Beiträge von 1570 im Thema „Empfehlungen Filament“

    Das mit dem "verwickelten" Filament hört man ja häufiger, aber ich frage mich, wie der Hersteller das überhaupt anstellen sollte? Selbst (wie hier) locker/ungleichmäßig gewickelte Rollen werden sich sauber abrollen lassen, schließlich wurden sie ja auch aufgerollt. Sofern da nicht jemand das Filamentende "untendurch" geschoben hat, KANN das sich ja gar nicht verwirren? Und Maschinen werden das nicht machen. Ich habe die Vermutung, das den Leuten häufiger beim Auspacken das Filamentende aus den Fingern rutscht und sie dann selbst das Durcheinander anrichten, weil sie eben in dem Moment die Grundlage für den Knoten legen?

    Die einzige alternative Erklärung wäre wohl, dass beim Aufspulen in der Fabrik zwei Filamentstänge zusammengeschweißt wurden und dabei das oben beschriebene dem Arbeiter passiert ist? Allerdings würde ich vermuten, dass die Filamente direkt aus dem Extruder auf die Spulen laufen, also nichts geschweißt werden muss.

    Auf die 5 Kelvin kommt es jetzt auch nicht mehr an, denn ASA wird standardmäßig mit 260°C gedruckt.

    Ich würde auch kein ASA mit normalem (PTFE-)Hotend drucken, jedenfalls nicht bei 260°C. :)

    Der Vyper ist bis 260°C spezifiziert, und ich würde stark davon ausgehen, dass das schon sehr großzügig angegeben ist. Im Netz findet man so einige Leute, deren PTFE-Hotend sich schon bei 240°C zerlegt hat. Da man höhere Temperaturen bei PLA und PETG sowieso nicht braucht => unter 240°C bleiben, insbesondere auch sofern der Thermistor nicht kalibriert ist. PTFE geht bei Übertemperatur auch nicht in Flammen auf, sondern verformt sich ggf. nur. Sowas will man speziell als Anfänger nicht, sofern man nicht auf ausgedehnte Fehlersuche steht.

    (Prusa ist jetzt kein Vergleich, zumal deren aktuelle Hotends bis 300°C spezifiziert sind)

    Bei Starquake wurde das Bridging in X-Richtung gemacht, bei frank128 schräg. Letzteres ist schwieriger, weil die Kontaktpunkte kleiner und mehr sind. Da geht dann mehr schief.

    Außerdem sieht's mir bei frank128 so aus, als würde der Lüfter zum Kühlen des Filaments zu schwach eingestellt sein. Das hilft bei den Bridges auch nicht gerade.

    Ich würde solche Benchmarks erstmal Benchmarks sein lassen und mich an echten Drucken versuchen. Bridging so krass wie da gibt's in der Praxis so häufig nicht, und wie man bei Starquake gut sieht, spielt die Temperatur im allgemeinen bei sonst gut eingestellten Druckern und dem relativ gutmütigen PLA und PETG keine so arg große Rolle.

    Oh und wirklich 265°C bei dem einen Druck? Damit macht man sich evtl. schon ggf. den PTFE-Liner im Hotend kaputt, falls da welcher drin ist.

    Echt? Ich merke in Sachen Druckbarkeit kaum einen Unterschied hier außer dass PETG deutlich mehr zum Stringing neigt, dafür aber besser an der Build Plate hält (wobei anscheinend gilt "70°C: bombenfest, 50°C: ab") und mir grundsätzlich von der Haptik her besser gefällt. Wenn Du damit wieder experimentierst, meld Dich mal (mit Fotos).

    PETG ist ähnlich gut zu drucken wie PLA und etwas hitzebeständiger.

    Was die Bridges angeht, kann man häufig auch das Modell so umbauen, dass nur ein Überhang draus wird. Aber an der Stelle ist das doch gut so da eh nicht sichtbar.