Wenns "dumpf" klingt, fehlen die Obertöne oder sind eben stark bedämpft, wenns "klirrt"&"kreischt" sind sie da.

    Zudem spiele ich (Hammond-)Orgel und da bekommt man ein Gefühl für die akustischen Auswirkungen der dort ja via Zugriegel in weiten Grenzen zumischbaren Obertöne, aber ich denke, den Unterschied von Sinus zu Dreieck und "Rechteck" hört doch z.b. beim SID auch jeder, oder? Rechteck in Anführungszeichen", da auch dort Bandbreitenbegrenzt und somit KEIN echter Rechteck, aber eben ne gute Annäherung...

    Sinus hat nur leider mit Rechteck maximal im Grenzwert irgendwas zusammen. Und da reden wir von unendlich.

    Sorry, aber Ihr habt wohl alle geschlafen als Fourier in Schule oder Studium behandelt wurde...

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    Interessant ist dabei, das die Oberwellen, obwohl von der Amplitude her abfallend (also Tiefpassverhalten der Übertragungsstrecke) sich dennoch prägnant auf die Summenwellenform auswirken und gerade eben die Flankensteilheit schnell wächst. Hier sind gerademal VIER Oberwellen präsent, aber die Rechteckannäherung schon recht ausgeprägt. (und die höchste vorkommende Frequenz ist gerade 9x so groß wie die Grundfrequenz, das schafft bei 1,x KHz Basisfrequenz auch ein Kassettenrekorder noch!)

    VIER ist aber deutlich kleiner als "Unendlich"... gell detlef und muffi

    Und technisch kommt es auf diese Flankensteilheit um den Nulldurchgang an, denn je steiler, desto geringer ist die zeitliche Unsicherheit der technisch leider unvermeidlichen Spannungs-Unsicherheit dabei. Und da zählt JEDE Oberwelle mit rein!

    Daß es -bei technisch begrenzter Bandbreite oben auf den Wellenberg (resp. unten ganz im Wellental) dann kräuselt - weit von den Schaltpunkten weg - das juckt an der Stelle überhaupt nicht.

    bei der Datasette gehts nach Gehör (soweit man noch die Höhen sauber wahrnimmt, jüngere Mitmenschen helfen da gerne aus...) Oszi geht natürlich auch, sofern vorhanden...

    Welche Höhen? Liegt doch alles im unteren kHz-Bereich. Short-Cycle sind glaube ich 2,75 kHz.

    Es wird ja eine Rechteckwelle geschrieben, die entsprechende Obertöne enthält. Geklaut von c64-wiki:

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    Die Oberwellen interessieren nicht für die Beurteilung der Lautstärke, denn die befindet sich nicht auf dem Band. Der Tonkopf kann kein Rechteck.

    Wenn man sich das Signal einer Commodore-Kassette in einem Tapedeck mit dem Oszi anschaut, sieht man ein Sinussignal.


    Ja, sowas schreibt, wer nur gefährliches Halbwissen von Elektronik hat...

    Ein Rechteck ist die (theoretisch unendliche) Summe von Sinusschwingungen verschiedener Frequenzen, je mehr Oberwellen, desto steiler die sich ergebende Flanke...
    Im Oszi-Schirmbild unten (ausklappen) sind ZWEI Perioden markiert und zwar solche UNTERSCHIEDLICHER Frequenz. Warums "unten" rum so verrauscht ist, steht auch mit im Bild "Rigol", also Schätzeisen statt Meßgerät.

    Den Abrieb von den Bändern auf der Rolle nicht zu vergessen

    Für die richtige Bandgeschwindigkeit ist allein Durchmesser & Umdrehungszahl der Kapstanwelle ausschlaggebend, da diese aber im Vergleich sehr klein ist und aus Metall und sich somit nicht sooo stark abnutzt, spielt das üblicherweise keine Rolle. Auch sollte die Kapstanwelle keinesfalls magnetisiert sein, also beim Demagnetisieren des Tonkopfes auch an die Kapstanwelle denken!

    Die Andruckrolle muss genau das tun, was der Name sagt: andrücken, damit das Band von der eben sehr glatten Kapstanwelle auch ordentlich transportiert wird. KEINESFALLS darf sie klebrig sein oder ausgasen (macht dann die Bänder klebrig....), daher sollte man auch mit chem. Wiederaufarbeitungsmittelchen vorsichtig sein, Schreib-/Einzugswalzenreiniger aus der Bürotechnik ist da KEINE gute Idee!

    Deren min/max Breite ergibt sich aus der Bauform der Kassette sowie der Breite des Bands, da ist also wenig Variation zu erwarten, der Durchmesser spielt ne absolut untergeordnete Rolle, d.h wenns ansonsten passt, muss man bestenfalls die Andruckfeder vorsichtig neu "justieren", sprich etwas nachbiegen, da diese auch auf Dauer lahm wird.

