Beiträge von Ruudi im Thema „100 TPI auf Panasonic JU-457-4 5.25" Floppy“

    Zum Motor: das liegt ganz einfach an der Physik, oder genauer gesagt an der Steilheit der Windungen. Wenn der Originalmotor (mit der Originalspindel) eine volle Umdrehung macht, dann geht der Lesekopf um 2,65 mm vorwärts (das sind 10 tracks bei 96 TPI). Der Motor, den ich gewählt habe geht bei einer vollen Umdrehung viel weniger vorwärts, ich meine es sind 0,4mm, so dass ich bei 20 Vollschritten auf 0,02mm physische Ausflösung komme.


    Es sind also ca. 6 Umdrehungen auf dem kleinen Motor für jede Umdrehung auf dem Großen.


    Ich dachte erstmal, man kann das ganze mit Microstepping hinbekommen, aber mehr als eine halbe oder maximal viertel physische Spur ist da nicht wirklich drin, weil wieder die Physik zuschlägt.

    Beim Microstepping geht die Kraft herunter, mit der er auf den nächsten Microstep dreht. Das hat mich jetzt auch am Anfang verwirrt, weil es ja irgendwie "ging", das Problem ist die Präzision.

    Meine Idee dazu (seit längerer Zeit schon im Geiste, da die flachen SFD1001/8250LP LW ja auch ein Kopf-Defekt-Problem vermehrt haben) wäre, das mit jüngeren PC-Floppies zu machen, die den Kopf mittels eines Stahlbandes führen anstelle von Spindeln:

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    Das müsste u.a. bei einigen TEAC-LW der Fall sein.

    Da müsste man "nur" den Durchmesser des motorseitigen Rades ändern, in dem das Stahlband befestigt ist. (Kreuzschraube im Foto oben)

    Das dürfte für nen Feinmechaniker keine große Herausforderung sein...

    Eventuell geht da auch abschleifen oder eben professionell abdrehen auf das benötigte Maß, denn 100TPI brauchen ja kleineres Rad da "dichter" gepackt. Problematisch könnte es werden, wenn dann mehr als ne knappe Umdrehung für die ganzen nominal 80 Spuren notwendig wären, aber ich denke, das wäre einen Versuch wert...