Ist Faxen jetzt analog oder schon digital? Oder gar binär, wenn man keine Graustufen verwendet.
Eindeutig digital. Um Analog oder Digital beurteilen zu können, muss man die richtige Meßgröße nehmen. Die Spannung ist in dem Fall ungeeignet (Hint: Auf einer Kilometer langen Leitung gibt es Induktion, Kapazität, Übersprechen und andere Störungen). Nimmt man aber von dem anliegenden Grundton den Phasensprung, so hat man eine digitale Größe. Bei der klassischen Modemübertragung war die Größe sogar mal binär (d. h. es gab nur kein Phasenspung oder Phasensprung mit bekannter definierter Größe, die eine Konstante ist). Dann wollte man schneller Daten übertragen und hat pro Phasensprung mehrere Bits übertragen (was gleichbedeutend mit mehreren erlaubten Phasensprunggrößen ist, aber immer noch 2^n mögliche Werte, wovon einer immer 0 ist. Da man die Werte auch noch sicher am Empfänger unterscheiden können muss, ist n überschaubar klein und 2^n auch klein.
Tja, da haben wir unsere digitale Größe... auf die kommt man freilich nur, wenn man das bereits weiß.
Man könnte argumentieren, daß es keine wirklich kontinuierlichen/analogen Werte gibt, weil Ladung, Energie und vermutlich auch Raum und Zeit gequantelt sind.
Hier greift obiges Argument in Abwandlung (obiges Argument war ja, dass der Empfänger die Werte auseinanderhalten muss): Wenn es im Rahmen der Meßgenauigkeit unmöglich ist, die diskreten Werte auseinanderzuhalten, erscheint die dem Messenden als kontinuierlich... Und einen einzelnen Energiequant mehr oder weniger, das ist deutlich jenseits der Meßgenauigkeit. Wahrscheinlich schafft man es sogar, mit der Heisenbergschen Unschärferelation dazu zu benutzen, dass man das prinzipiell nicht so genau messen kann (Laientipp: Energie-Zeit-Unschärfe - wenn man die Energie sehr exakt messen will, hat man eine sehr große Abweichung in der Zeit...) - spätestens an der durch Heisenberg gegebenen Grenze macht es keinen Sinn mehr, diskrete Werte unterscheiden zu wollen - man hat einen Messwert, der um die durch die Heisenbergsche Ungleichung gegebenen Meßfehler beinhaltet - oder (wahrscheinlich, da die Relation nur eine Größe des prinziepellen Fehlers, aber nicht des tatsächlichen angibt) einen größeren Meßfehler.
Wenn es aber durch Messung nicht unterscheidbar ist, würde ich jederzeit ein Kontinuum annehmen modellieren.