Posts from Ruudi in thread "Unbekannter DCF77 - Einschub"

    Na ja, das ist ja schon mal ein Teilerfolg, denn das E könnte vermutlich für Error stehen und somit aber anzeigen, das die CPU läuft und "nur" ein Problem mit RAM oder I/O etc.

    existiert...

    Also weiter bei der munteren Fehlersuche, würde das RAM nun auch nochmals umbauen und auch die Sockel jeweils etwas durchputzen, wie oben beschrieben...

    n.B.: Bei den uralten C-MOS Sachen und dem derzeit kalten und trockenen Wetter ist ESD-Schutz oberste Prio, d.h. mit Armband und/oder Tischmatte, aber beides jeweils über Schutzwiderstand geerdet, sonst macht man sich mehr kaputt !

    Der Adressbus ist übrigens nur 8 Bit breit, aber es können trotzdem 65536 Adressen angesprochen werden, indem erst das High- und dann das Low-Byte übertragen wird.

    Das ist mehr oder minder "normal", sprich bei vielen CPUs und erst recht µCs so, das nicht gemultiplexte vom 65xx ist eher die Ausnahme :wink:

    Aber: da gibt es dann ein Multiplex-Signal (TPx) aus der CPU raus, das regelmäßig wechseln muss, damit die CPU die ganzen 16bit auch raus bringt und ein externes Latch, das diese Daten zwischenspeichert, d.h. weitere Fehlermöglichkeiten.

    Aber ich würde zuerst mal nur dieses Umschaltbit sowie die /CS resp. /CE oder /EN Leitungen von ROM, RAM(s) und eben auch den I/O-Chips, also allem, was irgendwie auch am Datenbus hängt anschauen, das muss alles regelmäßig mal angesprochen werden, d.h. low werden, wenn es wie oben gezeigt Low-Active-Signale sind. Manche bausteine haben auch mehrere dieser Anschlüsse und selbst Kombinationen mit High-Activ sind nicht ungewöhnlich, siehe auch die MOS Bausteine wie 653x oder auch die ROMs dort.

    Sparte eben ein paar Gatter für die Adressraum-Selektion ein und somit Kosten und Platinenplatz.

    Also erstmal an den Ziel-ICs diese Chip-Select Pins vermessen und wenn dort feste Pegel herrschen (und nicht wenigstens einer je Chip Aktivität zeigt, sollten es mehrere sein), dann den passenden Dekoder-Chip finden (sofern nicht direkt mit der CPU, sprich den Nx Ausgängen verbunden) und durchmessen, die hängen eingangsseitig dann am Adressbus (und/oder den Nx Leitungen) und eben ausgangsseitig an den Chip-Select-Leitungen, Enables oder wie auch immer das je Chip und Datenblatt benannt wurde.

    /MRD wird wohl auch in I/O Cyclen bedient und ist dann quasi baugleich zu den vom 65/68xx gewohnten R/W-Signal, wobei scheinbar auf diese Weise aber ne Art direkter Pfad von externen RAM zum selektierten I/O Kanal möglich ist, ähnlich eines DMA, während /MWR nur in SpeicherSCHREIBzyklen aktiv ist.

    Wenn das Alles stimmt und auch am kompletten Adressbus (z.b. aus Sicht von RAM und ROM) Betrieb herrscht, dann sollte auch die LED vom Q-Port brennen, also zum testen CPU raus und mal beide Pegel direkt an den Pin legen, vielleicht ist die ja auch defekt oder der Vorwiderstand/Leiterbahn etc.

    So lange die nicht brennt scheint das Programm nicht zu laufen oder hat Fehler, aber das meldet die Kiste doch vermutlich dann durch blinken oder Fehlercode im Display, da war doch was beim ersten Patienten, oder?

    Als Nächstes wären dann die Control-Bus Signale interessant, /Wait /INT und die DMA-Leitungen sollten alle inaktiv sein, sonst kann die Kiste nicht vernünftig anlaufen, bestenfalls am INT könnte etwas Bewegung sein, der Rest müsste bei dem kleinen System normalerweise inaktiv sein.

