Ich meine, da wird zu viel in einen Topf geworfen. Es gibt tatsächlich Magazine, die auch heute noch nur auf Papier so rüberkommen, wie sie eigentlich gedacht sind. Ich habe alte Ausgaben des Retro Gamer als PDF gekauft. Man kann sie lesen, aber der Bezug des Textes zur grafischen Illustration geht schon ein Stück verloren. Auch wirklich geschätzte Bücher kaufe ich fast ausschließlich gebunden. Und trotzdem nutze ich flüchtigeren Kram gerne digital, ärgere mich über ungewünschtes Werbezeugs auf Papier, das ungelesen in die Tonne kommt, oder Behörden, die am liebsten noch via Steintafeln kommunizieren. Die Verschwendungsdiskussion kann man auch mit Blick auf die digitale Welt führen. Für die Bereithaltung und den Konsum ihrer Produkte werden ebenfalls unfassbare Mengen an Ressourcen aufgewendet. Und auch hier gibt es jede Menge Optionales, das die Welt nicht wirklich braucht und keineswegs umweltneutral ist.