Beiträge von Mac Bacon im Thema „C128 Fehlfunktionen bei gestecktem ROM in U36“

    Als Binary betrachtet (also die ersten beiden Bytes vernachlässigt, da Ladeadresse) sind aber Fehler an den relativen Adressen $1000 bis $1fff sowie $3f00 bis $3f04. Im ersten Bereich von $1000 bis $1fff findet sich fast eine Art Muster in Größe von $40 Bytes.

    Das ist okay, das sind die I/O-Chips. Die MMU des 128ers kann das U36-ROM durchaus auch ohne eingeblendete I/O-Chips ansprechen, diese Konfiguration entspricht aber leider keiner der 16 vordefinierten Bank-Nummern.

    EDIT: Bei der verwendeten "Bank 4" sind die I/O-Chips eben aktiviert, daher sieht man sie hier.

    Die Fehler bei $3f00 bis $3f04 sind die MMU-Register, die eigentlich ab $ff00 liegen, die wird man halt nicht los.

    Im Augenblick sieht es so aus, als seien an U36 alle Adress- und Datenleitungen in Ordnung. Dann bleibt aber nur noch /OE, d.h. das Problem müsste an MMU und/oder PLA liegen.

    Vielleicht klappt das hier, um die zweite Hälfte zu überprüfen:

    t 4c000 4ffff 08000

    s "teil2" 08 08000 0c000

    Der erste Befehl kopiert die zweite Hälfte von U36 ins RAM, das dauert ungefähr sieben Sekunden. Sollte der Rechner dabei hängen bleiben oder sichtbar abschmieren, bitte einfach erneut versuchen.

    Der zweite Befehl speichert den Bereich dann auf Disk, das muss auf Anhieb funktionieren.

    Da in "Bank 4" die I/O-Chips eingeblendet sind, sind auch deren Inhalte in der Datei vorhanden, das ist also kein reiner ROM-Dump. Aber zumindest müsste man dann sehen können, ob die zweite Hälfte überhaupt angesprochen wird.

    EDIT:

    Sollte der Megabit-Adapter nicht auch irgendwelche Fehlfunktionen zeigen wenn das am C128 liegt ?

    Ja, eigentlich schon.

    Da in den gespeicherten Dateien immer 16 K ohne offensichtliche Wiederholungen vorhanden sind, sind wohl die Adressleitungen A0 bis A13 ok. Bleibt noch A14: Prüf bitte mal per Multimeter (Rechner ausgeschaltet!), ob es eine Verbindung gibt zwischen Pin 27 an U36 und Pin 22 an U6. Bitte auf der Oberseite der Platine messen, damit die Sockel gleich mitgetestet werden.

    Sollte da keine Verbindung sein, such die Unterbrechung auf dem Board...

    Eine unterbrochene A14-Leitung würde das Nichtfunktionieren der U36-ROMs erklären, weil dann die zweite Hälfte nicht ansprechbar wäre und stattdessen eine Kopie der ersten Hälfte sichtbar wäre. Es erklärt aber nicht das Problem mit dem offenbar leeren EPROM: Da dieses nicht die CBM-Kennung ganz am Anfang enthält, hätte es im Rechner eigentlich gar keinen Effekt haben dürfen.

    Bei dem anderen Versuch der auch richtig gespeichert wurde, wurde ja das Kernel ausgelesen oder habe ich das falsch verstanden?


    Tante Edit sagt: Wenn ich die Datei lade kommt nur "File not found error"


    Die Datei mit dem Kernal lässt sich laden, aber nicht mit "List" anzeigen. Oder gibt es noch eine Möglichkeit ?

    Die richtig gespeicherte Datei sollte die erste Hälfte von U36 enthalten. Diesen Memory-Dump kann man nicht LISTen, da das kein Basic-Programm ist. Lade die Datei hier hoch, dann können wir evtl. etwas sehen. Falls z.B. ein Adresssignal am U36-Sockel fehlt, sollte man in der Datei Wiederholungen feststellen können.

    Nach dem Befehl kommt die Meldung "saving u36dump" und das Laufwerk wird auch angesprochen.


    Das steht nun seit 5 Minuten da und weiter tut sich nichts. Am Laufwerk leuchten beide LEDs und der Motor dreht auch, aber weiter hört man nichts. ( Als Laufwerk hängt meine selbstgebaute 1581 mit Jiffydos dran, falls das eine Rolle spielt)


    Wie lange dürfte der Vorgang dauern ?

    So lange dann doch nicht... vermutlich ist der Rechner abgeschmiert, weil in der letzten Page von U36 keine korrekten Interrupthandler stehen. Versuchs noch mal, aber jetzt so:

    s "u36dump2" 08 c8000 cc000

    In dieser Konfiguration ist zusätzlich der Kernal eingeblendet.

    Kommst Du mit beim Start gedrückter STOP-Taste in den internen Monitor? Dann könntest Du mit

    s "u36dump" 08 48000 4c000

    die ersten 16 K des U36-ROMs auf Disk sichern, und man könnte feststellen, ob die CPU wirklich das ROM korrekt auslesen kann. Vielleicht hat U36 ja einfach eine kalte Lötstelle an einem der Adresspins.