    TPA und MEMRD resp. MEMWR sollten so aussehen:

    Please login to see this attachment.

    Möglicherweise sind die Chip select Leitungen auch durch die CPU Signale Nx abgebildet, aber natürlich kann man auch memory-mappen selbst wenn die CPU mehr Möglichkeiten hat, d.h. das hängt von der Verschaltung ab. An SC0 und SC1 sollte auch immer Bewegung sein, das sind die State-Ausgänge, mit denen die CPU kund tut, in welchem internen Cycle sie gerade ist (was den 65xx großteils leider fehlt, siehe Diskussion aktuell hier im Thread um die cmd G65SC02 basierte PC-Karte...)

    Und:

    Kontaktprobleme resp. umgeknickte oder "daneben" gesteckte Pins nochmals kontrollieren, das sind so die Klassiker, womit man sich selbst viel Sucharbeit spendieren kann...

    Wenn das Alles nix bringt, würde ich zu einem Arbiträrgenerator, USB-IO-Block oder gleich zu nem entsprechend programmierten PIC oder Atmel greifen und den (über passend verdrahteten Adapter) im CPU-Sockel plazieren und dann mal "zu Fuß" diverse Adressen ansprechen samt aller notwendigen Control-Signale wie R/W, ALE oder wie sie bei dieser CPU eben alle heißen, letztlich ist das ja auch nix Anderes als bei anderen CPUs auch, da ja die Peripherie-Chips immer die gleichen Bedingungen brauchen, um zu funktionieren... Ein Logic-Analyzer parallel dazu (selbst billigste Ausführungen tun es da!) zum Rücklesen der gesetzten Pegel etc. ist natürlich auch hilfreich, aber ohne Stimulation allein sicher nicht sonderlich zielführend...

    Wenn man auf diese Weise das RAM testen und das ROM auslesen kann, dann könnte man auch mal durchzählen am Adressbus und stoppen, sobald das Enable-Signal an den Chips der LED-Ansteuerung sich verändert, dann kennt man schon mal die Basisadresse dieser I/O-Blöcke und kann dann dort probieren, die auch extern anzusteuern.

    So ein Programm, das die CPU nachempfindet, aber selbst via RS232 (also USB mit COM-Adapter) erreichbar ist, das ist nicht weiter kompliziert und schnell erstellt, vermutlich findet sich sowas auch im WWW schon halbwegs passend.

    Dürfte aber leichter sein, eine bekannte und flashbare Plattform anzusteuern, als sich ein Testprogramm für die originale CPU zu schreiben. Alternativ kannst Du aber auch Deinen KIM da mal mit ins Spiel bringen und zum debuggen verwenden, z.b. über ne angeschlossene 6522 oder 6821 kann man ja die Signale der CPU auch generieren und passend einspeisen...

    Was sagt die Stromaufnahme, ist die im "normalen" Bereich, die Anzahl der leuchtenden LEDs (dabei schaun, ob die gemultiplext sind oder konstant leuchten...) einbezogen?

    Adressbus müsste ja auch Aktivität zeigen, statistisch gesehen mit abnehmender Frequenz je höher die Adressleitung...

    Dekoder für die div. Chip-Select-Leitungen von RAM, ROM und den IO-Bausteinen prüfen, sprich kommt da überhaupt was raus, bei RAM und ROM sollte es relativ "hochfrequent" sein, aber auch die I/O müssen regelmäßig angesprochen werden...

    Ansonsten mit Kältespray und Fön arbeiten und ganze Baugruppe auf Haarrisse in den Leiterbahnen sowie schlechte Lötstellen untersuchen...

