Beiträge von detlef im Thema „Alte Audio Kassetten (Spiele) Digitalisieren“

    Ne. Völlig anders. Der C64 zeichnet direkt digital auf, wobei die Daten aber noch mal speziell codiert werden. Aber das wurde oben ja schon erwähnt.

    Danke für die Korrektur meiner Annahme/Erinnerung. Aber ich finde "das weiter oben" nicht, wo jetzt die Erklärung ist, wie die Bits kodiert sind. Würds gerne verstehen. Könntest du da bitte etwas helfen.

    Ein Auszug aus "Complete Commodore Inner Space Anthology":

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Was viele verwirrt ist, dass da immer wieder Frequenzen angegeben werden. Wie hier auch für Mark, Short und Long.

    Das sind aber einfach die theoretischen Frequenzen, die sich aus den Bitmustern ergeben. Tatsächlich gibt es aber keine Frequenzgeneratoren (auch nicht in Software) zwischen denen umgeschaltet wird (wie beim FSK). Die Marker, Bit0 und Bit1 Pattern werden genau so wie hier angegeben digital auf das Band geschrieben. Also digitale Aufzeichnung.

    Und auf dem Band findet man dann natürlich nicht das Rechtecksignal. Das würde eine extrem hohe Bandbreite erfordern um derart steile Flanken zu erzeugen. Stattdessen hat man auf dem Band ein Sinussignal, dessen Periodendauer dem Rechtecksignal entspricht.

    Deswegen ist es auch völliger Quatsch, wenn behauptet wird, man könne die Kassetten nicht mit einem handelsüblichen Rekoder kopieren. Welcher Rekorder ist denn mit einem Sinussignal im Bereich 1000 bis 3000 Hz überfordert?

    also letztendlich auf die Frequenz. Und die ändert sich nicht.

    Soweit ich weiß schon. Eine Freq. für 0 und eine andere für 1. Die Amplitude ist schnuppe, das stimmt.

    Ziemlich so müsste es sein. Zwei verschiedene Frequenzen, welche sich in einem Toleranzbereich befinden müssen. Nagelt mich nicht drauf fest, aber habe es so in Erinnerung. Und ich meine, daß die Übertragung bei Modems auch so läuft.

    Ne. Völlig anders. Der C64 zeichnet direkt digital auf, wobei die Daten aber noch mal speziell codiert werden. Aber das wurde oben ja schon erwähnt.

    Du meinst wirklich ernsthaft, auf dem Band seien Rechtecksignale? Der Tonkopf in Datasette zeichnet Rechtecksignale auf? :facepalm:

    Nein, natürlich nicht. Die werden aber eingespeist und beim abspielen auch wieder erwartet.

    Auf dem Band selber ist ein 'art' Sinus mit möglichst steilen Flanken. Danach kommt (beim lesen) ein Schmitt-Trigger.

    Entscheidend für das Abspielen auf einen Standard-Tapedeck ist, was auf dem Band drauf ist und nicht was eingespeist wurde.

    Und was auf dem Band drauf ist, kann von jedem handelsüblichen Tapedeck gelesen werden, behaupte ich. Es kommt ja nicht auf die Amplitute an sondern lediglich auf die Polaritätswechsel (bei der Diskette sind das die Flusswechsel), also letztendlich auf die Frequenz. Und die ändert sich nicht.

    Ich habe das übrigens vor ein paar Jahren mit einem ganz normalen Yamaha-Tapedeck in der 300 Euro-Klasse ausprobiert. Ohne besondere Einstellungen. Den Typ müsste ich jetzt nachschauen. Ich hab das Gerät nicht mehr.

    Und damals habe ich es mit einem Technics-Tapedeck in der 250 DM-Klasse gemacht. Hat auch prima funktioniert.

    Aber ich habe das wie gesagt mit einem PET gemacht, also kein Fastloader sondern Standardaufzeichnung. Fastloader ist mit Sicherheit kritischer, weil es da viel weniger Toleranzen gibt.

    ich habe auch ein Techniks Tapedeck, mit manueller Aussteuerung

    Das heißt nix. Da gibts noch genug Elektronik die dir dazwischen funken kann. Diverse Filter z.B.

    Ein Tape aus der Sterero-Anlage ist nunmal nicht dafür ausgelegt Rechtecksignale zu verwursten.

    Du meinst wirklich ernsthaft, auf dem Band seien Rechtecksignale? Der Tonkopf in Datasette zeichnet Rechtecksignale auf? :facepalm:

    Meine Güte, jetzt wird es aber spassig. Ich pack schon mal mein :popcorn:aus.

    Bin mal gespannt, welche Theorien hier noch so verbreitet werden.

    Spannende Theorien findet man hier im Thread von wegen unterschiedlicher Geschwindigkeit und Übersteuerung durch Digitalaufzeichnung.

    Die Aufzeichnung ist stark ausgesteuert, kann aber nicht darüber hinaus ausgesteuert sein, was die Kassette schafft. Und das kann man in der Regel von Tapedeck zu Tapedeck kopieren.

    Die Datasette ist ein ganz normaler Kassettenrekorder mit analoger Aufzeichnung. Da steckt nur eine Platine drin, die die Pegel der Signale beim Lesen von Analog nach Digital bzw. beim Schreiben von Digital nach Analog-Wandeln. Das ist alles. Andere Computer verwenden ganz normale handelsübliche Kassettenrekorder für die Datenspeicherung. Da übernimmt der Computer selbst die Pegelanpassung.

    Als ich vor ein paar Jahren wieder meinen ersten PET bekam (der PET arbeitet mit der gleichen Datasette und verwendet das gleiche Aufzeichnungsformat wie der C64), hatte ich keinerlei Software dafür. Ich habe dann recherchiert und im Internet TAP-Files gefunden. Und Software, die aus meinen alten PRG-Files, TAP-Files macht. Dann gab es Software, die aus den TAP-Files WAV-Files erzeugt haben.

    Die WAV-Files habe ich dann auf dem Windows-PC abgespielt und über die Soundkarte mit einem handelsüblichen Tapedeck aufgenommen.

    Die Kassette dann in die Datasette gesteckt und das Programm auf dem PET geladen. Das hat auf Anhieb ohne Probleme funktioniert.

    Später habe ich das Ganze auch mal umgekehrt probiert. Programm auf Datasette gespeichert und Kassette dann mit dem Tapedeck auf den PC übertragen. Aus der WAV-Datei habe ich dann in mehreren Schritten wieder eine PRG-Datei gemacht.

    Wenn man noch ein Tapedeck hat, dann funktioniert das alles ohne zusätzliche Hardware oder Adapter. Kann sein, dass das Tapedeck gewissen Qualitätsstandards erfüllen muss und automatische Aussteuerung ist vermutlich kontraproduktiv. So genau habe ich das nicht analyisert.