Posts from Ruudi in thread "1541-II funzt nicht"

    Nein, die verwendeten Disketten sind alle sauber.

    Ich habe, weil heute Samstag ist, das Labornetzteil noch mal versucht. Diesmal gab's keine Brummschleife. Hab wohl vorher irgendwas verdaddelt.

    12V eingestellt. Ohne Motorbetrieb messe ich 11,81V, bei laufendem Motor 11,5V.

    Das muss doch reichen.

    Da muss irgendein anderer Fehler sein.

    Die 12V hatten damals eher Plus-Toleranz, d.h. 12V sollten es BEI Motorbetrieb mindestens sein. Auch wenn ATX & Co. heute weniger fordern, aber +10% auf der 12V Schiene sind auf jeden Fall tolerierbar. Auf sternförmige Masse achten, wenn mehrere Netzteile verwendet werden, und darauf KEINESFALLS eine der Masse -Anschlüsse zu "verlieren", d.h. löten, nicht nur stecken, am Netzteil notfalls klemmen. (gibt 4mm Büschelstecker&-Buchsen, die man mechanisch festklemmen kann)

    Andere als aus den 80ern sind mir nicht bekannt. Oder wurden die 1990 noch produziert? In PCs (z.B. IBM XT) waren auch schon lange Schaltnetzteile. Ist halt deutlich effizienter bei höherem Strombedarf.

    Schaltnetzteile gibt es historisch gesehen schon recht lange, sogar schon länger als Halbleiter, da wurden dann schnell laufende Motoren mit 2. Kollektor drann als "Zerhacker" eingesetzt, zu finden z.b. in alten Röhren-AUTO-Radios, in der Avionik etc.

    Schaltnetzteile sind zunächst mal: KLEINER und GÜNSTIGER in der Fertigung. Ob wirklich effizienter, das hängt ganz von der Auslegung, dem betriebenen Aufwand und der Ausgangssituation ab. Wenn von DC nach DC gewandelt werden soll, sind sie unverzichtbar, wenn man Netzspannung zur Verfügung hat, sind Trafonetzteile bei korrekter Auslegung (und bekannter konstanter Ausgangsspannung) zwar deutlich größer und teurer, aber nicht zwingend uneffizienter, es sei denn, man wählt die sekundäre Spannung des Trafos zu hoch und verbrät den Rest dann im Linearregler. Aber es gibt auch irre schlechte Schaltnetzteile...

    Schaltnetzteile sind klein, können sehr variable Spannungen noch mit relativ gutem Wirkungsgrad liefern, aber verursachen zum Einen aktiv massive elektromagnetische Störungen über ein sehr breites Frequenzband und sind, was die Potentialtrennung anbelangt meist deutlich schlechter ausgelegt als herkömmliche Netzteile mit echtem 2-Kammer-Sicherheitstrafo.

    Denn zum Einen würde so ein höherfrequent genutzter Trafo deutlich an Effizienz verlieren, wenn man die Spulen örtlich trennt (Beispiel, wo es gemacht wird: Zeilentrafo in CRT-TVs und -Monitoren), zum Anderen überbrücken dort als Gegenmaßnahme zu den erzeugten hochfrequenten (im Vergleich zu den 50/60 Hz jedenfalls) Störungen X/Y-Kondensatoren die magnetische Potentialtrennung und können im Fehlerfall die volle Netzspannung an den Ausgang durchleiten (so gab es z.b. sogar mit original Apple-Ladegeräten für iphone etc. TÖDLICHE Unfälle bei Nutzung des an die vermeintlich sichere Kleinspannung angeschlossenen Geräts in der Badewanne!)

    Zudem, und das ist der Grund, warum ich es hier auf F64 immer wieder erwähne:

    Nicht nur das Netzteil unterscheidet sich in der Auslegung sehr stark zw. klassischen Trafonetzteil und Schaltnetzteil, nein: auch die angeschlossenen Geräte müssen darauf ausgelegt sein, denn die wenigsten Schaltnetzteile (insb. nicht die günstigen Ausführungen mit denen der Markt überschwemmt wird) erfüllen alleine sämtliche Anforderungen ( Personenschutz, Störabstrahlung, Betriebssicherheit)!