    Ach ja: der DIN-Steckverbinder des Einschubs sieht sehr oxidiert aus, eventuell lag das Teil mal mit der Backplane nach unten im Wasser, d.h. Kontakte reinigen, den ganzen Einschub dann mal in nem funktionierenden Rack betreiben und vorsichtshalber auch die IC-Sockel auf der PCB mit z.b. Drahtenden von einem Widerstand oder Silberdraht -möglichst OHNE Lötzinn-Überzug!- durchputzen, besonders auf gute Masseverbindung der ICs achten, denn C-MOS sind besonders latch-up gefährdet, wenn GND fehlt!

    Wenn zu wenig oder aber deutlich zu viel Stromverbrauch vorliegt, kalte oder heiße ICs (für "kalt" kann man punktuell mit Kältespray nachhelfen und schaun, wie schnell die "abtauen") sind immer auffällig, das Ideal liegt wie fast immer in der Mitte...

    Bin gespannt auf die Rückmeldungen ,-)

    Pegel an Reset-Leitung mit Oszi beobachten und Taster mit dran löten und immer mal wieder während der Behandlung mit Fön und Kältespray resetten, um zu sehn, ob es vielleicht temporär hoch kommt...

    Also welche Prozesse führen nachweislich zum Altern oder Ausfall von Kerkos. Da bin ich jetzt wirklich mal auf Fakten gespannt.

    Moderne Kerkos, sprich MLCs altern recht heftig aber lassen sich durch Hitzebehandlung, z.b. erneuter Reflow-Lötprozess wieder "resetten" auf Zustand neu. Info stammt von Kerko-Hersteller, genaue Quelle müsste ich raussuchen.

    Die guten alten einschichtigen können an den Drahtanschlüssen oxidieren, was sich dann als RC oder gar RLC bemerkbar macht, sprich ein sonst vernachlässigbarer Reihenwiderstand wird dominant. Quarze können je nach Schliff- und Kontaktierungsrichtung auch auf anderen Frequenzen (auch subharmonisch!) schwingen, ein Einspeisen eines 77.5 KHz Signals über Signalgenerator wäre auch ne Testmöglichkeit, aber natürlich aufwändiger als der Quertausch der Quarze, was diese aber thermisch streßt...

    die Tantals austauschen und auch die 100nF Abblockkondensatoren-

    Die Tantals auf Verdacht, ok (wobei die aber auch laut und mit viel Qualm anzeigen, wenn sie kaputt gehen...

    die üblichen keramischen Kondensatoren, egal ob Scheiben-, Rohr- oder heutige Vielschichttypen, gehen so gut wie gar nicht kaputt, es sei denn, mechanisch. Kurzschlüsse sind darüber hinaus auch gut erkennbar, da ja direkt parallel zur Versorgung sitzend...

    Daher halte ich diesen Schritt für verzichtbar. Sollten als Blockkondensatoren jedoch Folienkondensatoren verbaut sein, so könnte deren Tausch nicht schaden, ebenso bei Elkos. Würde eher mit dem Eingangs-Transistor antennenseitig starten, vor Allem, wenns ein FET sein sollte... (ESD empfindlich...)

    Am Besten mit Funktions-Generator (oder DCF.Testsender, sofern vorhanden) ein 77.5KHz Signal erzeugen und dann mit Oszi Vergleichsmessungen zw. guter und defekter Elektronik machen (reine Luftkopplung über Spule als Last am Generator, z.b. alt LW-Ferritantenne)

    Sollte schnell zu finden sein :wink: Viel Spass!

    Hey, Gratulation, hört sich doch ganz danach an, als ob das Ding tut was es soll :wink:

    Wenn die kurzgeschlossen gewesenen Pins/Leiterbahnen nur über derart hohe Widerstände woanders hin führen, dann wurde dadurch allein zumindest Nichts beschädigt!

    Die Kopplung direkt vor an die Antenne, das hört sich irgendwie nach Phantomspeisung an, denn DC hätte dort ja wirklich nix zu suchen... Wäre andererseits ein zugänglicher und im Vergleich fast schon wieder niederohmig angebundener Bereich, d.h. am Ehesten noch verwundbar (z.b. über ESD).

    Es gab übrigens einige "aktive" Antennenschaltungen, um den Empfangsumkreis von ca. 800km rund um Frankfurt zu erhöhen, die brauchten natürlich auch etwas Strom...

