Beiträge von Commodore Man im Thema „Warum sind "immer" die MOS-Chips defekt?“

    Dass Kostendruck bei Commodore ein großes Thema war, ist ja kein geheimniss.

    Dazu muss man sagen, dass die Geräte heute ALLE weit über ihrer vorgesehenen Lebensdauer laufen. Damit kommen langzeitfolgen zum Tragen, die damals als vernachlässigbar galten. (Beispiel sterbende TED´s).
    Getestet wird zudem nur das Bekannte. Gerade bei neuen technologien und Produktionsprozessen gibt es oft durch zufall variationen, die damals als Nicht entscheidend eingestuft wurden und sich später als Killer zeigten.

    Ist in vielen bereichen so: Zum beispiel bei Tonbändern und anderen Magnetischen Datenträgern gibt es heute Hersteller oder auch nur bestimmte Emulsionen dieser, die nicht mehr brauchbar sind. Die Magnetpartikel "schmieren" vom band ab und bleiben auf den Tonköpfen kleben oder der Emulsionsfilm fällt fetzenweise von der trägerfolie.

    Auch bei laserdiscs gab es diverse Probleme, die sich erst mit der Zeit bemerkbar machten. Anfangs wurden Klebstoffe eingesetzt, sie sich auf lange Zeit als Korrosiv erwiesen und die Scheibe somit innerlich oxidierte und nicht mehr abspielbar war.
    Dazu wurden später je nach presswerk verschiedene techniken eingesetzt. Je nachdem, wie genau verklebt wurde, hält diese bis heute, oder die Versiegelung der Aluschicht im Inneren ist nicht mehr gegeben und die Disk wird ebenfalls unlesbar.

    Langzeitsimualtionen kann man ja auch nicht mit allem dem machen, an das man auch denkt....

    Gruß C-Man