Beiträge von Retrofan im Thema „GEOS Druckseiten in Bildschirm-Pixeln“

    Warum auch immer

    Das war ja die Frage, die ich in den Raum gestellt hatte. ;)

    Selbst bei GeoWrite gibt es wohl eine Begrenzung. Soweit ich weiß wird hier wohl immer eine komplette Seite (ein VLIR-Datensatz) im Speicher gehalten. [...] Irgendwann sind 64 kB auch mal voll .....

    Aber viel früher. 640 x 752 px = 481.280 px/Bits = 60.160 Bytes, also knapp 59 KB. Das passt ohnehin nicht mehr in 64 KB, wenn OS, Programm, Fonts, Text usw. noch hinzukommen. Es wird also sowieso ausgelagert werden müssen. Ich meine, dafür gäbe es doch das VLIR-Format, oder?

    Ich würde ohnehin annehmen, dass geoWrite, im Gegensatz zu geoPaint, nicht die gesamte Seite im Bitmap-Speicher hält, sondern nur den Teil rendert, der gerade sichtbar ist bzw. beim Druck dann eben 640 px breite Streifen in einer Höhe, die kleiner als die Seite ist. Das ist evtl. auch des Pudels Kern, warum eine GeoPaint-Seite kleiner ist – die muss, wenn auch nur in der VLIR-Datei, komplett als Bitmap vorhanden sein.

    u.U. hat das damit zu tun, daß GeoPaint Farbe kann.

    Wobei das ja erst nachträglich kam. Ich habe noch eine alte GEOS-Version herumliegen, da war geoPaint noch s/w. Aber Farbe benötigt natürlich zusätzlichen Speicher und vielleicht war die Farbversion von Anfang an angedacht, nur eben anfangs noch nicht realisiert.

    Das bedeutet, daß in Länge und Breite immer durch 8 teilbare Werte angenommen werden müssen

    94 Cards müssen durch 8 teilbar sein, wenn eine Card 8 px hoch ist.

    Zitat

    Most dot-matrix printers have a horizontal resolution of 80 dots-per-inch and an eight-inch print width. Eight inches at 80 dpi gives 640 addressable dots per printed line, and 640/8 equals 80 cards per line. GEOS assumes an 80-dpi output device.

    Sehr schön. Ich hatte eben für mich auch ausgerechnet, dass abzüglich der Ränder und abhängig vom Papierformat die 640 Pixel auf ca. 75 bis 85 dpi hinauslaufen. Da liegen die von GEOS angenommenen 80 dpi genau in der Mitte.

    Da werden die Werte im Prinzip auch bestätigt (94 Zeilen, 80 Cards, Abhängig vom Drucker).

    Was mich ein wenig irritiert: warum hat man wohl bei geoPaint eine andere (geringere) Höhe gewählt? Der Speicher müsste doch gereicht haben, wenn z.B. geoWrite damit umgehen kann.

    Der genannte Treiber hat die gleichen Werte für Breite und Höhe, wie von darkvision hier beschrieben: 80 Cards Breite und 94 Cards Höhe.

    Also 640 x 752 Dots – ohne weitere Auflösungs-Tricks und Verbesserungen. Was bei unverzerrten Dots zu einer vertikalen Stauchung gegenüber der Bildschirmdarstellung führt. Das schien damals™ aber niemanden (nicht mal Nordamerikaner) großartig gestört zu haben – war eben einfach so. Vielleicht hatte man auch eher die Einstellung, dass es im Druck endlich unverzerrt dargestellt wird.

    Seither wird hier mit Geos/MP3 nicht mehr gedruckt.

    Im Prinzip dürfte es ja auch global so gewesen sein, dass Drucken mit dem C64 deutlich weniger wurde, als die Geräte aus dem SOHO-Bereich verschwanden und durch 16-Bit-Maschinen ersetzt wurden. Für’s am C64 so beliebte Zocken brauchte man ja keinen Drucker. Und auch heutzutage dominiert ja das Spielen am C64, was ich persönlich ja ein wenig schade finde (trotz Beteiligung an diversen Spiele-Projekten) – aber natürlich nachvollziehen kann.

    Danke euch für die Infos.

    Code
    ;-----------------------------------------------------------------                                                                                                  
    ;Umrechnung der Daten von 16x24 auf 16x20 Punkte.                                                                                                  
    ;Beim Format 16x24 wird eine Seite länger als DIN A4 und bei                                                                                                  
    ;16x16 Punkten wird die Seite nur zu 4/5 ausgenutzt. Deshalb                                                                                                  
    ;werden von den 16 eingefügten Zwischenpunkten jeder Druck-                                                                                                  
    ;spalte vier wieder entfernt. Dies fällt später im Ausdruck                                                                                                  
    ;nicht auf. Das Seitenverhältniss liegt jetzt bei 1 : 1,25.                                                                                                  
    ;-----------------------------------------------------------------

    Heißt das, das die Originalgrafik (gegenüber quadratischen Pixeln) in die Länge gezerrt wird? Das würde ja bedeuten, dass hierdurch die Bildschirmdarstellung besser getroffen würde als wenn man die Pixel unverzerrt (also quadratisch) ausgäbe – denn PAL/NTSC verzerrt die Pixel ja auch, NTSC sogar auf das 1,5-fache in der Höhe.