    Soweit ich mich erinnere, war auch in Elektor da mal eine konkrete Schaltung drin.

    Aber das Einspeisen eines "neumodischen" DCF77 Signals, entweder direkt oder invertiert, das haben wir ja schon durchexerziert, d.h. damit sollte die grundsätzliche Funktion

    der DCF77 Dekodierung unabhängig von Antenne und analoger Schaltung überprüfbar sein.

    Wenn da mit beiden Polaritäten sich nichts oder zumindest nichts Sinnvolles tut, dann könnten tatsächlich die im Laufe der Jahre leicht geänderten Übertragungsprotokolle schuld sein... Dann würde nur disassemblieren und patchen helfen...

    Schön, dass das Teil wieder lebt und eins würd mich noch interessieren: was passiert denn, wenn Du den Taster gedrückt hältst, während Du die Stromzufuhr einschaltest?

    Wäre so das klassische "Versteck" für irgendne Rückmeldung, Version etc.

    Das ergäbe Sinn, würde aber den C-MOS-Baustein zuerst auslöten, nicht dass der Fehler noch weiter wandert...

    Pin 6 ist Ausgang zu Pin 7, also muss an Pin6 immer das logische Gegenteil von Pin7 anliegen. Pin5 ist ein weiterer Eingang, d.h. unkritisch hinsichtlich Beschädigung, aber der Baustein der mit Pin5 verbunden ist (und all das, was an der ebenso mit verbundenen Leiterbahn hängt), das ist alles gefährdet und müsste mit überprüft werden, es ist nicht gesagt, dass der Ausgang des 4049 der "Schwächere" war, der Kurzschluss könnte auch die anderen beteiligten ICs geschädigt haben (hoffentlich nicht die CPU?!?).

    Du meinst, wenn ich z.B. die 3 hochgebogenen Eingänge an GND lege (also Bitmuster "000"), dann müsste bei Funktion des 74LS145 eine Anzeige leuchten ?

    Wenn ich "Telefonjoker" wäre, würde ich genau das raten, ja. :smile:

    Es müssen alle 4 Eingänge separiert und auf Masse gezogen werden, denn der höherwertigste ist nicht nur für die Zustände 8 und 9 sondern auch als "/enable" für die niederwertigen zu sehen, siehe Logiktabelle und sogar wortwörtliche Erwähnung im Datenblatt.

    (wenn natürlich dieser oberste bereits fest auf GND verdrahtet ist, dann sorry für den Zwischenruf, hab jetzt nicht seitenweise zurückgeblättert und quergelesen...)

    Wenn vorher ein LS verlötet war muss auch jetzt ein LS funktionieren.

    Mir sieht das etwas "verbastelt" aus, denn das ganze Display-Board würde -passende LEDs vorausgesetzt- andersrum, sprich mit den PNPs als High-Side und den NPN als Lowside deutlich besser funktionieren. Ob der LS145 "original" ist, das kann eigentlich nur ein Vergleich mit dem 2. aktuell bekannten Board aus der ebay-Annonce geklärt werden und vielleicht auch, ob dort auch die gleichen 7-Segment-Anzeigen zum Einsatz kommen...

    ralf02 HC42 als Ersatz sollte gehen, ist der auch "schwer verfügbar"? den gibt es bei Reichelt für 0,77 EUR und Lieferbarkeit sofort :wink:

    Ja, siehe Beitrag von mir eins weiter oben, das ist jetzt normal, denn es wird ja alles auf die eine Stelle "projeziert". Der Schiebeschalter könnte also was mit der Multiplex- oder Anzeigeerneuerungsfrequenz zu tun haben, viell. um Flimmern an Neonbeleuchtung zu verhindern oder was auch immer :wink:

    Schau mal, ob Du HC42 oder HC145 (sollten baugleich sein, aber prüf das selbst, bin nicht ganz fit heute, sorry) auftreibst, damit müsste es dann gehen! Vermutlich gibt es auch noch einen 40xx oder 45xx Baustein, der ebenso die gleiche Aufgabe übernehmen könnte (4028 leider nicht, invers und vermutlich auch abweichendes Pinning)

    - das prüfe ich als nächstes, ob dann die Sekunden gezählt werden.

