Beiträge von Mike im Thema „VC20 Memory Expansion hausgemacht“

    Mike: was wäre wenn das EPROM beim Schreiben nicht stillhalten würde? [...]

    Dann arbeiten die Ausgangstreiber von CPU und EPROM gegeneinander.

    Wenn die beteiligten ICs nur vom Typ NMOS oder TTL sind, bleibt der Strom begrenzt und das Resultat auf dem Datenbus(-bit) ist ein (nicht besonders gut definierter) Low-Pegel, so mindestens einer der Ausgänge auf Low ist. Commodore hat da selber im VC-20 nicht darauf geachtet und die internen ROMs antworten auch bei Schreibzugriffen. Nachmachen muß man das deswegen trotzdem nicht:

    Interessanter wird die Angelegenheit nämlich schon wenn mindestens ein CMOS-IC beteiligt ist. CMOS kann auch kräftig Richtung High-Pegel ziehen. Wenn dann irgendein Ausgang (dann egal ob TTL, NMOS oder CMOS) mit Low-Pegel darauf geschaltet wird, können auch Ströme größer als 20 mA fließen. Das grillt die ICs ganz schnell.

    ...

    Die Verknüpfung /OE = !(CR/W & SPhi2) erfüllt übrigens noch einen anderen Zweck: im Gegensatz zu den /RAMx- und /BLKx-Select-Signalen am Cartridge-Port sind die I/Ox-Signale nicht mit SPhi2 qualifiziert! Für den Anschluß eines 6522 VIA ist das ganz prima, aber Speicher im I/O-Bereich sollte ebenfalls nur dann antworten, wenn die CPU den Bus hat (also, SPhi2=1) und somit die Adreßleitungen definitiv gültig sind.

    (Schrumpfschlauch ist vielleicht etwas over the top)

    Ich nehm' das auch gern als Lob! ^^

    Ich würde ja den ganzen Schrott runterwerfen und mir aus dem Cartridge ein schönes "Diag-20" bauen. Das 3K-RAM kann/soll drauf bleiben und es braucht ein 8 kB EPROM mit dem Code.

    Noch besser gefiele mir das hier:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    :D ... die Karte enthält neben den ursprünglichen +3K RAM auch noch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. auf einem 2716 EPROM und ein 74LS00, der das EPROM sauber in $9800..$9FFF einblendet - mit /OE = !(CR/W & SPhi2), so daß das EPROM stillhält wenn die CPU versucht zu schreiben.

    Goodwell: die Buchse übernimmt die Standard-Anschaltung Rx/Tx für "TTL-"3-Draht-RS232. Das könnte (mit einem zweiten VC-20 mit gleicher Buchse) dazu gedient haben, ein einfaches (Audio-)Kabel als Nullmodem-Kabel zu verwenden.

    Die Karte im Startbeitrag ist ziemlich sicher ursprünglich eine +3K-RAM-Erweiterung, die um weitere 32K RAM aufgebohrt wurde. Davon tauchen allerdings nur 24K mehr für's BASIC auf (Ergebnis: 27159 BYTES FREE), die ursprünglichen 3K und weitere 8K sind zwar physikalisch da, aber für BASIC nicht verwendbar, da sie nicht an einem Stück angeboten werden (warum die 3K "weggesperrt" werden hängt damit zusammen, daß der Videochip keinen externen Speicher ansprechen kann).

    Ansonsten schließe ich mich den Vorgängern an - dieser Verhau gehört gut durchgemessen, bevor Du ihn verwendest. Ein loses Kabel und dann vlt. auch noch mit Kontakt an andere Stelle als ursprünglich, und das Dingen tut nicht mehr was es soll.