    Das wird ins angeschlossene Gerät verlagert, beginnend mit ganz anderen Eingangsfiltern, im C64 z.b. ist eine (gern mal überbrückte oder bei späten Hongkong-Geräten gar nicht erst bestückte) CMC (Gleichtaktunterdrückungsdrossel) und ein paar große, aber nur für sehr niederfrequenten Netzripple ausgelegte Elkos drin, ein Schaltnetzteil liefert aber deutlich höherfrequenten Ripple, der damit kaum zu filtern ist.

    Zudem eben das Problem mit der oft mangelhaften Potentialtrennung, manche Steckernetzteile sind enger bestückt, als es die Einhaltung der Luft&Kriechstrecken auch nur für die nominale Netzspannung erfordern (nach VDE) erfordern würde, oft werden die für 90 - 110V Netze passenden Abstände 1:1 übernommen bei dann bis zu dreifacher tatsächlicher Spannung (unser Netz hat gerade durch die sog. erneuerbaren Energien inzw. massive Schwankungen, 250V eff. sind an sonnigen Tagen mit Wind in Nähe lokaler Erzeuger KEINE Seltenheit!)

    Man spielt also letztlich auch mit seinem Leben, wenn man arglos Billig-Netzteile an Geräten mit berührbaren Metallteilen einsetzt, wo im Fehlerfall Netzspannung (auch bei trockener Anwendung) zu Stromschlägen führen kann! Z.b. das Blech seitlich am Ein/Ausschalter des C64/VC20, sowie die oft offen liegenden Erweiterungsmodule, also alles, was irgendwie elektrisch mit dem Innenleben verbunden ist. Dazu muss übrigens das Gerät noch nicht mal eingeschaltet sein, die Masseverbindung der +5V sind z.b. permanent mit dem Netzteil verbunden und wenn das durchschlägt, hat man diese Spannung an berührbaren Teilen auch im Zustand "Aus"!

    Es gibt natürlich auch Schaltnetzteile, die "ordentlich" designt und aufgebaut sind, aber sicher nicht für lau! (Wobei man auch Schrott teuer verkaufen kann, d.h. Preis allein ist kein Qualitätsmerkmal!)

    Zudem ist vielen nicht klar, das C64 & Co. eben für erdfreien Betrieb ausgelegt sind, aber dennoch (s.o.) berührbare Metallteile enthalten, was zulässig ist, solange eben das Netzteil die sichere Potentialtrennung (Sicherheits-Trafo mit 2 Kammern) bietet oder diese Metallteile nicht berührbar sind.

    Ersteres hat Commodore damals mit den "Elefantenfüßen" Trafonetzteilen realisiert (auch das Steckernetzteil von C16/116 ist diesbezüglich sicher), Letzteres ist auch bei Geräten mit werksmäßigem Schaltnetzteil nur dann gewährleistet, wenn man angebrachte Erweiterungen selbst erdet, sofern dort Metallteile berührbar sind (die CMD-Geräte sind da z.b. mit ihren Ganzmetallgehäusen aber hoher Stromaufnahme z.b. so ein Fall...)

    Es mag übertrieben wirken, wenn ich hier bei entsprechenden Themen das stets betone, aber: die Todesfallzahlen durch Stromeinwirkung sind nach steilem Abfall seit den 1970ern durch Einführung von Schutzleitern und FI-Personenschutzschaltern *) und Stagnation nun seit Jahren wieder am Steigen, die der durch fehlerhafte Geräte ausgelösten Sachschäden (Brände etc) sogar sehr deutlich!

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    *) das ist wohl immer noch der bekanntere Begriff, im Fachjargon heißen die RCCB, oft auch fälschlich RCD (nur für reinen Sachschutz)

    Ich find jetzt die Idee, erst mal ein funktionierendes Netzteil zu nutzen und den Lesekopf zu reinigen besser.