    Das war ein Denkfehler von mir: Wenn Du Q0 fest auf Masse legst, dann bekommst Du ALLE Stellen im schnellen Durchlauf auf die

    eine ausgewählte Stelle eingeblendet, d.h. wird es fast immer die 8 in Summe ergeben, das mittlere Segment erschien auch etwas dunkler,

    d.h. kann gut sein, dass das statistisch seltener im Betrieb ist...

    Je nach Multiplex-Frequenz könntest du mit schneller Verschlusszeit oder Video-Modus der Digitalkamera vielleicht mehr sehen (oder die ganze Anordnung schnell drehen oder schwenken im Dunkeln...)

    Mach mal nen HC145 oder HC42 rein, dann müsste es besser tun... (wobei es immer noch eine sehr merkwürdige Auslegung ist, aber das sagte ich heute ja schon, oder?)

    , warum geht das mit dem LS145 nicht.

    Wird denn der LS145 richtig angesteuert?

    Also mal die Eingänge vermessen... (IC-Clips und ein Logic-Analyzer oder wenigstens MSO wäre sehr hilfreich dafür...)

    Die "8": ist die Konstant drauf oder zählt das System jetzt die Sekunden durch?


    Zusatz: wenn nun also wirklich (unüblicherweise...) der PNP groundseitig hängt, dann müsste zu dessen Ansteuerung die Spannung möglichst nahe an 0V ran, das schafft (bei den dann fliessenden Strömen, es gehen ja alle LEDs einer Stelle parallel drüber) kein TTL, sondern nur ein HC oder HCT (letzterer erforderlich, wenn über TTL angesteuert).

    Könnte es denn sein, dass das Ding mal umverdrahtet wurde und ursprünglich vielleicht HDSP5531 drin waren mit dann gedrehter Polarität der Versorgung? Sieht die PCB nachgelötet aus? DateCodes der HDSPs passend zum Rest der Schaltung?

    Fragen über Fragen :wink:

    Hmm, ist noch früh am Morgen und mich plagt ne Virusgrippe, aber:

    PNP und als Low-Side-Treiber verschaltet, das bräuchte dann aber eine Ansteuerung mit negativer Vorspannung, die ein 74LS schwerlich produzieren kann, es sei denn, er hinge komplett an ner anderen Schiene (sowas wurde im Zusammenspiel PMOS und TTL durchaus gemacht in den 1970ern, aber hier sehe ich das als wenig zielführend an).

    Wäre der PNP "rückwärts" (also Emitter und Collector vertauscht) mit drinnen, dann würde zwar Masse als Schaltspannung ausreichen, aber der Transistor würde sich beim Einschalten quasi selbst abschnüren und somit als Strombegrenzer wirken, oder mache ich da grad nen Denkfehler? kinzi (und alle die sich sonst berufen fühlen :wink:

    Eigentlich würde man bei positiver Versorgungsspannung und TTL als Ansteuerung eher die PNP Transistoren "oben" also gemeinsam an 5V (oder mehr) hängend erwarten und die NPN (BC122!) unten mit dem Emitter gemeinsam gegen Masse. Dann wäre die Ansteuerung nachvollziehbar und bei roten LEDs mit ihren ca. 2 V Vorwärtsspannung auch rein mit 5V TTL-Versorgung denkbar. Oder es wäre eben min. eine zweite Versorgungsspannung mit im Spiel und die LEDs würden zw. den beiden Versorgungen dann quasi "hängen", vom Potential her gesprochen.

    ralf02 Ein Foto der Rückseite der LED-Platine wäre nützlich :wink: Und ebenso -falls nicht schon irgendwo vorhanden- auch ein solchiges von der Steuerplatine. Allmählich fängt es an, mich zu interessieren :wink:

    Und bitte für die LED-Module nochmals nachsehen, wie rum die in der Schaltung hängen, also wo die gemeinsamen Anschlüsse denn nun hingehen (ich glaube zu sehen, dass diese zu den PNPs (2n2905) gehen). Typ war HDSP-5533, wäre also gemeinsame Kathode an Pins 3 und 8 (also oben und unten jeweils in der Mitte!) HDSP-5531 würde deutlich mehr Sinn ergeben, da common Anode... Eventuell doch negative Versorgung oder schlicht Masse und +Vcc vertauscht beim rausmessen???

    Please login to see this attachment.

    ralf02 : hier stimmt irgendwas radikal nicht:

    - die Kathoden der LED-Displays müssten gg. Masse (oder gar negative Vorspannung) geschaltet werden, einen solchen Pfad sehe ich hier nicht

    - die 2N2905 wären "verpolt", für den Fall , dass diese "Masse" mit der Leitung "Alle Kollektoren verbunden" identisch wäre...

    Mehr Sinn würde es ergeben, wenn sämtliche Emitter verbunden wären und auch auf GND hingen und der Taster ebenso zw. GND und Basis BC107 hängen würde und

    der BC107 dazu dient, Elektrostatik vom uC fern zu halten (und nebenbei das Tastersignal invertiert). Üblicherweise hätte man aber parallel zum Taster noch nen kleinen Kondensator im nF Bereich erwartet, um den Taster dann auch gleich in HW zu entprellen...

    Die Stufe mit dem BC107 hat insofern meines Erachtens NICHTS mit der De-Multiplexer-Stufe kathodenseitig zu tun.

    Ich erinnere nochmals an die Möglichkeit, mit dem Besitzer des auf ebay angebotenen Geräts Kontakt aufzunehmen und wenn dessen Gerät funktioniert, z.b. etwas Kleingeld für eine Kopie dessen Eproms auszuloben. Habe schon mehrfach sehr positive Erfahrungen mit "alternativen" Anfragen an Ebay-Verkäufer gemacht, nicht jeder ist nur auf max. Profit aus :wink:

    Wobei ich allerdings die Aussage von Ralf, dass auf sämtlichen Adress- und Datenleitungen -zumindest wohl für die Dauer der jeweiligen Messungen reger Verkehr herrschte schon als ersten Indiz werten würde, dass das Programm im Eprom noch was Sinnvolles macht, weiß allerdings nicht, ob die 1802-CPU schon irgendwelche Vorkehrungen beim Auftreten von extremen Programmfehlern (z.b. illegal op-code) hatte, oder auch durch "Müll" einfach durchsteppen würde...

    Die RAM-Nutzung könnte darüber Aufschluss geben, d.h. ob die Werte dort wild überschrieben werden, oder relativ konstant sind nach anfänglicher Initialisierung, was bei der Anwendung ja sinnvoll wäre...

    Dazu wäre aber mindestens ein Logic-Analyzer mit genug Kanälen als auch hoher Speichertiefe notwendig, um hier zunächst mitzulesen und dann auch ne Art Statistik über die Zugriffe zu erhalten...

    n.B.: Einen Umbau auf eine moderne Variante unter Beibehaltung der originalen Display-Platine -wie von Natas vorgeschlagen- halte ich für ne arge Schändung, denn auch die Display-PCB kann ja gegebenenfalls neu gemacht werden, aber deren Verlust würde die alte Schaltung entwerten und zudem ist eine LED-Display-PCB auch heute noch "zeitgerecht", wenn das z.B. Nixies wären, dann könnte man eventuell -wenn die originale Ansteuerelektronik überhaupt nicht mehr ans Laufen gebracht werden könnte- vielleicht darüber nachdenken, da was mit moderner Elektronik anzusteuern, ums wieder ans Leuchten zu bringen, würde das dann aber so machen, dass die originale Elektronik mit dabei bleibt, nur eben nicht mehr aktiv ist... Aber so würde nicht ganz verstehen, worin der Reiz eines Neuaufbaus liegen sollte, denn LEDs wie auch 19" Technik gibts noch neu und DCF77-Empfänger auch wie Sand am Meer, sowohl standalone mit Display als auch in Verbindung mit irgendnem Computer etc.