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    (ich fand früher diese amerikanischen Produkt-Fotos immer etwas seltsam, weil mir die Bildschirmdarstellung zu "quadratisch" vorkam – aber das war halt NTSC)

    Es ist mE gar nicht so einfach, herauszufinden, was für Eigenschaften frühe Matrix-Drucker hatten. Ich habe eben das Epson FX-80 Manual überflogen und bei dem war es so, dass er horizontal entweder 80 Zeichen x 6 Dots oder 80 Zeichen x 11 (überlappende) Dots drucken konnte. Das wären entweder 480 (zu wenig für GEOS) oder 880 Dots (zu viel) gewesen.

    Ging GEOS beim Drucker von einer 8x8 Dot-Matrix aus? Waren die Commodore-Drucker so aufgebaut? Dann wären ja 8 Dots x 80 Zeichen genau die 640 Pixel/Dots gewesen, von denen GEOS ausging.

    Und wer konnte sich 1989 und später einen Laserdrucker leisten

    Privat wohl nur die wenigsten. Aber mir ging es auch eher um die damals üblichen Drucker für Zuhause, also Dot-Matrix-Drucker. Man bewarb damals ja die Eigenschaft, 80 Zeichen pro Zeile drucken zu können – aber auf welche Breite? 200 mm, 190 mm, 180 mm? Und musste GEOS für die 640 px einen glatten Teiler der Druckerauflösung verwenden?

    Kann auch sein, daß die beim originalen deutsche Geos mitgelieferten Treiber eine andere Seitenlänge haben als die US-Treiber.

    Das wäre natürlich sinnvoll gewesen.

    ---

    Nochmal zur Druckbreite: kann ich davon ausgehen, dass links und rechts (wie später bei Laserdruckern) rund 5 mm unbedruckbarer Rand (bei Papier mit Traktor-Rand natürlich nach Abtrennen desselben) frei blieb, also bei 210 mm Breite rund 200 mm bedruckt wurden (640 Pixel auf 200 mm Breite)? Oder war der Rand damals breiter? Ich weiß es nicht mehr und finde auch keine alten Ausdrucke.

    Wenn ich was finde, melde ich mich ...

    Danke. Die Höhe ist für mich aber nicht ganz so zentral wie die Breite.

    Diese Werte sind aber für den "Normalo" nicht änderbar. Da muß man schon mit einem Disk-Monitor ran und das in den Treiber eintragen.

    Aber damit wäre es theoretisch möglich, eine DIN A4-Seite in der Höhe auszunutzen, oder? US Letter hat ja in der Höhe ca. 279 mm, A4 hingegen 297, also 1,8 cm (und damit geschätzt 3 Textzeilen) mehr.

    ---

    Aber was mich noch interessiert: Nutzen die 640 px Breite die volle Breite aus, die ein damaliger Matrix-Drucker (z.B. beim normalen 80-Zeichen-Textdruck) bedruckt hat? Kann jemand (vielleicht auf einem alten Ausdruck) mal messen, wie breit die Fläche/Zeile ist, die von GEOS (speziell geoWrite) bedruckt wird?

    Eine GEOS- (bzw. Geowrite/Geopaint-) Druckseite hat immer 640x720 Pixel

    Danke.

    Ich habe so eine ganz schwache Erinnerung an eine Behauptung, die Werte seien bei Paint und Write nicht identisch. Das kannst du also nicht bestätigen, oder?

    Kannst du vielleicht noch was zu den Rändern sagen? Ich nehme nicht an, dass diese Auflösung randlos auf Papier gedruckt wird. Hast du vielleicht einen Ausdruck, auf dem du messen/abschätzen könntest, wieviel Rand an den 4 Seiten (weiß) bleibt, also nicht bedruckt wird?

    GeoWrite, geoPaint und geoPublish dienen ja zum Erstellen und Ausdrucken von Dokumenten. Daher muss GEOS irgendwie festlegen, wie viele Pixel (in Höhe und Breite) auf eine Seite passen. Sind das einfach 2 x 4 C64-Bildschirme, also 640 x 800 Pixel (wie bei Printfox/Pagefox) oder sind das irgendwelche krummen oder nicht über alle Programme hinweg einheitlichen Werte?

    Und gehe ich recht in der Annahme, dass GEOS beim Ausdruck immer von US-Letter (8,5 x 11") ausgeht und in Kauf nimmt, dass das bei DIN A4 (210 x 297 mm) nicht ganz passt?