    Da bringt auch der beste Fön keine neuen Erkenntnisse wenn die Spannung nicht stimmt.

    Netzteile hatte er doch schon 4 Stk durchprobiert und R/W-Kopf reinigen, das ist einerseits Basis, andererseits ging/geht es ja sporadisch noch, das ist nicht wirklich typisch für nen verschmutzten Kopf, ausser:

    Zuletzt verwendete Disketten mal auf "klebrige" oder sonstwie auffällige (teils weißer Belag, wie "Schimmel" aussehend) Oberflächen (also die braune Folienscheibe im Inneren der Hülle!) untersuchen.

    Wenn ja: weg damit! (Datenrettungsversuche nur dann, wenn es wirklich unwiderbringliche PERSÖNLICHE Daten sind, Spiele und Anwendungen findet man allesamt bereits im Web!), R/W-Kopf gründlich reinigen (aber KEINEN Druck aufbringen, wenn der Kopf nicht gegengehalten wird, sonst verbiegt man die Mechanik rsp. bricht gar was ab!) und mit noch intakter Diskette neu versuchen (Alkohol vom Reinigen vorher verdunsten lassen, ganz wichtig!)

    Wenn es dauerhaft "file not found" Error liefern würde, wäre bei Mitsumi der R/W-Kopf die erste Vermutung, allerdings kann es auch sein, das dieser "gerade jetzt" stirbt und Du sozusagen Zeuge dessen grad wirst.

    Probier es mal mit Kältespray und Fön, also den R/W-Kopf (bei entfernter Diskette!) mal abkühlen, warten, bis das (trocken)eis wieder weg ist und dann einmal neu einschalten und DIR laden, einmal mit Fön warmmachen (ebenso ohne Diskette drin) und dann das gleiche Spiel.

    Thermische Einflüsse können schon dazu führen, das der an sich schon lose Draht wieder temporär Kontakt bekommt und zu dem Fehlerbild führt...


    Hintergrund: bei den Mitsumi D50x Laufwerken kommte es vermehrt zu Schäden durch unterbrochene Spulen im R/W-Kopf. Diese sind eigentlich vergossen, allerdings mit dauerelastischem Material, es gibt unterschiedliche Theorien, was den Defekt letztlich auslöst, aber man kann sehen, das die Drähte ziemlich stark mech. vorgespannt montiert sind und meist kurz vor dem Lötterminal oben reißen, d.h. fast schon ausserhalb des Vergussbereichs. (alles ziemlich winzig, hab mit Stereo-Mikroskop gearbeitet dran seinerzeit)

    Sobald einer der drei Drähte ab ist, funktioniert weder Lesen noch Schreiben mehr, also auch kein Formatieren. Der Löschkreis ist eher selten selbst betroffen, aber ohne R/W geht natürlich auch da nix. Der R/W-Kreis ist mit Mittelanzapfung ausgelegt, da somit einfacher ansteuerbar im Schreibbetrieb. Allerdings ist es DC-gekoppelt realisiert, d.h. theoretisch kann auch ein Hängen der SW im Schreibbetrieb zu einer dauerhaften Ansteuerung und möglicherweise lokalen Überlastung somit führen.

    Ein PC-Netzteil hat keine stabilisierte 12 V-Schiene.

    Zumindest solltest du die Spannung messen im eingeschalteten Zustand.

    Das ist in aller Regel aber auch nicht erforderlich, die Toleranzen für die +12V liegen deutlich höher, das gilt aber auch auch für das, was in der 1541 auf der Schiene hängt.

    Das mit den weit entfernten Steckdosen, das würde ich gerne näher erläutert bekommen und nicht nur im Zusammenhang mit dem aktuellen Fehler.