    Noch ein Wort zur richtigen Azimuteinstellung (Spurlage): wie weiter oben geschrieben, sollte der Kopfspalt möglichst im 90° Winkel zum Bandtransport stehen, damit dieser schmalstmöglichst ist. Das gilt für die Wiedergabe von auf genau justierten Geräten vorbespielten Bändern. Natürlich kann man auch leicht schräg aufzeichnen und erreicht fast die gleiche Aufnahmequalität, aber eben nur, wenn auch auf dem gleich justierten Gerät dann wiedergegeben wird! Daher braucht es eine Einmeß-Kassette, um das wirklich genau zu justieren, allerdings nur für HiFi-Ansprüche, bei der Datasette gehts nach Gehör (soweit man noch die Höhen sauber wahrnimmt, jüngere Mitmenschen helfen da gerne aus...) Oszi geht natürlich auch, sofern vorhanden...

    Tauscht man den Tonkopf, öffnet man natürlich auch die üblicherweise mit Lack versiegelte 2. Schraube, die die Gesamtspurlage definiert. Wenn ein anderes Tonkopf-Fabrikat eingesetzt wird, sollte man insb. bei Stereo auch prüfen, ob Kanaltrennung und Lautstärke danach auf beiden Kanälen gut und identisch ist. Ansonsten muss man eventuell die Höhe der dort meist verbauten Hülse oder "Buchse" justieren, High-End-Geräte mit keramischen Köpfen und/oder anderen Spielereien bis hin zum "Wendekopf" haben meist spezielle Aufnahmen und sind nicht mit dem Quasi-Standard der günstigeren Geräte kompatibel.

    Ruudi : ich hab noch zig nicht funktionierende Datasetten. Wenn ich mich da mal dran begebe, würde ich gerne bei allen die Antriebsriemen austauschen. Weißt Du zufällig, welchen Durchmesser die offiziell haben und ob es offiziell Rundriemen sind oder quadratische?

    In den unterschiedlichen Chats gibt es immer eieder mal Hinweise, Links und Tipps - aber nichts offizielles.

    Falls Du einen Tipp hast, wo man am besten bestellen sollte (30 korrekte Riemen sind mir lieber als 50 Riemen, von denen nur einer passt) und wo man die Andruckrolle noch bekommt? (Durchmesser?)

    Besten Dank im Voraus!!!

    Leider muss ich Dich da enttäuschen: es gab bekanntlich mehrere Varianten der Mechanik, auch wenn ein Großteil -meines Wissens nach- auf einem Sanyo-Chassis basierte, es sind mir auch keine "offiziellen" Riemendaten bekannt, auch in den -gerade eben konsultierten- Servicemanuals Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen. ist nichts dergleichen zu finden, dort geht es fast nur um die Elektronik...

    Ich glaube aber auch nicht, das das so kritisch ist, "damals" hat man sich mit den üblichen Haushalts-Universal-Gummi-Ringen beholfen und heute gibt es ja ganze Sortimente mit Riemen in den gängigsten Größen... Ob Vierkant oder Rund, das zeigt die Nut im An-/Abtriebsrad und ob flach oder eher quadratisch, das ergibt sich meist auch einfach aus dem zur Verfügung stehenden Bauraum, sprich je breiter der Riemen, desto unwahrscheinlicher wird nen quadratischer Querschnitt...

    Mir hat der Tipp übrigens schon mehrfach geholfen, alte Riemen, egal ob für Floppy, Recorder, Plattenspieler oder sogar größere Ausführungen in heißem Wasser 15 min. zu "kochen", die waren danach tatsächlich etwas "aufgefrischt", sprich wieder elastischer wie auch etwas geschrumpft, d.h. gingen nicht mehr leer durch. In ein paar Fällen aber zeigte sich auch, das die Substanz nicht mehr zu retten war, sprich zerfielen dann förmlich.


    Auch wenn unnötig, aber mit welchem Interface willst du einen hochwertigen Kassettenrekorder anschließen? Du hast doch sicher eine Lösung parat?

    Es gab und gibt zig Bauanleitungen wie auch Bausätze und sogar Fertiggeräte für Interfaces von DIN oder Cinch nach "CBM-Datasette", die meisten arbeiten leider mit 4069 Bausteinen, die nicht sonderlich robust sind, daher der Zusatzhinweis "gutes" Interface, denn den genannten C-MOS-Chip muss man extern schützen, z.b. mit antiparallelen 1N4148 Dioden wie teils auch im C64 für div. Ports vorhanden oder eben "sophisticated" Devices, also passende Schutzdioden, die es ja damals wie heute in großer Auswahl und allen möglichen Bauformen und Packungdichten (also auch mehrere in einem Gehäuse ähnlich den Widerstands"netzwerken") gibt.

