Beiträge von Ruudi im Thema „wer war Karl Stone (Commodore)“

    Nicht jeder hat Gewinnmaximierung im Sinn ... :tong::wink:

    "Keiner hat vor eine Mauer zu errichten..."

    Nö, angesichts der Ausgangssituation, die ich geschildert hatte: meine Sorge, ob meine Kids (und Frau) in der Lage wären, meine Sammlung halbwegs wieder zu dem Batzen Geld zu machen, den ich reingesteckt habe, sollten die das "plötzlich" übernehmen müssen, gehe ich schon davon aus, dass da ein berechtigtes Interesse herrscht, gute Preise zu erzielen.

    Wenn man nicht nur die Commodore-Sachen nimmt, sondern meine gesamte Elektronik/Computer-Sammlung, dann steckt da immerhin eine hohe fünfstellige Summe drin plus die versteckten Kosten der langjährigen klimatisierten Einlagerung plus teils Restauration etc.

    Und da ich es für unwahrscheinlich halte, dass die -ohne Fachwissen und -Motivation- die Preise erzielen würden, die machbar sind, fang ich jetzt halt schon mal an und verkauf jeden Tag EIN Stück der Sammlung.

    Wenn ich das Tempo beibehalte, wäre ich -Kleinteile mal aussen vor- ca. zu meinem Renteneintritt fertig damit...

    Allerdings sind zur Zeit die Preise schon wieder deutlich gefallen, man sieht, dass den Leuten das "Spielgeld" dafür ausgeht... Daher kanns wohl sein, dass die Sammlung wieder in den Schneewittchen-Schlaf verfällt...

    Wenn sie es für wenig Geld verkaufen oder sogar verschenken ist das nicht schlimm, denn das Bedeutet das dieses Kulturgut weiterhin einen Zweck erfüllen wird.

    Sagt Jemand, der vermutlich eher kauft als verkauft, oder?

    Als Vater habe ich schon ein gewisses Brutpflege-Bedürfnis und das schliesst natürlich ein, die Kinder auch für die Zeit nach meinem Ableben gut versorgt zu wissen!

    Als "Kulturgut" sehe ich speziell die Großserienrechner von Commodore nur sehr bedingt, so ähnlich wie alte Comic-Hefte oder Kunstdrucke vielleicht, hauptsächlich sind es Jugenderinnerungen und als solche -da stimme ich mit den Aussagen weiter oben überein- nicht ohne Weiteres "vererbbar" auf nachfolgende Generationen.

    Insofern eben auch die Erkenntnis, dass es Zeit wird, sich davon zu trennen, wenngleich letztes Jahr vermutlich ein deutlich besserer Zeitpunkt gewesen wäre, denn spätestens wenn die ersten Abschlagszahlungen für Gas und Strom demnächst fällig werden, wird vielen wohl klar werden, dass just kein Geld mehr für sowas da ist...

    Die Sorge, ob die Erben die Wertschätzung teilen, treibt mich offen gesprochen auch um, mehr aber noch die Sorge, dass die Erben BEI DER WertSCHÄTZUNG sich vertun oder übern Tisch gezogen werden und somit einen doch nennenswerten Teil ihres Erbes quasi wegwerfen oder verschenken...

    Andersrum kanns aber auch sein, dass dann der absolute Wert wirklich gg. Null tendiert, wenn ich mir ansehe, wie die Röhrenradios -mit Ausnahme von ein paar "berühmten" Geräten, die aktuell in Fernost grad sehr gefragt sind- schon wieder an Wert verloren haben, andere Geräte wie TVs (auch die ganz frühen!) oder alles, was transistorbestückte HiFi ist (wiederum mit Ausnahme von ein paar ganz gut klingenden Namen und Typen) haben wiederum NIE wirklich an Wert gewonnen und werden selbst aktuell, wo sich alles in Sachwerte zu flüchten scheint, noch derart moderat gehandelt, dass man fast seine Sammlung noch aufstocken möchte...

    Oder die E-Orgeln der 1960er bis 1980er: bis auf die ganz großen elektromechanischen Hammondmodelle (B3 und passende Leslie-Boxen), die Kultstatus haben, wird fast alles für ein paar EUR oder gg. Abholung verramscht (auch die kleineren Hammonds, obwohl die defakto genauso klingen), selbst "moderne" Wersi-Orgeln der späten 1990er (mit PC drin und großem Touch-Panel und klanglich sensationell) hab ich schon gg. Abholung inseriert gesehen (allerdings -typisch- am anderen Ende der Republik...)


    Daher werde ich meine Sammlung auch Stück für Stück verkleinern in der Hoffnung, dass es mir vergönnt ist, das noch selbst zu organisieren. Wie ich die Erlöse dann anlege, weiß ich auch noch nicht, vermutlich ne Mischung aus Gold, Aktien und Fremdwährungen. Damit können die Erben dann jedenfalls eher was anfangen, aber wie es vom Wert her aussieht, das kann auch da keiner so wirklich sagen... Find das verdammt frustrierend, wie es die letzten Jahre schon läuft und nun noch Fahrt aufnimmt...