    Da gerade heutige Geräte mit Schaltnetzteilen doch messbare Ableitströme und somit auch Asymmetrien im Drehstromnetz (Stichwort Stern-Dreiecks-Äquivalenz) verursachen, sowie die Erdanbindung nicht überall gleich gut ist (wenn nicht gar unterbrochen, das wäre dann aber auch lebens/brandgefährlich) kommt es Potential-Ausgleichsströmen auf den PE und/oder sogar N-Leitungen. Diese kann man durchaus auch "spüren", wenn man z.b. mit langem Kabel einen Drucker vom Nachbarraum versucht an den eigenen PC anzuschliessen und dabei beide Masse-Potentiale über den eigenen Körper zusammenführt (sprich das Druckerkabel am (auf der anderen Seite) geerdeten Schirm mit der einen Hand, das (lokal geerdete) PC-Gehäuse mit der anderen Hand anfasst.

    Dieser Ausgleichsstrom fliesst natürlich auch, wenn die Massen verbunden sind und führt dann zu Unterschieden im GND-Niveau, was für entspr. empfindliche Schaltungen durchaus für eine Fehlfunktion oder gar fatalem "latch up", d.h. Zünden von parasitären Thyristoren gerade in (C-)MOS-Schaltungen führen kann. Die meisten ICs vertragen lt. Datenblatt keine Spannungen kleiner 0,3V UNTER GND/Vss Niveau!

    n.B.: In Altbauten mit klassischer Nullung oder hochgefährlichen Murkskonstruktionen mit verbundenem PE und Nulleiter in Verlängerungssteckdosen können (bei deren Verpolung) sogar die komplette 220V dann am Schirm anliegen, ohne das die Sicherung in dem Kreis fliegt. In modernen Installationen wäre eher der Fall, das es zu keiner P/N Vertauschung, aber eben Verbindung PE/N kommt gefährlich, da dann der FI-Schalter "überbrückt" und somit funktionsuntüchtig wäre...

    Leider alle obigen Fälle schon selbst erlebt in meiner Zeit im technischen Aussendienst...

    Schaut nach IEC-Problem aus (Treiber 7406 o.ä.), warst Du vielleicht statisch aufgeladen und/oder hängen die Netzteile von C64 und 1541 an weit entfernten Steckdosen, womöglich sogar anderer Sicherungskreis (z.b. einmal im Zimmer, einmal auf dem Flur) Dann könnten nämlich Querspannungen auftreten in durchaus nennenswerter Größenordnung. ESD kann theoretisch auch beim Anfassen von isolierten Gehäuseteilen auftreten (dielektrische Verschiebung...) die Querspannungen werden aber nur beim An-Stecken kurzfristig wirksam, schädlich, wenn nicht geerdete Leiter zuerst Kontakt machen oder in Übersprung-Nähe kommen.

    Jedenfalls -sofern möglich, mal quertesten, ob der C64 mit ner anderen Floppy/SD2IEC/IEC-Drucker... noch geht und/oder die Floppy an nem anderen kleinen Commodore noch läuft.

    Load error oder device not present kommt nicht? Auch nicht im Zweitversuch?

    Schaut nach IEC-Problem aus (Treiber 7406 o.ä.), warst Du vielleicht statisch aufgeladen und/oder hängen die Netzteile von C64 und 1541 an weit entfernten Steckdosen, womöglich sogar anderer Sicherungskreis (z.b. einmal im Zimmer, einmal auf dem Flur) Dann könnten nämlich Querspannungen auftreten in durchaus nennenswerter Größenordnung. ESD kann theoretisch auch beim Anfassen von isolierten Gehäuseteilen auftreten (dielektrische Verschiebung...) die Querspannungen werden aber nur beim An-Stecken kurzfristig wirksam, schädlich, wenn nicht geerdete Leiter zuerst Kontakt machen oder in Übersprung-Nähe kommen.

    Jedenfalls -sofern möglich, mal quertesten, ob der C64 mit ner anderen Floppy/SD2IEC/IEC-Drucker... noch geht und/oder die Floppy an nem anderen kleinen Commodore noch läuft.