    Ich hatte die Version, die ICH damals am VC20 eingesetzt hatte auch hier im Forum schon mal vorgestellt. Miterlebt hab ich die Cassettenzeit definitiv, wenngleich mehr an ZX-Geräten, da DEREN Cassetteninterface zum Einen den Anschluss "normaler" Recorder per se erlaubte als es auch für mein Empfinden deutlich stabiler (und sogar schneller!) lief als das was C= da zusammengeschustert hatte.

    Die Mechaniken der Datasetten stammen von Sanyo, für die ich später dann mal tätig war, sind robuste, aber auch eben LOWEST Cost Laufwerke.

    BEVOR ich die restauriere, mache ich mir die Mühe doch lieber bei nem formschönen und HOCHWERTIGEN Recorder wie diesem hier:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Der hat dann auch gleich ne "Chrom-Automatik" für Fepo und Andere, die Chromdioxid-Kassetten bevorzugen und kann manuell ausgeteuert werden und die Mechanik ist grundsolide!

    (nur ein Beispiel unter vielen... )

    Es gab leider nur für recht kurze Zeit, so bis ca. 1975 hochwertige MONO-Tapedecks, meist als "Schul"- oder "Büro"-geräte (als Diktiergerät-Ersatz oder -Wiedergabegerät, sogar mit Fußstart/stopptaster), in Stereo danach natürlich noch bis Mitte der 1990er noch deutlich weiterentwickelte Geräte, nur leider bedingt die -vermutlich erwünschte- Kompatibilität zu den Original-Datasetten eben einen Mono-Kopf. Zudem braucht man schon ein wirklich gutes Stereo-Tape-Deck, um damit eine ähnliche Zuverlässigkeit zu erreichen wie eben mit den Mono-Geräten.

    Und detlef : es ging mir nicht um "DAMALS", es ging mir mit meiner Anmerkung darum ob es HEUTE mehr Sinn macht, sich gleich ein MARKEN- und QUALITÄTS-Produkt zu restaurieren oder ne schnöde und LowCost-Datasette, deren Design ja bekanntermaßen auch nie so wirklich stimmig war... Spätestens wer mal den Blick über den C=-Tellerrand wagt, der weiß es zu schätzen, dann auch gleich einen vollwertig zu verwendenden Recorder auch für andere Systeme zu haben, seien es Sinclair, BBC oder irgendwelche Exoten oder auch ein AIM65 oder SEL-Trainer etc...

    da gab es doch noch nie diese eine korrekte Lage der Tonspur nach der sich alle richten mussten

    Doch: die gibt es:

    Der Spalt im Tonkopf muss haagenau senkrecht zu der Bandlaufrichtung stehen, dann ist der WIRKSAME Spalt an Kleinsten, d.h. die Übertragung auch höherer Frequenzanteile optimal. (hat Einfluss auch auf die Kurvenform niederfrequenter Signale, Fourier lässt grüßen...)

    Chromdioxid kann gehen, aber passt eigentlich NICHT zu der Entzerrcharakteristik und den Schreibströmen, die in der Datasette fest eingestellt sind, nämlich für Eisenoxid.

    Neben Verschmutzung kann auch eine Aufmagnetisierung des Kopfes schuld sein, das zu beheben braucht eine spezielle Drossel und etwas Erfahrung damit.

    Riemen muss neu und auch die Andruckrolle am Kapstan sollte man erneuern oder wenigstens "aufkochen" damit die wieder etwas flexibler wird (darf aber keinesfalls "pappig" sein, sonst schädigt sie die Bänder!)

    Was auch sein kann sind Gleichlaufstörungen aufgrund zu schwachen, überalterten oder schlicht ungeeigneten Netzteils am Computer, das originale ist perfekt, aber es gehören nach jetzt teils über 40, sicher aber über 30 Jahren dort die Elkos erneuert und eventuell auch Dioden und Spannungsregler, wobei man bei Linear bleiben sollte oder aber auch die Filterung an nen Schaltreglerersatz anpassen muss! Auch im C64 selbst können die Elkos schon längst "taub" sein, auch wenn die nicht zum Auslaufen neigen und auch die Spannungsregler dort kann man bei der Gelegenheit gleich mal erneuern. Dann noch nen Überspannungsschutz dran und es funzt wieder wie früher...

    Viel Erfolg und auch noch der Tipp: es gibt deutlich hochwertigere Kassettenrecorder wie die Datasette, z.b. von Grundig oder ITT aus den 1970ern und frühen 1980ern, MONO müssen die sein, das wurde danach dann immer seltener resp. eben "low cost", aber mit nem hochwertigen (auch überholten) Recorder und nem guten Interface hat man dauerhaft ne Sorge weniger, wenn man denn auf Cassette wirklich noch setzen will...