Posts from GeTE in thread "C128 + C128D in Orginalverpackung im Nachlass gefunden - wahre Schätzchen oder doch eher Massenware?"

    Die Geschichte dieser Dinge ist aufgeschrieben und archiviert. Und mehr braucht es auch nicht.

    Oh man, deine Einstellung ist beängstigend ... und traurig. Ich habe mich damals bei Please login to see this link. gefragt was das wohl für Menschen sein müssten, um so eine Gesellschaft aufzubauen. Die gibt's doch in echt gar nicht, dachte ich. Du hast mich nun eines Besseren belehrt. ;(

    Huiiiiiii .... da sieht man mal wieder, wer aller Angst davor hat. dass das Preisniveau sinken und seine "Ultr@R@R3!!"-Angebote bei eBay plötzlich Ladenhüter werden könnten. :thumbup:

    ?(

    Ich habe eher Angst davor, dass sich so ein Meme von "Retro-Hardware ist nichts wert" gegen die Realität etabliert und schöne, über Jahrzehnte ungenutzte, Geräte dann von Entrümplern bei Nachlässen sofort im Schrottcontainer entsorgt/zerstört werden. Das wäre sehr traurig.

    Ich glaube das Sammeln hat nicht nur mit der Erinnerung zu tun, sondern auch mit der Mobilität des Objekts. Auch junge Gamer, die ins Sammeln kommen, werden dann in die Vergangenheit greifen (mag natürlich sein, dass dann eher NES und SMS auf der Liste stehen statt C64 und CPC). Das Besondere daran ist aber, dass diese Sammelobjekte mobil sind und in neue Wohnungen mitgenommen werden können. Eine Eisenbahnanlage ist aber ein Hobby, das voraussetzt ein Haus zu haben, in dem ein Zimmer nicht genutzt wird, um dann über Jahre - oder Jahrzehnte - da eine Anlage reinzubauen.

    Das hat zu Zeiten funktioniert, wo Leute einen Job im Dorf bis zu ihrer Rente hatten und so ein Projekt starteten. So etwas gibt es heute kaum noch und alle Jahrgänge nach 1964 müssen auch damit rechnen nie oder erst über 70 Rente zu bekommen und bis dahin auch umziehen zu müssen. Hobbies, die du beim Umzug verschrotten musst, weil du sie nicht mitnehmen kannst, werden wegsterben (und sind es auch schon: als ich klein war gab es noch privat betriebene Taubenschläge älterer Herren).

    Einen halb restaurierten Oldtimer kannst du an deinen neuen Wohnort überführen und weiter bauen. Noch besser sieht es mit Retro-Kram aus, vor allem, wenn man es nicht übertreibt und dann statt eines sterilen Arbeitszimmers eine Wand mit den Exponaten hat (wie bei Please login to see this link.). So etwas kann man gut mit an einen neuen Arbeitsort nehmen und fühlt sich dann dort schneller zu Hause.

    Fazit: Ich denke die gut erhaltenen Klassiker des Retro-Computing, für die auch heute noch neue Hard- und Software erscheint, schätze ich als relativ preisstabil ein. Vor allem auch die beiden 128er aus diesem Thread.

    Mir fällt gerade auf, dass es die REU bei Erscheinen der 128er schon gegeben haben muss aber die Karton-Designer selber nicht genau wussten, wie sie funktioniert. Auf der Packung des 128er steht "Erweiterbar bis 512 KB" auf der des 128D "Erweiterbar bis 640 KB". Nur Letzteres ist richtig, den 128 KB (intern) plus 1750 ergibt eben 640 KB an Hauptspeicher.

    Jetzt aber Ontopic: Schöne 128D findet man öfter, aber das sind dann meist jüngere 128DCR (die mit dem Blechgehäuse). Hier haben wir einen 128D mit Plastikgehäuse und die sind unbeschädigt und komplett unvergilbt (vor allem die Tastatur!) wirklich nur noch selten zu finden. Vielleicht sollte man den höher als 500 EUR Sofortkaufenpreis versuchen?!