Faxen ist in etwa so digital wie Rauchzeichen oder Morsecode.
Beiträge von Krill im Thema „16bit Multiplikation in Assembler“
-
-
Bei Digital geht es um physische Schaltzustaende. Spannung liegt am Halbleiter an oder liegt nicht an. Diese werden dann leitend oder nicht leitend. Digitale Prozessoren und Schaltungen werden durch Aneinanderreihung von logischen Halbleiterbausteinen (AND, OR, usw) in ihrer Funktion designed.
Binaer bezieht sich auf 0 und 1, also ist das eher der Softwarebereich (base 2, Zahlensystem). Man kann durch Software mit 0 und 1 die Hardware anregen, Schaltzustaende durchzufuehren und umgekehrt.
Deine Beschreibung von logischen Schaltungen hat aber auch nur zwei Zustände, wäre also auch binär.

Tatsächlich aber gibt es auch in herkömmlichen auf dem Binärsystem basierenden Rechnern mehr als zwei logische Zustände.
Es gibt neben Spannung-an und Spannung-aus zum Beispiel auch "tri-state" an Eingängen. Ohne diesen dritten Zustand wären Bus-Systeme nicht möglich.
Und in der Hardware-Beschreibungssprache VHDL gibt es ganze 9 logische Zustände mit dazugehörigen Wahrheitstabellen aller Verknüpfungen.
Das könnte der Grund sein, warum man bei Hardware immer nur von "digital" und nie von "binär" redet, denn es gibt immer mehr als zwei Zustände.
-
Worüber genau streitet Ihr Euch hier?

So richtig trennscharf sind die Begriffe ja mMn nicht, bzw. recht kontextgebunden.
diskret: getrennt
digital: an den Fingern abzählbar
binär: an zwei Fingern abzählbar (na ja, eigentlich reicht einer =D)
Aber zu "digital" fiel mir noch ein, dass das häufig als Gegensatz zu "analog" verstanden wird, aber im Prinzip auch nur eine Untermenge von letzterem ist.
Das kontinuierliche (aber rauschbehaftete) analoge Signal wird quantisiert (mit Treppchen versehen), um dann abzählbare Werte abzulesen.