Die Zeit, wo man C64 geschenkt oder für nen Zehner ein ganzes Set bekam, ist noch nicht lange her.
Wenn man in die Dinger verliebt ist (war) und jemand kam mit einer 1541 um die Ecke, so: "Willste? Sonst schmeiß ich weg!", dann hat man sicher ja geschrien. Und so kommen solche Haufen zustande.
Insofern hatte ich "Glück", dass mich das zwischendurch mal null interessiert hat, sonst sähe das hier gleich aus. (Ist so schon schlimm genug.
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Das ist wahr, wobei ich nie so viel Glück hatte. Wenn einem sowas angeboten wird, kann man ja auch zugreifen, selbst wenn man selbst schon (mehr) als genug davon hat. Es gibt immer noch die Möglichkeit, es hier übers Forum weiter zu geben. Schreibe es bewusst so, denn man kann Geld dafür verlangen, das ist legitim, muss man aber nicht. Keine Wertung, kein Appell, nur eine Idee. Nicht falsch verstehen. Es geht mir nur darum, dass das Material nicht einfach so verschrottet wird. Zumindest nicht, solange es noch Leute gibt, die damit noch was anfangen können.
Übrigens glaube ich sogar, dass die Preise runter gehen werden. Sowas will doch nur, wer damit aufgewachsen ist und diese Leute sind heute mindestens 40 Jahre alt (Ausnahmen gibt's sicher) und werden nicht mehr jünger. Je weniger Nachfrage, desto weniger Geld, hab ich zumindest mal gelernt, aber ich weiß, dass die Realität etwas anders funktioniert. Mag schon sein, dass es das Jay-Leno-Äquivalent für Commodore Computer gibt. Das sind aber einzelne wenige und selbst so einer sucht dann nicht den 10. C64 mit 466er Board, sondern will die besonderen Stücke.
Und klar, wie angeklungen: Das ist nur Hobby, das sind am Ende nur Dinge. Wenn es im Schrott landet ... auch irgendwann verständlich. Ich persönlich halte mich da sehr zurück. Ich halte mir immer selbst vor Augen, dass ich nur begrenzt Platz und Zeit habe. Außerdem, was macht man schon damit: Mal ein Spiel spielen ... hauptsächlich.
Zum Thema Museum wollte ich noch sagen: Es müsste schon ein Museum sein, das auch den Wert zu schätzen weiß. Es gibt ja mehrere Möglichkeiten, sowas auszustellen: Man stellt es hin und fertig. Oder: Man stellt es hin und nimmt es in Betrieb, lässt Software, Demos darauf laufen. Dann aber braucht's Personal, die jeden Tag durch geht und alles prüft, startet, ggf. neu-startet usw. Museen nehmen vielleicht auch gern mehr als ein Exemplar von etwas, als Reserve, das mag sein, aber dann landet das im Keller. Oder ... man gibt so eine Sammlung eben nicht an ein Museum sondern verteilt das Material unter den Leuten, die sich dafür interessieren. Das finde ich besser. Museen sind schon gut und wichtig, aber irgendwie finde ich das dann auch traurig. Da fehlt einfach der Spaß, finde ich, den man mit den Computern haben könnte. Anfassen darf man ja i.d.R. nicht.