Beiträge von SGT22 im Thema „TheC64 Mini: Besser als sein Ruf? Ein Erlebnisbericht.“

    Also, meine Tests sind ein Stück weiter. Ich kann offenbar fast alle Funktionen am PS2-Dualshock nutzen. Nur den Klick auf die Analogsticks hab ich noch nicht probiert. Nach jetzigem Stand meiner Tests sieht das CJM-Schema für den Dualshock so aus:

    J:2*:JU,JD,JL,JR,L1,R1,Dreieck,Quadrat,L2,X-Taste,Kreis-Taste,Select,R2,K,K (die letzten zwei Einträge konnte ich noch bei keinem Controller zuordnen, deshalb der Platzhalter "K")

    Das Menü des Mini erreicht man über den "Start"-Button. In diesem Menü gelten ja dann neue Bedingungen, also nicht die CJM. Auswählen eines Menüpunktes genauso wie Starten eines Spiels erfolgt über L1. Ist man im Dialog Speichern/Laden speichert man mit der X-Taste und ruft einen Speicherstand mit der "Select"-Taste auf.

    Zur Kompatibilität von Funkperipheriegeräten kann ich dir leider nichts sagen, bspw Xbox Pads scheinen gut zu funktionieren.

    Dein Hinweis hat mich noch einmal motiviert, ein paar Controller an meinem Mini zu testen. Leider konnte ich den Xbox One Controller weder über Kabel noch über das offizielle USB-Dongle zum Laufen bringen. Weder am Hub noch direkt am USB. Eigentlich hatte ich mal gelesen, dass es via Kabel eigentlich klappen müsste. Vielleicht war mein Kabel zu lang. Das muss ich noch einmal checken. Dann einen Xbox 360 über den entsprechenden Funk-Adapter probiert. Was am Raspberry super klappt, am Mini keine Reaktion, keine Verbindung. Aber dann hat mich eine Recherche zu der im Moment besten Lösung für mich geführt. Da hat jemand in einem Video gezeigt, dass der PS2-Controller gut via USB-Adapter am Mini funktioniert. Und das kann ich nur bestätigen. Die meisten Buttons sind belegt und vermutlich via CJM anpassbar. Man kann wahlweise das Digipad oder den Analogstick nutzen. Und ich hab auch die Funkvariante geprüft, einen drahtlosen Nachbau des PS2-Gamepads. Flog hier noch so rum. Und erstaunlicherweise hat der Mini das Ding sofort erkannt. Was auch noch einmal interessant ist bezogen auf die Stromzufuhrdiskussion. Das 1.0A-Netzteil scheint zumindest für zwei drahtlose Eingabegeräte noch zu reichen. Vielleicht helfen diese kleinen Experimente ja jemandem hier, der noch Lösungen für den Mini sucht.

    Ich glaube bei der nicht-transparanten Version erkennt man die Microswitch-Joysticks daran, dass sie einen schwarzen Steuerknuüppel haben anstatt einen roten.

    Vielleicht ist das bei dem The Joystick von Retro Games so, aber ich hab mir den Speedlink Competition Pro Extra geholt, der Mikroschalter hat, aber einen roten Steuerknüppel. Diesen Competition Pro kann ich aber für den Mini nicht empfehlen, wenn man Rechtshänder ist und den linken Feuerknopf braucht. Denn man kommt doch sehr häufig versehentlich auf die darüber liegende linke Dreieck-Taste, die leider das Menü aufruft und nicht angepasst werden kann. Wenn The Joystick vorne auch diese vier Knöpfe für A bis D hat, ist das für den Mini m.E. deutlich besser.

    Generell ist ein gutes Netzteil (zb original Raspberry PI 3B+) sowie ein USB Hub mit eigener Stromversorgung ein Muss für den Mini, daran würde ich nicht sparen. Dann kannst du idr alles anschließen. Ich denke auch die Funksachen sollten klappen.