    Bei den BC212 sind die Basen verbunden: 5 Volt

    Das wäre sehr ungewöhnlich. Ich sehe aber nicht Pin2 sondern Pin3 von allen BC212 verbunden, Pinning:

    Please login to see this attachment.

    TO92 ist zwar als Gehäuse genormt, die Pinbelegung ist aber wahlfrei, das ist arg irreführend...


    Mal ne ganz andere Frage: Könnte es nicht auch sein, dass schlicht (durch jahrzehntelangen Dauerbetrieb...) die 7-Segment-LEDs allesamt verschlissen sind? Einfach mal eine rote Low-Power-LED parallel zu einem (sich häufig wechselnden) Segment der Sekundenanzeige klemmen und schaun, ob das nicht "blinkt"?

    Und miss mal den roten Schiebeschalter durch, ob der wirklich noch ordentlich durchschaltet (also < 1 Ohm).

    Schreib doch den Anbieter auf ebay an, er soll Dir Fotos von der bestromten Karte schicken, a la "was zeigen die LED-Displays gleich nach dem Einschalten und in den ersten Minuten an?".

    Ich würde sogar vermuten wollen, dass direkt nach dem Einschalten eine Firmware-Revision kurz angezeigt wird, das war (und ist) durchaus üblich bei industriellen Geräten wie diesem.

    Ganz ausgeschaltetes Display bis zum erfolgreichen Empfang halte ich hingegen für recht unwahrscheinlich.

    Würde mir als Erstes mal die /CS Leitung des Eproms und dessen Adressleitungen anschaun, ob sich da was tut. Wenn ja, dann auch sämtliche Datenleitungen, möglicherweise "hängt" eine auf festem Pegel....

    Vielleicht könnte Schaltungsdienst Lange helfen, geht aber ins Geld erfahrungsgemäß...

    Alternativ bieten sich noch die Werksunterlagen von Siemens und Telefunken an, beide brachten damals jährlich Applikationsschriften heraus, in denen die üblichsten industriellen wie kommerziellen Anwendungen der noch überschaubar wenigen ICs im Detail aufgezeigt wurden. Dürfte so um 1975 herum aktuell gewesen sein...

    Hier ein Auszug aus einem 1975er Siemens Halbleiter-Datenbuch: Please login to see this attachment.

    Wobei das bisschen Schaltung ist ja an nem verregneten Nachmittag abgezeichnet und passend zur gescannten PCB (als Probe quasi) auch wieder geroutet, allerdings gehört dazu die PCB komplett entstückt, das dürfte fast die langwierigere (und hässlichere) Arbeit dabei sein... Das wäre mal ein Task, bei dem Target3001 zeigen kann, was es kann!

    Einspeisepunkt: Meine Vorgehensweise wäre, mit nem billigen DDS-Generator - oder manuell- mit sonstigen "NF"-Generator- ein im Sekundentakt AM-getastetes 77.5KHz Signal (muss nicht unbedingt der DCF-Kodierung entsprechen, aber wäre natürlich auch nicht schlecht...) zu erzeugen und über nen stinknormalen 1:1 NF-Übertrager "Brummschleifen-Verhinder-Trafo" in den Antenneneingang potentialfrei einzuspeisen. Amplitude langsam steigern, KEIN DC-Anteil! Dieses Signal (digital 1/0 im Sekundenztakt gemäß Tastung) dann einfach am µC suchen.

    Dann hat man den digitalen Eingang gefunden und kann den isoliert legen und dort über Widerstand ca 1K (2 Schutzdioden 1N4148 oder ähnlich gg. GND und Vcc nicht vergessen!) das Signal des modernen Receivers einspeisen. Wenn nichts dekodiert wird: Inverter dazwischen hängen.