Beiträge von Ruudi im Thema „(NEU-)Nachbau C=64“

    Keyboards hätte ich auch noch jede Menge rumliegen, bleiben immer übrig, wenn CIAs, VIC, PLA und SID dann als Ersatzteile abverkauft sind...

    Aber soll jetzt kein Verkaufsangebot sein, nur ne Feststellung.

    Der einfachste Weg ist es, einfach ein wenig zu warten und sich auf den div. Plattformen umzusehen und dann schlicht und ergreifend für ca. 50-60 EUR einen originalen C64 zu kaufen und diesen ein paar Modifikationen dann neben der üblichen Reinigung zu gönnen.

    Das wäre im Wesentlichen eine Überholung des Netzteils oder ein neues "alternatives" Netzteil, jeweils mit Überspannungsschutz am Ausgang "Crowbar", für den Fall der Fälle.

    Zudem Kühlkörper für VIC, PLA und SID sowie etwas ESD-Schutz für die CIA-Ports. Gibt es alles in entsprechenden "Retro"-Shops, oder aber Du -immerhin etwas vom Fach in der IT- liest dich ein und bestellst Dir die passenden Komponenten selbst, dann wirds um Einiges günstiger.

    Summa Summarum sollte Dich ein in Eigenregie "generalüberholter" C64II nicht mehr als 100 EUR kosten incl. Netzteil und den genannten Kleinteilen. Es braucht etwas Geduld, gerade jetzt VOR Weihnachten, einen fairen Verkäufer oder eine Auktion zu ungünstiger Endezeit oder mit Schreibfehler etc. zu finden, aber der Preis ist immer noch realistisch!

    Wenn Du wirklich löten willst, dann hat 0xdeadbeef hier vor Kurzem ein modifiziertes 66er Board veröffentlicht, dass Du in China günstig fertigen lassen kannst und dann in Eigenregie bestücken. Originalchips und auch Tastatur kannst du dann vom "geschossenen" C64 übernehmen, aber da das Reinigen der Tastatur das mit Abstand Zeitaufwändigste an der ganzen Überholung ist, wirst Du preislich nicht viel sparen, selbst wenn Du die restlichen Teile wieder verkaufst (ok, wenn Du wirklich einen originalen, voll funktionstüchtigen SID verkaufst und Dir den günstigen Sid-Clon holst, dann machst Du an der Stelle ca. 25-30 EUR Gewinn...)

    Solltest Du sämtliche Teile gebraucht oder "NOS" einkaufen, PLA und SID als Clone, dann kommt Dich das bestückte Board allein auf min. 90 EUR, wobei nur rund 20 EUR aufs Board selbst (die nackte PCB) entfallen, falls Du noch ein paar Mitbesteller findest wg. Versandkosten etc., der Rest sind die teuer gehandelten Commodore Chips und da ist nicht alles "gut", was so auf ebay auftaucht, d.h. da musst Du eventuell auch mal Lehrgeld bezahlen...

    Dazu noch ein "neues" anstelle einem originalen Gehäuse und Du bist gleich locker nahe an 200 EUR Gesamtpreis. Ok, damals war der C64 teurer, insb. wenn man es in Relation zum damaligen Einkommen setzt, aber wozu mehr Geld ausgeben, als notwendig?

    Original bleibt Original!


    Natürlich kannst Du auch komplett modernisierte Boards kaufen, die quasi Emulatoren auf FPGA-Basis sind, die man wahl weise noch mit ein paar realen alten Chips ergänzen kann (VIC, SID...), oder gleich eine reine FPGA-Lösung, aber dann kannst Du auch genausogut beim Emulator bleiben und Dir nur ein Keyboard im C64-Style holen, sprich Leergehäuse und Tastatur und eines der USB-Interfaces dafür und für die Joystickports...

    Aber selbst da wirst Du in Summe mehr bezahlen, als für einen kompletten, funktionstüchtigen C64II, die es auch heute noch für 50-60 EUR auf EKA und ebay & Co. gibt.

    Floppy 1541II dazu gibts für ca. 25 EUR, Netzteil solltest Du auch überholen oder tauschen und ein SD2IEC noch dazu als "2. Floppy" und Du hast wieder alles, um glücklich zu sein :wink:

    Viel Erfolg!