    Das kann ich so nicht bestätigen. Klar, wenn man wirklich viel Peripherie anschließen möchte, muss man darauf achten. Aber mal ein Beispiel aus meiner Praxis: Ich hatte hier noch ein Netzteil, das mit 1.0 A und 5 V genau den Empfehlungen des Handbuchs entsprach. Am Mini habe ich an einem der zwei USB-Anschlüsse einen 8-GB-Stick und an dem anderen Anschluss einen einfachen Vierer-Hub, ohne eigene Stromversorgung. In diesem sind ein USB-Dongle für drahtlose Maus/Tastatur und der Joystick immer angeschlossen. Mit dieser Konstellation gibt es nun schon über so einige Wochen nicht die geringsten Probleme. Irgendwo wird natürlich eine Grenze sein, wenn man mehr braucht. Vielleicht wäre die schon erreicht, wenn ich jetzt noch vom Original-Joystick auf eine drahtlose Lösung umsteige. Aber, dass man ein Netzteil wie beim Raspberry 3B+ braucht, das m.W. bei 2.5 A liegt, glaube ich eher nicht. Soviel mehr Zusatzgeräte fallen mir gar nicht ein, die am Mini funktionieren und einen Zusatznutzen bringen.

    Mein Pad ist definitiv anders gepolt als in dem Tastenzuordnungsschema vorausgesetzt. Hab JF zusätzlich auf Pad-Taste B gelegt und die beiden L / R mit F1 bzw. F7. Also:

    J:2*:JU,JD,JL,JR,JF,JF,RS,SP,F1,JF,JF,F3,F7,K,K

    Ergebnis: JF kommt auf Taste B an. Kann nun mit A und B feuern. Aber L und R reagieren in dem Test-Spiel (Fort Apocalypse) gar nicht. Normalerweise müsste man mit den Funktionen Einstellungen im Spielemenü ändern bzw. in den Hauptbildschirm zurückkehren können. Interessanterweise erkennt der C64 zumindest die Pad-Taste L schon, denn damit wähle ich in der Oberfläche ein Spiel aus oder wähle eine Funktion im Systemmenü (bspw. "speichern" oder "verlassen"). Ist also per Default wie die Feuertaste belegt. Konfiguriert man auf diese Taste eine andere Funktion, ist sie lahmgelegt. Die Taste R scheint vom ganzen System gar nicht erkannt zu werden.

    Im Prinzip komme ich auch ohne L/R zurecht. Neben Feuer und Richtungen bleiben mir so mit dem Pad noch vier zusätzlich belegbare Tasten. Das sollte für die meisten Spiele reichen. Aber dennoch eine abschließende Frage: Das bei Dir anders reagierende Pad ist genau das, was unter dem Link zum Shop zu sehen ist?

    PS: Zum Technikkauf des Jahres: Die Konkurrenz war tatsächlich nicht groß. Es war bei mir ein ruhiges Technikjahr. Aber immerhin lässt der Mini eine Atari Flashback X hinter sich. Und die ist schon ziemlich gut. :)

    Super, vielen Dank! Vielleicht muss ich auch dazu übergehen, die CJM an einzelne Spiele anzupassen. Aus reiner Bequemlichkeit hatte ich eine separaten Joypad-Pfad angelegt und da alle Spiele auch noch einmal abgelegt. Mir war aber schon klar, dass bspw. bei Ghostbusters eine Zuordnung für die C64-Taste B fehlen wird. Also muss ich da ohnehin noch einmal ran.

    Ich werde mal schauen, ob ich mit Deinem PDF mehr erreiche als mit dem offiziellen Handbuch. Danke auch dafür!

    Oh, sehr freundlich. :ilikeit:

    Also, das mit der Feuertaste scheint wirklich an Spielen zu hängen. Ich hab mir von itch.io ein paar organisiert und da gab es eins, da war Feuer plötzlich auf der X-Taste obwohl es bei Fort Apocalypse auf der A-Taste ist. Mir fällt nur nicht mehr der Name des Spiels ein. Ich werde alt.

