Beiträge von 64k_or_64bit im Thema „Welcher Filme stellen Computer Realistisch dar“

    Fängt jedenfalls bei "/usr" an und darüber kann ich noch klein "/bin" erkennen. Dann wird die Datei "BoundBox" angefahren. In einer weiteren Szene navigiert sie dann durch "park", "Zoology", "Physical.Security" und klicjt die Datei "Chemical" an und danach noch die Datei "Visitors.Center", welche dann eine grafische Oberfläche für die Türsteuerungen öffnet.

    Super! Danke für die Screenshots! Wie gesagt, ich hab den Film 1993 im Kino gesehen und danach nicht mehr (übrigens war ich überrascht, dass das schon 1993 war; ich hätte spontan 1996 gesagt).

    Ich tu mal so, als wär ich in dem Film: „Das ist eine SGI, die kenn ich aus Film und Fernsehen.“ und: „Das könnte ein Unix-System sein; es ist ja eine SGI ...“ SGI hatte diesen Dateimanager wirklich, ist aber vermutlich wirklich träge, auch wenn man sowas wie eine Indigo 2 stehen hat. Zumindest würde ich das annehmen, wenn man sich die Rechner der frühen 90er Jahre vorstellt. So eine Indigo 2 Impact 10000 wär natürlich schon cool, so ist es nicht.

    Scheint mir durchaus realistisch und benutzbar zu sein, aber auch sehr träge und verspielt. Warum sich das nicht durchgesetzt hat, ist wohl offensichtlich.

    Es ist wirklich ziemlich verspielt. Ich meine, warum sollte man etwas Zweidimensionales, wie ein Dateisystem, unbedingt im Pseudo-3D in der Draufsicht darstellen wollen ... ist ja sowieso Unsinn. Ich glaube, dass das auch von SGI nur ein Testballon war: „Schaut mal, wie toll wir sind! Das Dateisystem zum Greifen nah!“ Und man darf nicht vergessen, dass die SGI Workstations oft einen Zusatzanschluß für 3D-Brillen hatten ... dann wird das zum einmaligen Erlebnis.

    3D Animation beim Dateizugriff (weil es ja so praktisch ist)

    Wobei es diesen Dateibrowser wohl tatsächlich geben soll. Hatten die Produzenten mal irgendwo erwähnt. Ganz unrealistisch also nicht. Andererseits natürlich fraglich, ob man so ein verspieltes Teil ausgerechnet auf einem Laborrechner vorfinden würde. Der dürfte wohl so schnell in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein, wie er gekommen war, eben "(weil es ja so praktisch ist)". Dafür hat er aber ja für den Film wohl seine Nischendaseinsberechtigung gefunden.

    Das hatte ich auch gehört. Ich glaube zwar nicht, dass der Dateibrowser wie ein Flugsimulator über die Verzeichnisse fliegen hätte können, wie in dem Film, aber die 3D Darstellung gab es wohl.

    Als ich den Film damals im Kino sah, fand ich sofort dämlich, dass dieses Teenager-Mädel sich hinstellt und sagt: „Das ist ein UNIX-System, das kenne ich!“ Ja, genau, sowieso. Als ob das eine Relevanz für die folgende Handlung hätte ... Vor allem: Woran will sie das denn erkannt haben? (Klar: Drehbuch, ich weiß, aber als Autor sollte man sich vielleicht mal überlegen, ob das im Kontext überhaupt sinnvoll ist.) Vielleicht hat sie die Darstellung des Dateibrowsers genauer sehen können. Hat jemand die Bluray von dem Film und kann sehen, ob da die UNIX-typischen Verzeichnisse -- bin, etc, usr, ... -- zu sehen sind? Ich hab den Film seit 1993 nicht mehr gesehen. Wahnsinn eigentlich ... ist der Film jetzt auch schon Retro?