Sollte es bei der Frage ums Ethische, Pädagogische und Psychologische gehen, wird es komplizierter und vor allem kontrovers. Aber auch dazu habe ich eine umfassende Meinung.
Darum geht es, ja.
Als hier wieder von Politik und Abendland gequatscht wurde, drehte sich mir schon wieder der Magen um.
Mir ging es nicht um das Pro und Kontra zum Thema Verbot von "Killerspielen". Das ist nun mehr als genug thematisiert worden.
Ich bin grundsätzlich gegen so ein Verbot, weil viele (auch ich) sich dann erst dazu angestachelt fühlen es "jetzt erst recht" zu wollen.
Für mich war z.B. die Kettensäge in Doom eine Super Möglichkeit um Aggressionen abzubauen. Auch wenn ich weiß das es nicht echt ist,
mir hat das jedenfalls immer was gebracht wenn ich schlechte Laune hatte.
Es war zu 64er Zeiten ja auch schon Volkssport die Spiele zu besitzen, die auf dem Index waren. Da ging es gar nicht darum ob das Spiel
gut oder einfach nur Schrott war.
Was mich zu diesem Thread angeregt hat, war auf dem ersten Blick die schon sehr realistische Darstellung der Grafik. Du hast da schon
sehr gut und detailliert aufgezeigt wo es noch schwächelt. Mir ist da vieles gar nicht aufgefallen.
Ich musste in diesem Zusammenhang an eine Pro7 Reportage über Mexiko denken. Dort wurde ein Polizeibeamter
interviewt, der sagte das es für ihn ganz normal ist, wenn auf der Straße Leichenteile rum liegen. Ihn juckt das überhaupt nicht.
Ich weiß, Deutschland ist nicht Mexiko. Zum Glück.
Nur ist dieser Mann schon durch seinen Job sensibilisiert. Ich frage mich, was macht das mit einen Menschen ?
Tragen Spiele in solch einer Qualität (oder noch besser) dazu bei, das man es auch bald hier ganz normal ansieht, wenn einer
abgeknallt wird oder senkt das irgendwann auch die Hemmschwelle und man greift dann auch gerne mal selbst zur Waffe,
nur weil jemanden gerade die Meinung eines anderen nicht passt ?
Die andere Richtung ist auch Möglich: es macht genau gar nichts.
Wie hier schon richtig gesagt wurde, psychisch labile brauchen solche Spiele nicht um durch zu drehen.