    Hab auch dieses Pad bzw. eine Variante in Grau ohne jedwedes Branding. Hab ich vor Jahren mal auf einer Retro-Börse abgestaubt. Ich wollte eigentlich die Schultertasten L/R umdefinieren, aber die haben auf nichts angesprochen. Die entsprechenden Felder habe ich dann in der CJM mit einem K versehen, damit ich dran denke, mich eines Tages noch einmal daran zu versuchen. Jedenfalls scheint die Dokumentation im englischen Handbuch des Mini nicht ganz korrekt zu sein. Ich kam schon mit diesem Pad ins Schwimmen obwohl das Handbuch dafür sogar eine beispielhafte Belegung zeigt. Vielleicht ist meines einfach anders gepolt. Ein Rätsel bleibt mir auch, wie ich den Speedlink Competition Pro Extra anpassen kann. Hatte mal versucht, die rechte Feuertaste zu ändern. Kein Erfolg. Ideal wäre auch, wenn man die linke Dreiecktaste lahmlegen könnte, aber dummerweise führt die zum Menü und scheint von Veränderungen ausgeschlossen zu sein. Diese Taste ist ein regelmäßiges Ärgernis, da man sie beim Feuern zu oft aus Versehen trifft.

    Hier mal meine Konfiguration für das o.g. Pad:

    X:64,pal,driveicon

    J:1:JU,JD,JL,JR,JF,JF,RS,SP,K,K,JF,F3,K,K,K

    J:2*:JU,JD,JL,JR,JF,JF,RS,SP,K,K,JF,F3,K,K,K

    Schlichter gehts ja kaum. :/

    Die hinteren "K" beziehen sich auf Tasten, die das Pad nicht hat bzw. deren Zuordnung in meinen Experimenten ebenfalls keine Auswirkung auf die Steuerung hatten.

    Würde mich mal interessieren, wie Deine CJM aussieht. Danke im Voraus. :)

    Die Erfahrungen mit dem Joystick des C64 Mini haben sich leicht eingetrübt. In den Diagonalen hat das Ding so seine Probleme. Das macht dann bspw. in Fort Apocalypse etwas weniger Laune. Auch die CJM-Nummer ist irgendwie komisch. Hab da so einen dieser SNES-Pad-Nachbauten, aber ein paar Tasten kann ich gar nicht belegen. Und gestern lag Feuern plötzlich auf einem anderen Knopf als am Tag zuvor, bei gleichem Port. Um mit Heinz Erhardt zu sprechen, hoffe ich noch, dass ich der "Irrländer" bin und schleunigst dazu lerne. Anderenfalls werde ich noch wahnsinnig bei diesem CJM-Trial-and-Error. 8| Ansonsten aber weiterhin alles im grünen Bereich mit dem Mini. Mein vielleicht bester Technikkauf in diesem Jahr. :thumbup:

    Guten Morgen allerseits,

    mein Weg zum C64 Mini war etwas lang. Ich recherchiere vor Technikkäufen zwar immer ausgiebig, aber diese C64-Materie hat mich wirklich gefordert. Aufgrund einiger Haarrisse, die ich in der schönen, hochaufgelösten Fassade des modernen Gamings immer deutlicher bemerkte, wollte ich einen Schritt zurück gehen. Oder auch vorwärts in die Vergangenheit. Zunächst war der Atari 2600 dran. Das gute Stück aus dem Jahr 1982 steht in meiner Vitrine. Sechs Cartridges daneben. Mehr war damals nicht drin. Aber es genügte voll und ganz. Da das Bild des nun 40 Jahre alten Geräts nicht mehr so sauber ist wie einst und auch ein neu angebrachtes Antennenkabel nichts brachte, musste etwas anderes her. Die Wahl fiel auf den Atari Flashback X, den ich glücklicherweise von einer anständigen Verkäuferin im Kleinanzeigenmarkt erwarb. Das Teil ist der absolute Hit. Spielt alles sauber auf 720p ab, softwaremäßig zugänglich via OTG-Adapter, schön klein und dem Original optisch wie haptisch gut nachempfunden. Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch erweckt, auch den C64 noch einmal zu erleben. Das Originalerlebnis ist bekanntlich leider technisch noch aufwändiger einzustufen als beim Atari. Man braucht etwas mehr Hardware. Und ob dann das Bild einigermaßen sauber ist? Zudem hatte ich mit Floppy so gut wie keine Erfahrungen. Wir haben früher alles auf der Datasette via Turbo Tape geladen. Also, das war für mich eher keine Option. Ich hab hier zwei Raspberries für Kodi im Einsatz und auch eine SD-Karte für Retro-Gaming konfiguriert. Auch der Vice läuft darauf. Aber anders als bei Konsolenemulation war mir das zu hakelig. Der C64 erfordert einfach mehr Interaktion als eine Konsole. Auf dem PC im Grunde das gleiche Problem. Hier saß ich mit einem dieser neuen Competition Pro vor dem Monitor, spielte Fort Apokalypse, aber es wollte nicht das Feeling aufkommen. Der C64 Maxi war zu jener Zeit schon erhältlich. Das Gesamtpaket wirkte eigentlich perfekt. Insbesondere die tolle Tastatur. Und Hover Bovver direkt enthalten. Ein Klassiker meiner Jugend. Aber wohin mit dem großen Ding auf meinem Schreibtisch? Also doch der Mini? Aber dem eilte ein schlechter Ruf voraus: Rückständigere, schlecht eingestellte Software. Keine Tastatur und dennoch nur zwei USB-Anschlüsse. Unterirdischer Joystick. Die Software schien aber inzwischen durch Updates verbessert worden zu sein. Das Fehlen der Tastatur war für mich eher ein nützliches Feature, da ich mit einer drahtlosen Tastatur auf dem räumlich begrenzten Schreibtisch vielleicht flexibler bin. Und der Joystick? Na ja, der "bessere" USB Competition Pro hat leider auch nicht das Feeling des Originals. Hab beide hier. Die Microschalter der Neuauflage sind extrem laut und auch recht schwergängig. War das Original direkt nach dem Kauf vielleicht auch noch so und musste eingespielt werden? Und so entwickelte sich meine Kaufentscheidung hin zum C64 Mini. Der Preis von lediglich 39 EUR schien mir das Risiko einer Niete wert zu sein. Für mich war es letztlich ein Fünfer mit Zusatzzahl. Ich bin zu 98% zufrieden. Die Emulationen laufen super. Alle zusätzlichen Spiele laufen. Ruckler bemerke ich keine. Die Software sehr zugänglich. Eine olle Drahtlostastatur von Acer, die hier noch rumflog, hat der Mini direkt erkannt. Einen ebenfalls schon vorhandenen USB-Hub kann ich auch nutzen. Und jetzt die absolute Überraschung: Ich finde auch den Joystick nicht so schlecht, wie er im Netz gemacht wird. Ja, der Knüppel wirkt zerbrechlicher als früher oder im Vergleich zum USB Competition Pro Extra von Speedlink. Aber noch steht er wie eine eins. Und er ist deutlich leiser im Gebrauch. Bei Monty on the Run merke ich schon, dass Probleme mit den Diagonalen auftreten. Aber in den meisten anderen Spielen habe ich noch nichts Nachteiliges bemerkt. Sogar meine Performance in Winter Games, insbesondere Biathlon, war nach so langer Pause nicht übel mit dem Joystick. Ein Spiel wie Decathlon würde dem Joystick bestimmt nicht so gut bekommen. Dafür würde ich dann doch den Micro-Schalter-Joystick nehmen. Aber ansonsten bis dato soweit ok. Es verbleiben beim C64 Mini aus meiner Sicht eigentlich nur vier Punkte (Reihenfolge nach subjektiver Wichtigkeit), die ich besser gelöst sehen möchte:

    1. Der Powerknopf wäre besser ein Schalter, wie beim Atari Flashback X. Nutzt man ausschaltbare Steckdosen, schaltet sich der Mini bei Stromzufuhr leider immer automatisch an.

    2. Eine Anschlussmöglichkeit auch für den alten neunpoligen Joystick hätte ich sehr begrüßt. Der Atari Flashback X hat diesen. Aber leider nur diesen.

    3. Ein dritter USB-Anschluss würde in meinem Fall einen Hub schon überflüssig machen.

    4. Warum nicht die gleichen Titel auf allen drei Varianten? Auf dem Mini hätte ich gerne auch Hover Bovver im Karussell.

    Was aus Beiträgen hier im Forum hervorgeht, sind leider große Qualitätsunterschiede je nach Charge. Umso glücklicher bin ich, dass ich ein bisher gut funktionierendes Gerät erhalten habe. Bisher habe ich den Eindruck, dass die Bestimmung für den europäischen Markt ein gutes Indiz für ein funktionierendes System ist.